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Eindhoven

Gemeinde in der niederländischen Provinz Nordbrabant
Gemeinde Eindhoven
Flagge der Gemeinde Eindhoven
Flagge
Wappen der Gemeinde Eindhoven
Wappen
Provinz Nordbrabant Nordbrabant
Bürgermeister John Jorritsma (VVD)
Sitz der Gemeinde Eindhoven
Fläche
 – Land
 – Wasser
88,92 km2
87,66 km2
1,26 km2
CBS-Code 0772
Einwohner 231.584 (31. Jan. 2019[1])
Bevölkerungsdichte 2604 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 26′ N, 5° 29′ OKoordinaten: 51° 26′ N, 5° 29′ O
Höhe 18 m NAP
Bedeutender Verkehrsweg A2 E25 A50 A58 E312 A67 E34 A270 N2 N69 N270
Vorwahl 040
Postleitzahlen 5502, 5601–5606, 5611–5617, 5621–5629, 5631–5633, 5641–5647, 5651–5658
Website Homepage von Eindhoven
LocatieEindhoven.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte
Blick auf die Stadt Eindhoven
Blick auf die Stadt EindhovenVorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Bild1
Alte Ansicht von Eindhoven
Zentrum

Eindhoven ([ˈɛintˌɦoːvə(n)], Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine Gemeinde in der Provinz Nordbrabant im Süden der Niederlande. Sie liegt auf einer Höhe von 18 m NAP.

Inhaltsverzeichnis

StadtteileBearbeiten

Eindhoven besteht aus sieben Bezirken:

  1. Centrum
  2. Stratum
  3. Tongelre
  4. Woensel-Zuid
  5. Woensel-Noord
  6. Strijp
  7. Gestel

GeschichteBearbeiten

Eindhoven wurde auf einem etwas erhöhten Gebiet am Zusammenfluss der Flüsse Dommel und Gender an einem Handelsweg von Holland nach Lüttich gegründet und erhielt bereits 1232 Stadt- und Marktrechte durch den Herzogen Heinrich I. von Brabant, blieb jedoch in den ersten Jahrhunderten recht unbedeutend.

Um 1388 wurden die Verteidigungsanlagen der Stadt weiter ausgebaut und zwischen 1413 und 1420 wurde ein neues Schloss innerhalb der Stadtmauern errichtet. 1486 wurde Eindhoven geplündert und niedergebrannt. Der Wiederaufbau und der Bau eines neuen Schlosses dauerten bis 1502. Doch bereits 1543 fiel Eindhoven erneut: Die Verteidigungsanlagen waren wegen der herrschenden Armut nicht instand gehalten worden.

Ein großes Feuer zerstörte 1554 rund drei Viertel der Häuser. Diese wurden jedoch mit Unterstützung von Wilhelm von Oranien bereits 1560 wieder aufgebaut.

Die heutige Stadt Eindhoven entstand durch das Zusammenwachsen der Kirchspiele Eindhoven, Woensel, Strijp, Tongelre, Gestel und Stratum als Folge der industriellen Entwicklung um 1900, als die Glühlampenfabrik Philips immer mehr Arbeitnehmer anzog. Später trug auch DAF (Automobile) zur Expansion der Stadt bei.

 
Angriff der Royal Air Force auf die Philipswerke (6. Dezember 1942)
 
Stratumseind im September 1944

Während des Zweiten Weltkrieges war die Stadt ein wichtiges Ziel während der Operation Market Garden. Auch wegen der Philips-Röhrenwerke wurde die Stadt angegriffen.[2] Schwere Bombardierungen der Westalliierten zerstörten große Teile der Stadt. Beim Wiederaufbau wurden nur sehr wenige historische Gebäude erhalten. Ein Beispiel für die moderne Architektur Eindhovens ist das 1966 als Museum errichtete Evoluon, jetzt Konferenzgebäude und nicht mehr zu besichtigen.

Heute ist Eindhoven mit etwas mehr als 200.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Niederlande und gilt als Technologiezentrum im Süden des Landes. Durch die Studentinnen und Studenten der Technischen Universität Eindhoven und durch einige höhere Schulen hat Eindhoven einen relativ niedrigen Altersdurchschnitt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

BildungBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

 
Philips Lichttoren mit Lampenmaakstertje

Eindhoven ist der wichtigste Produktions- und Forschungsstandort der Firma Philips. Das ehemalige Tochterunternehmen NXP Semiconductors hat hier seinen Hauptsitz. UPS betreibt ein großes Logistikzentrum. Zu den größten in Eindhoven ansässigen Arbeitgebern gehört auch die Fachhochschule Fontys. OTB Solar B.V. fertigt hier Produktionsanlagen für Solarzellen. Weiterhin ist der LKW-Hersteller DAF in Eindhoven ansässig. Die Firma ASML ist im Vorort Veldhoven ansässig.

Seit Mai 2001 befindet sich in der Stadt die Europa-Niederlassung des japanischen Unternehmens Kanefusa, Asiens führendem Hersteller von Werkzeugen für die Holzbearbeitung.

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof
 
Eingang zum Fahrradabstellplatz im Zentrum

SchienenverkehrBearbeiten

Die Stadt Eindhoven ist ein zentraler Eisenbahnknotenpunkt in den Niederlanden. Hier bündeln sich die Strecken aus dem Norden und Süden des Landes. Am Bahnhof Eindhoven verkehrt nationaler Regional- und Fernverkehr. Städte wie Den Haag, Rotterdam, Amsterdam, Utrecht und Maastricht sind mit dem Zug von Eindhoven aus direkt erreichbar.

StraßenverkehrBearbeiten

Insgesamt führen fünf Autobahnen durch Eindhoven. Auch im niederländischen Autobahnnetz bündeln sich hier Strecken aus sowohl dem Norden und Süden als auch aus dem Westen des Landes. Weiterhin liegt Eindhoven direkt an der wichtigen E34.

BusverkehrBearbeiten

Den städtischen Busverkehr betreibt das Busunternehmen Hermes.

FlugverkehrBearbeiten

Eindhoven verfügt über einen Flughafen, den Eindhoven Airport (IATA-CODE: EIN). Er ist sowohl Transport- als auch Militärflugplatz der niederländischen Luftwaffe und der größte Regionalflughafen der Niederlande.

PolitikBearbeiten

Die konservativ-liberale VVD konnte die letzte Kommunalwahl im Jahre 2018 mit knapper Mehrheit für sich entscheiden. In der Legislaturperiode von 2018 bis 2022 formt diese eine Koalition mit der CDA, GroenLinks und der PvdA.

GemeinderatBearbeiten

Kommunalwahl am 21. März 2018[3]
Wahlbeteiligung: 46,38 %
 %
20
10
0
14,8
14,5
12,3
11,7
11,5
8,0
5,6
4,0
3,9
13,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+1,4
+6,9
-3,7
-3,1
+3,4
-6,4
-4,1
+0,2
+3,9
+1,6
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g Ouderen Appèl Eindhoven
j DENK 3,5 % (+3,5 %), Leefbaar Eindhoven 2,8 % (–1,2 %), ChristenUnie 2,4 % (+0,4 %), Brede Beweging LinksOm 1,9 % (+1,9 %), Forum 0veertig 1,2 % (+1,2 %), Stratums Belang 1,2 % (+1,2 %), Partij van de Toekomst 0,9 % (+0,3 %), Lijst Leenders 0,0 % (–1,5 %), Teleurgestelde Burgers 0,0 % (–1,5 %), Samen Eindhoven 0,0 % (–1,1 %), EenHeid Partij 0,0 % (–0,8 %), Ouderen Politiek Actief 0,0 % (–0,7 %), De Groenen 0,0 % (–0,1 %)

Der Gemeinderat wird seit 1982 folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[3]a
1982 1986 1990 1994 1998 2002 2006 2010 2014 2018
VVD 8 6 5 5 7 6 6 8 6 7
GroenLinks 3 3 4 3 3 4 4 7
PvdA 9 14 10 6 9 9 14 10 8 6
D66 2 2 5 6 2 3 1 6 7 6
CDA 17 16 15 8 8 9 7 6 4 6
SP 0 0 1 1 4 3 6 4 7 4
Ouderen Appèl Eindhovenb 5 3 2 2 3 5 2
LPF 1 2 1 2
50PLUS 2
DENK 1
Leefbaar Eindhoven 9 3 1 2 1
ChristenUnie 0 1 0 1 1
TROTS 1
De Stadspartij 2 1 1 0
Centrumdemocraten 2
Eindhoven Met Stip 2
Eindhoven OPEN Stad 1
PSP 2 1
PPR 1
CPN 0
Gesamt 39 39 39 39 39 45 45 45 45 45
Anmerkungen
a Parteien, die zwar an der Wahl teilgenommen hatten, aber keinen Ratssitz erlangen konnten, werden nicht berücksichtigt.
b Der Ouderen Appèl Eindhoven kandidierte bis einschließlich 1998 als Algemeen Ouderen Verbond.

College van B&WBearbeiten

Die Koalitionsparteien GroenLinks und VVD stellen dem College van burgemeester en wethouders zwei Beigeordnete bereit, während die CDA und der PvdA durch jeweils einen Beigeordneten vertreten werden. Folgende Personen gehören zum Kollegium und sind in folgenden Bereichen zuständig[4]:

Funktion Name Partei Ressort Anmerkung
Bürgermeister John Jorritsma VVD integrale Sicherheit, externe Beziehungen, Repräsentation, Verwaltungsunterstützung, internationale Beziehungen und Akquisition, internationale Angelegenheiten und Akquisition seit dem 13. September 2016 im Amt[5]
Beigeordnete Marcel Oosterveer VVD Finanzen, kulturelle Immobilien, Schwierigkeit und Beruf, Personal und Organisation inklusive Geschäftsführung, Arhi-Verfahren Nuenen, Umweltgesetz, Dienstleistung, Überwachung, globale Bewusstwerdung
Monique List-de Roos VVD Innenstadtswirtschaft und Koordination der Innenstadt, Kultur und Design, Stadtmarketing, Genehmigungen, Erreichbarkeit und Mobilität, Koordination regionaler Zusammenarbeit
Renate Richters GroenLinks soziale Fürsorge und Unterstützung, Armut und Schulden, Jugendhilfe, Einbürgerung, Wohl und Gesundheit
Jan van der Meer GroenLinks Klima, Grün, erdgasfreie Bezirke, Kulturgeschichte, Koordination Nachhaltigkeit, Wasser, Kreislaufwirtschaft, Energie, öffentlicher Raum, Tierwohl
Yasin Torunoglu PvdA räumliche Entwicklung, Grund und Immobilien, Wohnen und Bezirke, Arbeit und Einkommen, Partizipationsgesetz, Bürgerpartizipation, Vielfalt
Stijn Steenbakkers CDA Wirtschaft und Niederlassungsklima, Bildung, Teilnahmen, Kooperationsgemeinschaft Brainport, Innovation und Digitalisierung, Arbeitsmarkt, Sport
Gemeindesekretärin Aline Zwierstra seit Oktober 2018 im Amt

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

SportBearbeiten

SonstigesBearbeiten

  • Holland Casino unterhält eine Filiale in der Stadt.
  • Das rege Nachtleben der Stadt ist in der Umgebung der Straße Stratumsedijk konzentriert.
  • In der Stadt befindet sich eine Außenstelle der Bundeswehrverwaltungsstelle Niederlande.[6]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Eindhoven – Sammlung von Bildern
  Wikivoyage: Eindhoven – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand. In: StatLine. Centraal Bureau voor de Statistiek (niederländisch)
  2. Damals gab es noch keine Transistoren; Elektronenröhren waren essentielle Bauteile für Verstärker, Funkgeräte, Radargeräte und Radios. Film zum 'Eindhoven Raid' der Royal Air Force bei YouTube
  3. a b Ergebnisse der Kommunalwahlen: 1982–2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 3. Januar 2019 (niederländisch)
  4. College van burgemeester en wethouders. In: eindhoven.nl. Gemeente Eindhoven, abgerufen am 3. Januar 2019 (niederländisch)
  5. Jorritsma in Eindhoven 13 september geïnstalleerd in extra raad. In: Eindhovens Dagblad. Wegener, 8. September 2016, abgerufen am 3. Januar 2019 (niederländisch).
  6. Bundeswehrverwaltungsstellen im Ausland auf www.iud.bundeswehr.de