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Ludogorez Rasgrad

bulgarischer Fußballverein
(Weitergeleitet von Ludogorets Razgrad)

Der PFK Ludogorez Rasgrad (bulgarisch ПФК Лудогорец Разград) ist ein bulgarischer Fußballverein aus der nordostbulgarischen Stadt Rasgrad, der seit 2011 erstmals in der A Grupa spielt, der obersten Spielklasse des Landes.

Ludogorez Rasgrad
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Basisdaten
Name Професионален футболен клуб Лудогорец Разград
PFC Ludogorez Rasgrad
Sitz Rasgrad, Bulgarien
Gründung 2001
Präsident Kyril Domustschiew
Vorstand Aleksandar Aleksandrow
Website ludogorets.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Paulo Autuori
Spielstätte Arena Ludogorez
Plätze 8.808
Liga A Grupa
2018/19 1. Platz (Meister)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Club wurde im 2001 gegründet. In der Saison 2010/11 kaufte der bulgarische Pharma-Unternehmer und Oligarch Kyril Domustschiew den Klub.[1] Mit seiner finanziellen Hilfe wurde eine neue Mannschaft zur Winterpause dazugekauft. Am Ende der Saison belegte der Club in der Ostgruppe der zweiten Liga (B Grupa) den ersten Platz und stieg in die erste Liga auf, direkt nach dem Aufstieg wurde die Mannschaft bulgarischer Meister. Dieser Erfolg wurde in den fünf folgenden Spielzeiten wiederholt.

Spielstätte ist die Arena Ludogorez, die 8.008 Zuschauern Platz bietet.[2]

Inhaltsverzeichnis

Der sportliche Aufstieg von LudogorezBearbeiten

Ludogorez avancierte nach seinem Aufstieg zu einem der führenden Clubs Bulgariens.

In der zweiten Qualifikationsrunde der Saison 2012/13 traf Ludogorez auf den kroatischen Teilnehmer Dinamo Zagreb. Das erste Spiel in Rasgrad endete 1:1, während der Verein das Rückspiel mit 3:2 verlor und damit sein Debüt in Europa früh beendete.

Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2012/13 qualifizierte sich das Team für die zweite Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2013/14. Dort verlor es auswärts gegen den slowakischen Meister ŠK Slovan Bratislava, setzte sich jedoch im Rückspiel mit 3:0 durch. In der folgenden Runde gewann Ludogorez gegen FK Partizan Belgrad beide Spiele, 2:1 im Hinspiel und 1:0 im Rückspiel. Da der Verein in der nächsten Runde dem FC Basel unterlag, trat er in der UEFA Europa League an.

In seinem Debüt in der Gruppenphase der UEFA Europa League 2013/14 gegen PSV Eindhoven gewann Ludogorez in Eindhoven mit 2:0. Ludogorez gewann auch das folgende Heimspiel gegen Dinamo Zagreb mit 3:0.[3] Am nächsten Spieltag feierte der bulgarische Meister gegen das ukrainische Team Tschornomorez Odessa den dritten Sieg im dritten Spiel.[4]

Ludogorez Rasgrad erlangte im ersten Spiel des Sechzehntelfinales der UEFA Europa League 2013/14 einen Auswärtssieg gegen Lazio Rom. Damit war der Verein neben dem FC Salzburg und FC Valencia das einzige Team in dieser Spielzeit, das mit vier Partien alle Auswärtsspiele gewonnen hatte.[5]

Im Rückspiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion am 27. Februar 2014 feierte Ludogorez nach einem 3:3-Unentschieden gegen Lazio Rom den Einzug in das Achtelfinale der Europa League.[6] Das Spiel besuchten über 20.000 Zuschauer aus ganz Bulgarien, es begann mit einem Gegentor durch Keita Baldé – dem zweitschnellsten Tor in der Europa-League-Historie, bereits nach 16 Sekunden Spielzeit. Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Lazio mit 2:0 in Führung. Das Team von Ludogorez kam mit einem Tor des Stürmers Roman Bezjak, der mit sechs Toren zum 27. Februar 2014 zweitbester Torschütze im Wettbewerb war, wieder in das Spiel zurück. Zehn Minuten später gelang durch einen Weitschuss von Christo Slatinski aus 25 Metern der Ausgleich. Das Spiel war hart umkämpft und Lazio konnte kurzzeitig wieder in Führung gehen. Dank eines Treffers von Juninho Quixadá zwei Minuten vor Spielende sicherte sich der PFK Ludogorez Razgrad den Einzug in das Achtelfinale der UEFA Europa League – mit einem knappen 4:3 im Gesamtergebnis. Der FC Valencia war der Gegner der Achtelfinalspiele.

Das spanische Team gewann, trotz eines frühen Platzverweises gegen Seydou Keita mit 3:0 gegen Ludogorez Razgrad in Sofia.[7] Das Spiel im Wassil-Lewski-Nationalstadion verfolgten 42.000 Zuschauer – ein Rekord für ein bulgarisches Team in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.[8] Das Rückspiel fand am 20. März 2014 in Valencia statt und Valencia gewann mit 1:0.[9]

Der Verein dominierte die A Grupa zur Saison 2013/14, indem er seinen dritten Meistertitel in Folge am 7. Mai 2014 feierte. Am 15. Mai 2014 erreichte der Verein nach einem 1:0-Sieg gegen Botew Plowdiw sein „Double“, das zweite nach seinem Aufstieg in die A Grupa.

In der Saison 2014/15 qualifizierte sich Ludogorez erstmals für die UEFA Champions League, nachdem im entscheidenden Elfmeterschießen der Play-Offs gegen Steaua Bukarest der Innenverteidiger Cosmin Moți als Ersatz für den vom Platz gestellten Torhüter Wladislaw Stojanow im Elfmeterschießen einen Elfer selbst verwandelt und zwei Elfmeter gehalten hatte.[10][11]

Kader 2018/19Bearbeiten

Nr. Position Name
1 Argentinien  TW Jorge Broun
3 Bulgarien  AB Anton Nedjalkow
4 Brasilien  AB Cicinho
5 Bulgarien  AB Georgi Tersiew
6 Brasilien  AB Natanael
7 Bulgarien  MF Dimo Bakalow
8 Brasilien  MF Lucas Sasha
10 Brasilien  MF Gustavo Campanharo
12 Madagaskar  MF Anicet Andrianantenaina
18 Bulgarien  MF Swetoslaw Djakow
21 Rumänien  AB Dragoș Grigore
25 Bulgarien  MF Zwetomir Panow
27 Bulgarien  TW Wladislaw Stojanow
28 Rumänien  ST Claudiu Keșerü
Nr. Position Name
29 Bulgarien  TW Daniel Naumow
30 Rumänien  AB Cosmin Moți
33 Brasilien  TW Renan
37 Brasilien  ST João Paulo
44 Polen  MF Jacek Góralski
64 Bulgarien  MF Dominik Jankow
70 Polen  ST Jakub Świerczok
84 Brasilien  MF Marcelinho
88 Brasilien  MF Wanderson
90 Brasilien  AB Rafael Forster
92 Kongo Demokratische Republik  MF Jody Lukoki
98 Bulgarien  MF Swetoslaw Kowatschew

ErfolgeBearbeiten

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2012/13 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Kroatien  Dinamo Zagreb 3:4 1:1 (H) 2:3 (A)
2013/14 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Slowakei  ŠK Slovan Bratislava 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
3. Qualifikationsrunde Serbien  Partizan Belgrad 3:1 2:1 (H) 1:0 (A)
Play-offs Schweiz  FC Basel 2:6 2:4 (H) 0:2 (A)
2013/14 UEFA Europa League Gruppenphase Niederlande  PSV Eindhoven 4:0 2:0 (A) 2:0 (H)
Kroatien  Dinamo Zagreb 5:1 3:0 (H) 2:1 (A)
Ukraine  Tschornomorez Odessa 2:1 1:0 (A) 1:1 (H)
Sechzehntelfinale Italien  Lazio Rom 4:3 1:0 (A) 3:3 (H)
Achtelfinale Spanien  FC Valencia 0:4 0:3 (H) 0:1 (A)
2014/15 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Luxemburg  F91 Düdelingen 5:1 4:0 (H) 1:1 (A)
3. Qualifikationsrunde Serbien  Partizan Belgrad (a)2:2(a) 0:0 (H) 2:2 (A)
Play-offs Rumänien  Steaua Bukarest 1:1 0:1 (A) 1:0 n. V. (H)
Gruppenphase England  FC Liverpool 3:4 1:2 (A) 2:2 (H)
Spanien  Real Madrid 1:6 1:2 (H) 0:4 (A)
Schweiz  FC Basel 1:4 1:0 (H) 0:4 (A)
2015/16 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Moldau Republik  FC Milsami 1:3 0:1 (H) 1:2 (A)
2016/17 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Montenegro  FK Mladost Podgorica 5:0 2:0 (H) 3:0 (A)
3. Qualifikationsrunde Serbien  FK Roter Stern Belgrad 6:4 2:2 (H) 4:2 n. V. (A)
Play-offs Tschechien  Viktoria Pilsen 4:2 2:0 (H) 2:2 (A)
Gruppenphase Schweiz  FC Basel 1:1 1:1 (A) 0:0 (H)
Frankreich  Paris Saint-Germain 3:5 1:3 (H) 2:2 (A)
England  FC Arsenal 2:9 0:6 (A) 2:3 (H)
2016/17 UEFA Europa League Sechzehntelfinale Danemark  FC Kopenhagen 1:2 1:2 (H) 0:0 (A)
2017/18 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Litauen  FK Žalgiris Vilnius 5:3 1:2 (A) 4:1 (H)
3. Qualifikationsrunde Israel  Hapoel Be’er Scheva (a)3:3(a) 0:2 (A) 3:1 (H)
2017/18 UEFA Europa League Play-offs Litauen  Sūduva Marijampolė 2:0 2:0 (H) 0:0 (A)
Gruppenphase Turkei  Istanbul Başakşehir 1:2 0:0 (A) 1:2 (H)
Deutschland  TSG 1899 Hoffenheim 3:2 2:1 (H) 1:1 (A)
Portugal  Sporting Braga 3:1 2:0 (A) 1:1 (H)
Sechzehntelfinale Italien  AC Mailand 0:4 0:3 (H) 0:1 (A)
2018/19 UEFA Champions League 1. Qualifikationsrunde Nordirland  Crusaders FC 9:0 7:0 (H) 2:0 (A)
2. Qualifikationsrunde Ungarn  Videoton FC 0:1 0:0 (H) 0:1 (A)
2018/19 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Bosnien und Herzegowina  HŠK Zrinjski Mostar 2:1 1:0 (H) 1:1 (A)
Play-offs Georgien  Torpedo Kutaissi 5:0 1:0 (A) 4:0 (H)
Gruppenphase Deutschland  Bayer 04 Leverkusen 3:4 2:3 (H) 1:1 (A)
Schweiz  FC Zürich 1:2 0:1 (A) 1:1 (H)
Zypern Republik  AEK Larnaka 1:1 1:1 (A) 0:0 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 74 Spiele, 26 Siege, 23 Unentschieden, 25 Niederlagen, 101:87 Tore (Tordifferenz +14)

SpielerBearbeiten

RekordeBearbeiten

  • Ludogorez ist nach dem FC Levadia Tallinn der zweite Verein auf der Welt, dem nach einem Aufstieg in die erste Liga in seinem Land gleich ein Triple gelingt, indem er alle drei Pokale (Meisterschaft, Pokal und Supercup) gewinnt.
  • In der Saison 2011/12 erhielt der Verein mit 73 erzielten Toren und nur 16 Gegentoren den Preis für den Verein mit der besten Offensive und Defensive der bulgarischen A Grupa
  • 42.000 Zuschauer im Wassil-Lewski-Nationalstadion – ein absoluter Rekord für ein Team in Bulgarien in einer offiziellen UEFA-Begegnung außerhalb seiner Stadt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Senkrechtstarter aus dem verrückten Wald. Schweizer Radio und Fernsehen, 21. August 2013
  2. Ludogorets Arena – football temple of the North-East. (Memento des Originals vom 6. Juni 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ludogorets.com Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014.
  3. Europa League, 2013/14, Gruppenphase, 2. Spieltag: Ludogorez Rasgrad – Dinamo Zagreb 3:0 (2:0). Kicker, 3. Oktober 2013
  4. Ludogorets continue run at Chornomorets. UEFA Europa League News, 24. Oktober 2013.
  5. Europa League Zwischenrunde: Doppel-Rot bei Lazio-Blamage. Spox.com, 20. Februar 2014
  6. Ludogorets kämpft sich gegen Lazio durch. UEFA-Website, 27. Februar 2014
  7. Simon Hart: Valencia lässt Ludogorets keine Chance. UEFA-Website, 13. März 2014.
  8. Лудогорец издуха рекордите. Website des PFC Ludogorez, abgerufen am 28. August 2014 (bulgarisch).
  9. Delfin Ramirez: Alcácer macht für Valencia alles klar. UEFA.com, 20. März 2014
  10. Feldspieler hält zwei Elfmeter und wird zum Helden. In: Spiegel Online vom 28. August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).
  11. Ludogorets dank Moţi in der Gruppenphase. UEFA Online vom 27.August 2014 (abgerufen am 28. August 2014).