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Nicolas Lapierre 2009
Lapierre verfolgt einen Peugeot 908 HDi FAP in Le Mans 2009

Nicolas Lapierre (* 2. April 1984 in Thonon-les-Bains) ist ein französischer Rennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Kart und FormelserienBearbeiten

Seine Karriere begann 1993 im Kartsport. 1999 stieg Lapierre in die französische Formel Renault ein. In den Jahren 2001 und 2002 fuhr er in der Formel Renault 2000 Eurocup, im Jahr 2002 in der französischen Formel 3. 2003 wechselte Lapierre zu Signature Plus in die neugegründete Formel-3-Euroserie und wurde Elfter in der Gesamtwertung, außerdem gewann Lapierre den prestigeträchtigen Formel 3-Grand Prix in Macau. 2004 blieb Lapierre bei Signature Plus in der Formel-3-Euroserie. In seiner zweiten Saison gewann Lapierre drei Rennen und wurde hinter Jamie Green und Alexandre Prémat Dritter in der Gesamtwertung. Außerdem nahm er an zwei Rennen der britischen Formel-3-Meisterschaft teil.

2005 wechselte der Franzose in die neugegründete GP2-Serie zu Arden International. Lapierres beste Platzierung war Platz drei bei seinem Heimrennen in Magny-Cours. Mit 21 Punkten wurde Lapierre Elfter in der Gesamtwertung. Sein Teamkollege Heikki Kovalainen gewann den Vizemeistertitel der Serie. Danach war Lapierre in der A1GP-Saison 2005/2006 für das französische A1-Team aktiv. Zusammen mit Alexandre Prémat gewann er den Meistertitel der Serie. 2006 blieb Lapierre bei Arden International und bestritt seine zweite Saison in der GP2-Serie. Sein Teamkollege war der Deutsche Michael Ammermüller. Nachdem die Saison für Lapierre verheißungsvoll gestartet war, verletzte er sich bei einem Unfall in Monaco und musste für zwei Rennwochenenden pausieren. Am Saisonende belegte Lapierre Platz neun in der Gesamtwertung. Nach der Saison ging er erneut in der A1GP-Saison 2006/2007 an den Start. Die Titelverteidigung verlief nicht erfolgreich, allerdings reichten die Punkte für den vierten Gesamtrang. 2007 bestritt Lapierre seine dritte und bislang letzte Saison in der GP2-Serie. Lapierre wechselte zu DAMS, mit denen er schon in der A1-Grand Prix zusammengearbeitet hatte, und wurde Teamkollege von Kazuki Nakajima. Lapierre gewann zwei Rennen und beendete die Saison als Zwölfter in der Gesamtwertung. Außerdem nahm Lapierre am 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil.

SportwagenBearbeiten

In der A1GP-Saison 2007/2008 bestritt Lapierre zwei Rennen für das französische A1-Team. Sein Hauptengagement lag im Jahr 2008 jedoch für ORECA bei der Le Mans Series. Zusammen mit Olivier Panis fuhr er nun den Prototyp Courage-ORECA LC70, beendete jedoch lediglich das 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps auf dem Podium und in den Punkten. Lapierre verbleibt auch für die Saison 2009 bei ORECA, die während der Winterpause den Sportprototyp aerodynamisch komplett modifizierten. Jedoch verzögerte sich die Fertigstellung des nun ORECA 01 genannten Fahrzeugs bis zum 1000-km-Rennen von Spa. So musste Lapierre mit seinem Teamkollegen Panis den ersten Meisterschaftslauf in Spanien mit dem Vorjahreswagen antreten. Mit dem neuen Fahrzeug verbesserten sich die Ergebnisse den Teams über die Saison. Beim letzten Meisterschaftslauf in Silverstone konnte Lapierre seinen ersten Gesamtsieg einfahren. Beim nicht zur Meisterschaft zählenden 24-Stunden-Rennen von Le Mans wurden Panis und Lapierre von Soheil Ayari verstärkt und wurden auf dem fünften Gesamtrang abgewinkt. Im September fuhr Lapierre zusammen mit Panis und Romain Dumas für ORECA beim Petit Le Mans. Der ursprünglich auf 1000-Meilen angesetzte Lauf musste wegen starken Regens nach vier Stunden abgebrochen werden und Lapierre wurde auf dem fünften Platz und als bestplatzierter Wagen mit Benzinmotor gewertet. Zudem war er am Jahresende auch bei den beiden 500-km-Rennen der Asian Le Mans Series gemeldet. Mit seinem neuen Teamkollegen Loïc Duval konnte er beide Läufe auf dem Podium beenden, jedoch verfehlte das Team den Gesamtsieg in der Meisterschaft.

StatistikBearbeiten

KarrierestationenBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2007 Frankreich  Team ORECA Saleen S7R Frankreich  Stéphane Ortelli Frankreich  Soheil Ayari Rang 16
2009 Frankreich  Team ORECA Matmut AIM ORECA 01 Frankreich  Olivier Panis Frankreich  Soheil Ayari Rang 5
2010 Frankreich  Team ORECA Matmut Peugeot 908 HDi FAP Frankreich  Olivier Panis Frankreich  Loïc Duval Ausfall Motorschaden
2011 Frankreich  Team ORECA Matmut Peugeot 908 HDi FAP Frankreich  Olivier Panis Frankreich  Loïc Duval Rang 5
2012 Japan  Toyota Racing Toyota TS030 Osterreich  Alexander Wurz Japan  Kazuki Nakajima Ausfall Motorschaden
2013 Japan  Toyota Racing Toyota TS030 Osterreich  Alexander Wurz Japan  Kazuki Nakajima Rang 4
2014 Japan  Toyota Racing Toyota TS040 Hybrid Vereinigtes Konigreich  Anthony Davidson Schweiz  Sébastien Buemi Rang 3
2015 China Volksrepublik  KCMG Oreca 05 Vereinigtes Konigreich  Matthew Howson Vereinigtes Konigreich  Richard Bradley Rang 9 und Klassensieg
2016 Frankreich  Signatech Alpine Alpine A460 Vereinigte Staaten  Gustavo Menezes Monaco  Stéphane Richelmi Rang 5 und Klassensieg
2017 Japan  Toyota Gazoo Racing Toyota TS050 Hybrid Argentinien  José María López Japan  Yūji Kunimoto Ausfall Unfall
2018 Frankreich  Signatech Alpine Matmut Alpine A470 Brasilien  André Negrão Frankreich  Pierre Thiriet Rang 5 und Klassensieg
2019 Frankreich  Signatech Alpine Matmut Alpine A470 Brasilien  André Negrão Frankreich  Pierre Thiriet Rang 6 und Klassensieg

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2011 Frankreich  Team ORECA Matmut Peugeot 908 HDi FAP Frankreich  Olivier Panis Frankreich  Loïc Duval Gesamtsieg
2016 Vereinigte Staaten  DragonSpeed Oreca 05 Vereinigte Staaten  Henrik Hedman Frankreich  Nicolas Minassian Rang 4
2018 Vereinigte Staaten  Tequila Patron ESM OnRoak Nissan DPi Vereinigte Staaten  Johannes van Overbeek Brasilien  Luís Felipe Derani Gesamtsieg

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nicolas Lapierre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien