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Rui Costa (Radsportler)

portugiesischer Radrennfahrer
Rui Costa Straßenradsport
Rui Costa (2013)
Rui Costa (2013)
Zur Person
Vollständiger Name Rui Alberto Faria Da Costa
Geburtsdatum 5. Oktober 1986
Nation PortugalPortugal Portugal
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team UAE Team Emirates
Doping
2010 Methylhexanamin
Team(s)
2007–2008
2009–2010
2011–2013
2014–2016
2017–
Benfica
Caisse d'Epargne
Movistar Team
Lampre-Merida
UAE Team Emirates
Wichtigste Erfolge
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
Jersey rainbow.svg Weltmeister im Straßenrennen 2013
Tour de France
drei Etappen
Tour de Suisse
2012, 2013, 2014 Gesamtwertung
drei Etappen
Letzte Aktualisierung: 3. Januar 2019

Rui Alberto Faria da Costa (* 5. Oktober 1986 in Póvoa de Varzim) ist ein portugiesischer Radrennfahrer. 2013 wurde er als erster Portugiese Straßenradweltmeister. Er gewann 2012, 2013 und 2014 die Tour de Suisse.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Rui Costa wurde 2007 Profi beim portugiesischen Professional Continental Team Benfica. Im selben entschied er als Mitglied der portugiesischen Nationalmannschaft die Gesamtwertung des italienischen U23-Etappenrennens Giro delle Regioni für sich.

Zur Saison 2009 wechselte Rui Costa zum spanischen ProTeam Caisse d'Epargne, dem späteren Movistar-Team und errang mit dem Gesamtsieg bei den Vier Tagen von Dünkirchen seinen bis dahin größten Erfolg. 2009 bestritt er seine erste Tour de France, konnte sie aber nicht beenden. Im Jahr darauf lieferte er sich nach der Zielankunft der sechsten Etappe der Tour eine Auseinandersetzung mit dem Spanier Carlos Barredo; die Lenker der beiden Fahrer hatten sich während des Rennens berührt. Barredo schlug mit dem Vorderrad seines Fahrrads auf ihn ein, Rui Costa nahm ihm das Rad ab und revanchierte sich mit Faustschlägen.[1]

Am 9. Juli 2011 gewann Costa erstmals eine Tour de France-Etappe, als er auf der bergigen achten Etappe von Aigurande nach Super Besse nach langer Flucht einen Vorsprung von zwölf Sekunden in das Ziel rettete.[2]

Als erster Portugiese errang Costa im Juni 2012 den Gesamtsieg bei der Tour de Suisse und konnte damit den bis dahin größten Erfolg seiner Karriere feiern. Den Grundstein zum Gesamtsieg der Rundfahrt legte er mit dem Etappengewinn beim zweiten Teilstück nach Verbier. 2013 sowie 2014 gewann er diese Rundfahrt erneut. Bei der sich anschließenden Frankreich-Rundfahrt gewann er zwei Etappen. Bei den Straßenradsportweltmeisterschaften im Herbst 2013 in Florenz schlug er im Straßenrennen den Spanier Joaquim Rodríguez im Zweiersprint und wurde damit erster portugiesischer Straßenweltmeister.

2012 und 2016 startete Rui Costa im Straßenrennen bei Olympischen Spielen. 2012 in London belegte er Rang 13, 2016 in Rio de Janeiro wurde er Zehnter.

2014 wechselte Rui Costa zum italienischen Team Lampre-Merida. Bei der Tour de France ging Costa als Mitfavorit ins Rennen. Aufgrund einer Bronchopneumonie musste er aber das Rennen nach dem zweiten Ruhetag aufgeben.[3] 2015 wurde er erstmals portugiesischer Straßenmeister.

DopingBearbeiten

Im Jahr 2010 gewann Rui Costa die portugiesischen Meisterschaften im Einzelzeitfahren auf der Straße. Er wurde wie sein Bruder Mário bei einer Dopingkontrolle anlässlich diesen Meisterschaften positiv auf Methylhexanamin getestet und daraufhin vom portugiesischen Radsportverband für ein Jahr suspendiert. Nachdem die Welt-Anti-Doping-Agentur das Mittel neu klassifizierte, wurde die Sperre auf fünf Monate reduziert.[4][5] Daraufhin wurde er von seinem bisherigen Movistar Team erneut für drei Jahre verpflichtet.[2]

EhrungenBearbeiten

 
Costa im Regenbogentrikot 2014

2012 und 2013 wurde Rui Costa zu Portugals Sportler des Jahres gewählt. In beiden Jahren verwies er den Fußballer Cristiano Ronaldo auf Platz zwei.[6]

ErfolgeBearbeiten

 
Costa (rechts) bei der Tour de France 2011
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
  •   Portugiesischer Meister – Straßenrennen
2017

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
  Giro d’Italia 27
  Tour de France DNF 73 90 18 27 DNF DNF 49 53
  Vuelta a España 43

Legende: DNF: did not finish, Rundfahrt aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rui Costa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rui Costa in der Datenbank von Radsportseiten.net
  • Rui Costa in der Datenbank von ProCyclingStats.com
  • Rui Costa in der Datenbank der Tour de France (französisch/englisch)
  • Rui Costa in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schlägerei zwischen Barredo und Costa. In: radsport-news.com. Abgerufen am 3. Januar 2019.
  2. a b radsport-news.com vom 10. Juli 2011: "Dieser Sieg wird uns allen helfen"
  3. Gregor Brown: Rui Costa out of Tour de France overall battle with bronchitis. In: Cycling Weekly. 17. Juli 2014, abgerufen am 4. Januar 2019 (englisch).
  4. Movistar signs Rui Costa after doping suspension expires velonews.competitor.com 7. April 2011
  5. Costa signs three year contract with Team Movistar velonation.com 25. März 2011
  6. Radsport - Costa hängt Ronaldo ab. (Nicht mehr online verfügbar.) eurosport.yahoo.com, 16. November 2013, archiviert vom Original am 11. Juni 2015; abgerufen am 16. November 2013.