Beinheim

französische Gemeinde

Beinheim ist eine französische Gemeinde mit 1875 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).

Beinheim
Wappen von Beinheim
Beinheim (Frankreich)
Beinheim
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Haguenau-Wissembourg
Kanton Wissembourg
Gemeindeverband Plaine du Rhin
Koordinaten 48° 52′ N, 8° 5′ OKoordinaten: 48° 52′ N, 8° 5′ O
Höhe 111–121 m
Fläche 15,23 km2
Einwohner 1.875 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 123 Einw./km2
Postleitzahl 67930
INSEE-Code

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt zwischen Sauer und Rhein an der Grenze zu Deutschland. Die Départementsstraße D 87 überquert in Beinheim den Thein in Richtung Rastatt.

Beinheim hat einen Bahnhof der SNCF.

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft hieß 745 Badanandovilla, 773 Bainenheim, 884 Beininheim und 1787 Neubeinheim. In ihrer Geschichte wurde sie von Barbaren, Burgherren und während des Zweiten Weltkrieges von der deutschen Besatzungsmacht heimgesucht, als durch die Kampfhandlungen viele Häuser in Brand gerieten.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
988 1059 1268 1457 1556 1790 1881 1875

WirtschaftBearbeiten

  • Der internationale Konzern Roquette Frères hat in Beinheim einen Standort.
  • Der US-Konzern Catalent Pharma Solutions hat in Beinheim eine Niederlassung. Dieses Unternehmen ist führend in der Herstellung von Gelatinekapseln für die Pharmaindustrie.
  • Timmel Frères ist spezialisiert auf Tankreinigung und Abfallbeseitigung.
  • Die Firma Weber ist eine international tätige Spedition.

Verbreitet ist der Anbau von Mais und Getreide. Diese pflanzlichen Rohstoffe werden zu einem großen Teil an den Verarbeiter Roquette Frères geliefert, wo sie zu Stärke für die Lebensmittelindustrie und für technische Anwendungen verarbeitet werden.

Auch das Kleingewerbe ist präsent. Dazu gehören unter anderem das Gastgewerbe, Bäckereien-Konditoreien, Metzgereien, Supermärkte, Banken, eine Poststelle, Apotheken, Bauunternehmungen, das Keramikgewerbe, Schreinereien und Tischlereien.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Rheinbrücke bei Beinheim
  • Das Haus des Barons Schramm (* 1760; † 1826) beherbergt die Communauté de communes.
  • Nebenan befindet sich der napoleonische Garten Schramm.
  • Die Kirche Sainte-Croix, datiert auf das Jahr 1760, enthält einen gotischen Chor und ein barockes Herrenhaus. 1792 wurde eine Orgel von Michael Stiehr erworben, 1815 installiert und 2002 komplett renoviert.
  • Die Kapelle Saint-Vit ist auf 1352 datiert. Sie wurde 1806 zerstört und im selben Jahr wieder aufgebaut. Sie wird von Touristen sehr beachtet.
  • Die Brücke über den Rhein mit genieteten Stahlstreben im Neorenaissancestil. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zweimal zerstört und wieder aufgebaut. Der Baustil ist allerdings über die gesamte Länge der Brücke nicht einheitlich, denn beim Bau der nahen Staustufe Iffezheim entstand in den 1970er Jahren auf der deutschen Seite eine zusätzliche Strebenfachwerkkonstruktion aus Stahl über den neuen Schiffahrtskanal. Ursprünglich eine Eisenbahnbrücke, ist sie heute auch für den Grenzverkehr mit Automobilen unerlässlich. LKWs dürfen diese Brücke allerdings nicht benutzen. Dafür ist zwei Kilometer südlich der Grenzübergang der Staustufe Iffezheim vorgesehen.
  • Die Héronnière, ein Biotop in einer Kiesgrube.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1233–1234.

WeblinksBearbeiten

Commons: Beinheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien