6-Stunden-Rennen von Fuji 2012

Sportwagenrennen
Der siegreiche Toyota TS030 Hybrid bei der Zielankunft
Der zweitplatzierte der Audi R18 e-tron quattro von André Lotterer, Benoît Tréluyer und Marcel Fässler beim Boxenstopp

Das 6-Stunden-Rennen von Fuji 2012, auch 6 Hours of Fuji, Fuji Speedway, fand am 14. Oktober auf dem Fuji Speedway statt und war der siebte Wertungslauf der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft dieses Jahres.

Vor dem RennenBearbeiten

Das Rennen auf dem Fuji Speedway war der vorletzte Wertungslauf der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2012. Die Weltmeisterschaftssaison begann im März mit dem 12-Stunden-Rennen von Sebring. Die Veranstaltung auf der traditionellen und unebenen Strecke in Sebring markierte den Beginn der neuen Sportwagen-Rennserie. Audi gelang mit den beiden Audi R18 TDI ein Doppelsieg. Allan McNish, Tom Kristensen und Rinaldo Capello gewannen vor den Teamkollegen Timo Bernhard, Romain Dumas und Loïc Duval. Beim folgenden 6-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gab es einen Audi-Dreifachsieg.

Auch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans endete mit einem Dreifacherfolg der Audis. In Le Mans debütierte der Toyota TS030 Hybrid, der in der Folge zum ebenbürtigen Konkurrenten der R18 TDI wurde. Nach dem Audi-Sieg im Silverstone gewann in São Paulo erstmals ein Toyota. Das letzte Rennen vor dem Weltmeisterschaftslauf in Fuji war das 6-Stunden-Rennen von Bahrain, das mit einem weiteren Audi-Doppelsieg zu Ende ging.

Das RennenBearbeiten

Für die Rennmannschaft von Toyota war Fuji das Heimrennen, dementsprechend hoch waren die Erfolgserwartungen an das Rennwochenende. Bereits im Training konnte Kazuki Nakajima diese erfüllen, als er im TS030 Hybrid mit der Nummer 7 in der Qualifikation in 1:27,499 Minuten die schnellste Zeit fuhr. Auch am Renntag erwies sich der Toyota als das schnellste Fahrzeug im Feld. Bis zur letzten Rennstunde fuhren Nakajima, Nicolas Lapierre und Alexander Wurz einen Vorsprung von 50 Sekunden auf den Audi von Lotterer, Tréluyer und Fässler heraus. Da der Toyota-Motor wieder mehr Treibstoff verbrauchte als die Dieselmotoren der Audi, war knapp vor Schluss ein letzter Tankstopp notwendig, der den Vorsprung des führenden Toyota auf wenige Sekunden schrumpfen ließ. Im Ziel hatte der siegreiche TS030 Hybrid 4 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Audi R18 e-tron quattro.

Die LMP2-Klasse gewannen John Martin, Tor Graves und Shinji Nakano im Oreca 03. In der GTE-Pro-Klasse siegten Richard Lietz und Marc Lieb im Porsche 997 GT3 RSR. Die Amateur-GT-Klasse endete mit dem Erfolg von Julien Canal, Patrick Bornhauser und Pedro Lamy im Chevrolet Corvette C6 ZR1.

ErgebnisseBearbeiten

SchlussklassementBearbeiten

Pos. Klasse Nr. Team Fahrer Fahrzeug Runden
1 LMP1 7 Japan  Toyota Racing Osterreich  Alexander Wurz
Frankreich  Nicolas Lapierre
Japan  Kazuki Nakajima
Toyota TS030 Hybrid 233
2 LMP1 1 Deutschland  Audi Sport Team Joest Deutschland  André Lotterer
Frankreich  Benoît Tréluyer
Schweiz  Marcel Fässler
Audi R18 e-tron quattro 233
3 LMP1 2 Deutschland  Audi Sport Team Joest Danemark  Tom Kristensen
Vereinigtes Konigreich  Allan McNish
Audi R18 e-tron quattro 233
4 LMP1 12 Schweiz  Rebellion Racing Frankreich  Nicolas Prost
Schweiz  Neel Jani
Lola B12/60 227
5 LMP1 22 Vereinigtes Konigreich  JRM Australien  David Brabham
Indien  Karun Chandhok
Vereinigtes Konigreich  Peter Dumbreck
HPD ARX-03a 226
6 LMP1 21 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis
Vereinigtes Konigreich  Danny Watts
Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane
HPD ARX-03a 226
7 LMP1 13 Schweiz  Rebellion Racing Italien  Andrea Belicchi
Schweiz  Harold Primat
Lola B12/60 225
8 LMP2 25 Vereinigtes Konigreich  ADR-Delta Australien  John Martin
Thailand  Tor Graves
Japan  Shinji Nakano
Oreca 03 220
9 LMP2 44 Vereinigte Staaten  Starworks Motorsport Venezuela  Vicente Potolicchio
Vereinigtes Konigreich  Ryan Dalziel
Frankreich  Stéphane Sarrazin
HPD ARX-03b 219
10 LMP2 24 Frankreich  OAK Racing Frankreich  Matthieu Lahaye
Frankreich  Olivier Pla
Frankreich  Jacques Nicolet
Morgan LMP2 219
11 LMP2 49 Argentinien  Pecom Racing Argentinien  Luís Pérez Companc
Deutschland  Pierre Kaffer
Frankreich  Nicolas Minassian
Oreca 03 216
12 LMP2 32 Deutschland  Lotus Italien  Vitantonio Liuzzi
Vereinigte Staaten  Kevin Weeda
Vereinigtes Konigreich  James Rossiter
Lola B12/80 177
13 LMP2 29 Vereinigte Arabische Emirate  Gulf Racing Middle East Schweiz  Jean-Denis Delétraz
Japan  Keiko Ihara
Frankreich  Fabien Giroix
Lola B12/80 214
14 LMP2 41 Vereinigtes Konigreich  Greaves Motorsport Deutschland  Christian Zugel
Mexiko  Ricardo González
Vereinigte Staaten  Elton Julian
Zytek Z11SN 212
15 LMP2 23 Frankreich  Signatech Nissan Frankreich  Jordan Tresson
Frankreich  Franck Mailleux
Frankreich  Olivier Lombard
Oreca 03 211
16 LMP1 15 Frankreich  Oak Racing Belgien  Bertrand Baguette
Osterreich  Dominik Kraihamer
Japan  Takuma Satō
OAK Pescarolo 01 210
17 GTE Pro 77 Deutschland  Team Felbermayr-Proton Osterreich  Richard Lietz
Deutschland  Marc Lieb
Porsche 997 GT3 RSR 207
18 GTE Pro 51 Italien  AF Corse Italien  Giancarlo Fisichella
Italien  Gianmaria Bruni
Ferrari 458 Italia 206
19 GTE Pro 97 Vereinigtes Konigreich  Aston Martin Racing Deutschland  Stefan Mücke
Vereinigtes Konigreich  Darren Turner
Aston Martin Vantage V8 206
20 GTE Pro 71 Italien  AF Corse Italien  Andrea Bertolini
Monaco  Olivier Beretta
Ferrari 458 Italia 206
21 GTE Am 50 Frankreich  Larbre Compétition Frankreich  Julien Canal
Frankreich  Patrick Bornhauser
Portugal  Pedro Lamy
Chevrolet Corvette C6 ZR1 204
22 GTE Am 57 Vereinigte Staaten  Krohn Racing Vereinigte Staaten  Tracy Krohn
Schweden  Niclas Jönsson
Italien  Michele Rugolo
Ferrari 458 Italia 203
23 GTE Am 88 Deutschland  Team Felbermayr-Proton Deutschland  Christian Ried
Italien  Gianluca Roda
Italien  Paolo Ruberti
Porsche 997 GT3 RSR 202
24 GTE Am 70 Frankreich  Larbre Compétition Frankreich  Christophe Bourret
Frankreich  Jean-Philippe Belloc
Frankreich  Pascal Gibon
Chevrolet Corvette C6 ZR1 199
25 GTE Am 55 Vereinigtes Konigreich  JWA-Avila Japan  Kenji Kobayashi
Schweiz  Joël Camathias
Vereinigtes Konigreich  Paul Daniels
Porsche 997 GT3 RSR 196
Disqualifiziert
26 LMP2 26 Frankreich  Signatech Nissan Frankreich  Pierre Ragues
Frankreich  Nelson Panciatici
Russland  Roman Rusinov
Oreca 03 213
Ausgefallen
27 LMP2 31 Deutschland  Lotus Deutschland  Thomas Holzer
Deutschland  Mirco Schultis
Lola B12/80 139

Nur in der MeldelisteBearbeiten

Zu diesem Rennen sind keine weiteren Meldungen bekannt.

KlassensiegerBearbeiten

Klasse Fahrer Fahrer Fahrer Fahrzeug Platzierung im Gesamtklassement
LMP1 Osterreich  Alexander Wurz Frankreich  Nicolas Lapierre Japan  Kazuki Nakajima Toyota TS030 Hybrid Gesamtsieg
LMP2 Australien  John Martin Thailand  Tor Graves Japan  Shinji Nakano Oreca 03 Rang 8
GTE Pro Deutschland  Marc Lieb Osterreich  Richard Lietz Porsche 997 GT3 RSR Rang 17
GTE Am Frankreich  Patrick Bornhauser Frankreich  Julien Canal Portugal  Pedro Lamy Chevrolet Corvette C6-ZR1 Rang 21

RenndatenBearbeiten

  • Gemeldet: 27
  • Gestartet: 27
  • Gewertet: 25
  • Rennklassen: 4
  • Zuschauer: 32000
  • Wetter am Renntag: trocken
  • Streckenlänge: 4,563 km
  • Fahrzeit des Siegerteams: 6:00:42,920 Stunden
  • Gesamtrunden des Siegerteams: 233
  • Gesamtdistanz des Siegerteams: 1063,170 km
  • Siegerschnitt: 176,800 km/h
  • Pole Position: Kazuki Nakajima – Toyota TS030 Hybrid (#7) – 1:27,499 = 187,700 km/h
  • Schnellste Rennrunde: Kazuki Nakajima – Toyota TS030 Hybrid (#7) – 1:28,088 = 186,600 km/h
  • Rennserie: 7. Lauf zum FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2012

WeblinksBearbeiten

 Commons: 6-Stunden-Rennen von Fuji – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgängerrennen
6-Stunden-Rennen von Bahrain 2012
FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft Nachfolgerennen
6-Stunden-Rennen von Shanghai 2012