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Ricardo González (Rennfahrer)

mexikanischer Automobilrennfahrer

KarriereBearbeiten

González begann seine Motorsportkarriere 1990 im Kartsport, in dem er bis 1996 aktiv blieb. 1994, 1995 und 1997 fuhr er in der mexikanischen Formel-3-Meisterschaft. Von 1998 bis 2000 startete er in der panamerikanischen Indy Lights.

2001 wechselte González nach Europa und ging in der einmalig ausgetragenen Formel Chrysler Euroseries an den Start. Zusammen mit seinem älteren Bruder Roberto trat er für Alpie Motorsport an. Während Roberto Gesamtzweiter wurde, erreichte Ricardo den vierten Platz. Mit 55 zu 106 Punkten unterlag er seinem Bruder teamintern. 2003 nahm González für Vergani Racing an einzelnen Rennen der World Series by Nissan teil.

Nach einer siebenjährigen Pause kehrte González 2010 in den Motorsport zurück und startete in der American Le Mans Series (ALMS). Für Car Amigo AJR trat er zunächst zu vier Rennen in der GTC-Klasse an. Anschließend wechselte er für die letzten vier Rennen zusammen mit seinem Teamkollegen Luis Díaz zu PR1/Mathiasen Motorsports in die LMPC-Klasse. 2011 blieb González in der ALMS. Zusammen mit Gunnar Jeannette fuhr er für Core Autosport in der LMPC-Klasse. Die Beiden gewannen die Wertung bei zwei Rennen und entschieden die LMPC-Gesamtwertung am Saisonende für sich.

2012 wechselte González zu Greaves Motorsport in die neugegründete FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Er bildete ein Fahrertrio mit Elton Julian und Christian Zugel. Bei einem Rennen setzte González aus und ließ sich durch seinen Bruder Roberto vertreten. Er belegte den 27. Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Darüber hinaus trat er 2012 zu vier ALMS-Rennen an. Einmal für Core Autosport in der LMPC-Klasse und dreimal für Level 5 Motorsports in der P2-Klasse. 2013 erhielt González ein Cockpit bei OAK Racing in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft und ging zusammen mit Bertrand Baguette und Martin Plowman an den Start. Die drei Fahrer gewannen zweimal, unter anderem beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die LMP2-Wertung und beendeten die Saison auf dem zehnten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Darüber hinaus nahm González 2013 für Level 5 Motorsports an einem ALMS-Rennen teil.

2014 wechselte González zu ART Grand Prix in die European Le Mans Series (ELMS) und wurde Siebter in der GTC-Wertung. Darüber hinaus absolvierte er für Extreme Speed Motorsports einen Gaststart beim 6-Stunden-Rennen von Shanghai. 2015 kehrte González in die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft zurück. Er trat für das von OAK Racing betreute Team G-Drive Racing an.[1] Zusammen mit seinen Teamkollegen Pipo Derani und Gustavo Yacamán gewann er einmal die LMP2-Wertung. Das Trio lag am Saisonende auf dem 13. Platz der Fahrerweltmeisterschaft.

PersönlichesBearbeiten

Sein Vater Roberto González sr. und sein Bruder Roberto González jr. sind ebenfalls Automobilrennfahrer.

StatistikBearbeiten

KarrierestationenBearbeiten

  • 2012: ALMS, LMPC (Platz 25)
  • 2013: WEC (Platz 10)
  • 2013: ALMS, LMP2 (Platz 13)
  • 2014: ELMS, GTC (Platz 7)
  • 2015: WEC (Platz 13)

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-WeltmeisterschaftBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 Punkte Rang
2012 Greaves Motorsport Zytek Z11SN Nissan Vereinigte Staaten  SEB Belgien  SPA Frankreich  LMS Vereinigtes Konigreich  SIL Brasilien  SAO Bahrain  BRN Japan  FUJ China Volksrepublik  SHA 10,5 27.
7 12 10 17   12 14 15
2013 OAK Racing Morgan Nissan Vereinigtes Konigreich  SIL Belgien  SPA Frankreich  LMS Brasilien  SAO Vereinigte Staaten  AUS Japan  FUJ China Volksrepublik  SHA Bahrain  BRN 10,5 10.
10 11 7 5 11 4 7 6
2015 G-Drive Racing Ligier JS P2 Nissan Vereinigtes Konigreich  SIL Belgien  SPA Frankreich  LMS Deutschland  NÜR Vereinigte Staaten  AUS Japan  FUJ China Volksrepublik  SHA Bahrain  BRN 19,5 13.
7 10 12 9 7 11 DNF 9

(Legende)

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2012 Vereinigtes Konigreich  Greaves Motorsport Zytek Z11SN Deutschland  Christian Zugel Vereinigte Staaten  Elton Julian Rang 12
2013 Frankreich  OAK Racing Morgan LMP2 Belgien  Bertrand Baguette Vereinigtes Konigreich  Martin Plowman Rang 7 und Klassensieg
2015 Russland  G-Drive Racing Ligier JS P2 Kolumbien  Gustavo Yacamán Brasilien  Luís Felipe Derani Rang 12
2016 Mexiko  RGR Sport by Morand Ligier JS P2 Portugal  Filipe Albuquerque Brasilien  Bruno Senna Rang 15

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
2010 Vereinigte Staaten  Alex Job Racing Porsche 997 GT3 Cup Mexiko  Luis Díaz Vereinigte Staaten  Patrick Kelly Rang 19
2011 Vereinigte Staaten  Core Autosport Oreca FLM09 Vereinigte Staaten  Gunnar Jeannette Mexiko  Rudy Junco Rang 18
2012 Vereinigtes Konigreich  Greaves Motorsport Zytek Z11SN Deutschland  Christian Zugel Vereinigte Staaten  Elton Julian Rang 9

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tony DiZinno: G-Drive Confirms Two Cars, Engine, Lineups. sportscar365.com, 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Februar 2015 (englisch).