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Mike Hezemans

Niederländischer Rennfahrer

FamilieBearbeiten

Mike Hezemans repräsentiert bereits die dritte Generation der Rennfahrer-Familie Hezemans. Sein Großvater Mathieu war in den 1950er-Jahren aktiv und der erste Fahrer der Familie, der beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start war. 1956 fuhr er gemeinsam mit seinem Landsmann Carel Godin de Beaufort einen von Wolfgang Seidel gemeldeten Porsche 550/4 Spyder. Sein Vater Antoine, genannt Toine, war zweimal Tourenwagen-Europameister und gewann 1971 die Targa Florio. Auch sein jüngerer Bruder Loris ergriff den Beruf eines Profi-Rennfahrers.

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Mike Hezemans begann seine Karriere im Kartsport und wechselte Anfang der 1990er-Jahre in die GT-Szene. Erste Erfolge feierte er im Porsche Supercup, den er 1993 als Gesamtsechster beendete.[1] Im selben Jahr wurde er Fünfter im Porsche Carrera Cup Deutschland.[2]

Zwei Jahre davor war er bei seinem ersten Einsatz bei einem klassischen Sportwagenrennen gleich aufs Podium gefahren. Das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 1991 beendete er als Gesamtdritter; Teampartner im Porsche 911 Carrera 2 waren Jeroen Hin und Wolfgang Land.[3] 1997 erhielt er einen Vertrag bei GT1 Lotus Racing für Einsätze in der FIA-GT-Meisterschaft. Allerdings war der Lotus Elise GT1 wenig konkurrenzfähig. 1998 versuchte er es daher mit einer eigenen Meldung. Der von ihm erworbene Elise GT1 wurde bei Bitter im deutschen Ennepetal überarbeitet und von Hezemans als Bitter GT1 eingesetzt.[4] Mit dem Wagen waren keine Erfolge zu erzielen. Hezemans wechselte daher zur Halbzeit der Saison zu Roock Racing und fuhr dort einen Porsche 911 G2.

Erfolge stellten sich im Jahr 2000 mit der Chrysler Viper GTS-R von Carsport Holland ein. Hinter den Gesamtsiegern Julian Bailey und Jamie Campbell-Walter im Lister Storm GTS beendete er die Meisterschaft als Gesamtdritter.[5] Auch 2001 erreichte er diese Position im Schlussklassement.[6] 2008 und 2009 wurde er jeweils Vizemeister dieser Meisterschaft. Seine bisher letzte vollständige Rennsaison war die Blancpain Endurance Series 2012.

Seine beste Platzierung beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans war der 13. Endrang 2000. In Sebring war er 1999 Gesamtsechzehnter.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1997 Vereinigtes Konigreich  GT1 Lotus Racing Lotus Elise GT1 Niederlande  Jan Lammers Deutschland  Alexander Grau Ausfall Ölpumpe
2000 Niederlande  Carsport Holland Chrysler Viper GTS-R Niederlande  David Hart Niederlande  Hans Hugenholtz Rang 13
2002 Niederlande  Carsport Holland Chrysler Viper GTS-R Italien  Gabriele Matteuzzi Belgien  Anthony Kumpen Ausfall Unfall
2003 Niederlande  Carsport Holland Pagani Zonda GR Niederlande  David Hart Belgien  Anthony Kumpen Ausfall Getriebeschaden
2004 Niederlande  Barron Connor Racing Ferrari 575 GTC Schweiz  Jean-Denis Delétraz Frankreich  Ange Barde Ausfall Elektrik
2006 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Niederlande  Jeroen Bleekemolen Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane Ausfall Motorschaden
2007 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Tschechien  Jaroslav Janiš Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane Ausfall Motorschaden
2008 Russland  IPB Spartak Racing Lamborghini Murciélago R-GT Niederlande  Peter Kox Russland  Roman Russinow nicht klassiert

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1999 Deutschland  Konrad Motorsport Porsche 911 GT2 Vereinigte Staaten  Charles Slater Vereinigte Staaten  Peter Kitchak Rang 16
2002 Niederlande  Team Carsport Holland Chrysler Viper GTS-R Belgien  Anthony Kumpen Italien  Luca Cappellari Ausfall Getriebeschaden
2003 Vereinigte Staaten  Carsport America Pagani Zonda GR Belgien  Anthony Kumpen Ausfall Motorschaden
2004 Vereinigte Staaten  Barron Connor Racing Ferrari 575 Maranello GTC Schweiz  Jean-Denis Delétraz Frankreich  Ange Barde Ausfall Aufhängung
2006 Niederlande  Spyker Squadron Spyker C8 Spyder Niederlande  Jeroen Bleekemolen Rang 17

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten