Jonny Kane

Britischer Autorennfahrer
Jonny Kane (links stehend) in der Embassy-Racing-Box beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2008
Jonny Kane im HPD ARX-03ac 2013 ebenfalls in Le Mans

Jonny Kane (* 14. Mai 1973 in Comber) ist ein britischer Autorennfahrer.

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Der Nordire Jonny Kane begann seine Karriere nach Anfängen im Kartsport 1991 in der Formel Vauxhall. Im selben Jahr[1] und in der folgenden Saison[2] gewann er die Gesamtwertung der irischen Formel-Ford-Meisterschaft. Bis zum Ablauf der Rennsaison 1996 blieb Kane in Serien dieser beiden Rennformeln erfolgreich. Er sicherte sich 1994 den Gesamtsieg in der europäischen Formel-Ford-Meisterschaft[3] und 1995 den der Formel Vauxhall. Dabei war er bei Paul Stewart Racing Teamkollege von Juan Pablo Montoya, der die Meisterschaft als Gesamtdritter beendete[4].

1996 folgte der Wechsel in die Formel 3. Auch bei Rennen dieser Rennformel war er erfolgreich. 1997 wurde er britischer Formel-3-Meister. Nach einigen Rennen in der internationalen Formel-3-Meisterschaft 1998 und zwei Saisons bei den Indy Lights wechselte Kane 2001 in den GT- und Sportwagensport.

Kane erhielt einen Werkvertrag bei MG und blieb zwei Jahre bei der Rennmannschaft des britischen Automobilherstellers. Der MG-Lola EX257 war ein schnelles aber defektanfälliges Rennfahrzeug. Bei beiden Renneinsätzen beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans schied Kane nach technischen Defekt aus. 2001 fehlte der Öldruck; 2002 gab es einen Getriebeschaden. Auf die beiden Jahre bei Spyker Cars folgte 2008 die Teilnahme am Embassy-Racing-Projekt mit dem Embassy WF01.

Ab 2010 war Kane Teammitglied bei Strakka Racing. Es folgte die bisher erfolgreichste Phase seiner Sportwagenzeit. Le Mans Series 2010 gewann er mit dem HPD ARX-01c und den Partnern Nick Leventis und Danny Watts das zur European Le Mans Series zählende 1000-km-Rennen auf dem Hungaroring. Damit gewann ein LMP2-Prototyp gegen die Konkurrenz der LMP1-Wagen[5]. Im selben Jahr erreichte er mit dem fünften Endrag seine bisher beste Platzierung im Schlussklassement von Le Mans. Die beste Platzierung beim 12-Stunden-Rennen von Sebring war der sechste Endrang 2003.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2001 Vereinigtes Konigreich  MG Sport & Racing Ltd. MG-Lola EX257 Vereinigtes Konigreich  Anthony Reid Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes Ausfall kein Öldruck
2002 Vereinigtes Konigreich  MG Sport & Racing Ltd. MG-Lola EX257 Vereinigtes Konigreich  Anthony Reid Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes Ausfall Getriebeschaden
2006 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Niederlande  Jeroen Bleekemolen Niederlande  Mike Hezemans Ausfall Motorschaden
2007 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Tschechien  Jaroslav Janiš Niederlande  Mike Hezemans Ausfall Motorschaden
2008 Vereinigtes Konigreich  Embassy Racing Embassy WF01 Vereinigtes Konigreich  Joey Foster Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes Ausfall Unfall
2009 Schweiz  Speedy Racing Team Lola B08/80 Schweiz  Benjamin Leuenberger Frankreich  Xavier Pompidou Rang 12
2010 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing HPD ARX-01c Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Rang 5 und Klassensieg
2011 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing HPD ARX-01d Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Ausfall Unfall
2012 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing HPD ARX-03a Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Rang 30
2013 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing HPD ARX-03ac Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Rang 6
2015 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing Strakka-Dome S103 Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Ausfall Kühlerschaden
2016 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing Gibson 015S Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Rang 8

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2002 Vereinigte Staaten  KnightHawk Racing LLC MG-Lola EX257 Vereinigte Staaten  Steve Knight Vereinigte Staaten  Andy Lally Rang 26
2003 Vereinigtes Konigreich  Audi Sport UK Audi R8 Vereinigtes Konigreich  Perry McCarthy Finnland  Mika Salo Rang 6
2005 Vereinigtes Konigreich  Team LNT Magic TVR T400R Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes Vereinigtes Konigreich  Lawrence Tomlinson Ausfall Motorschaden
2012 Vereinigtes Konigreich  Strakka Racing HPD ARX-03a Vereinigtes Konigreich  Nick Leventis Vereinigtes Konigreich  Danny Watts Rang 10

WeblinksBearbeiten

 Commons: Jonny Kane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Irische Formel-Ford-Meisterschaft 1991
  2. Irische Formel-Ford-Meisterschaft 1992
  3. Europäische Formel-Ford-Meisterschaft 1994
  4. Europäische Formel-Vauxhall-Meisterschaft 1995
  5. 1000-km-Rennen am Hungaroring 2010