Hauptmenü öffnen

GeschichteBearbeiten

Die Herrschaft Diemeringen gehörte zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, das die Herrn von Finstingen damit belehnte. 1421 verpfändete Heinrich von Finstingen die Hälfte der Herrschaft (Burg, Vorburg und Stadt Diemeringen, Dehlingen, Butten, Völlerdingen und Weyer (bei Rahlingen)) für 4000 Gulden an Graf Philipp I. von Nassau-Saarbrücken (um 1368–1429).

Durch Erbgang wurde die Herrschaft am Ende des 15. Jahrhunderts zwischen der Rheingrafschaft (als Grafen von Salm) und der Grafschaft Moers-Saarwerden geteilt. Um 1560 wurde durch Rheingraf Philipp Franz von Dhaun und Salm-Neuviller (1518–1561) und seinen Sohn Friedrich I. von Dhaun und Salm-Neuviller (1547–1608) die Reformation eingeführt.

Während der Kriege des siebzehnten Jahrhunderts wurde die Region stark verwüstet.

Hexenprozesse in der frühen NeuzeitBearbeiten

Zwischen 1671 und 1673 wurden in der Herrschaft Diemeringen nach den Aufzeichnungen des Pfarrers Johann Andreas Keifflin (1638–1709) im Kirchenbuch mindestens zwölf Frauen und fünf Männer wegen Hexerei hingerichtet, eine beschuldigte Frau starb im Gefängnis[1].

NeuzeitBearbeiten

Im achtzehnten Jahrhundert war die Herrschaft zwischen dem Fürstentum Salm-Salm, den Wild- und Rheingrafen zu Dhaun-Grumbach, zu Dhaun-Kyrburg und vom Stein geteilt.

1793 wurde Diemeringen, das bis dahin eine Exklave des Heiligen Römischen Reiches gebildet hatte, Teil der Französischen Republik. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte es als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Zabern im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2014
Einwohner 1.039[2] 1.133 1.216 1.294 1.407 1.542 1.654 1.671 1.642 1.639

WappenBearbeiten

Wappenbeschreibung: In Silber ein eingebogener roter Sparren mit drei goldenen Muscheln darin und nach der Figur belegt.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Protestantische Kirche
 
Synagoge

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, 2 Bände, Paris 1999, ISBN 2-84234-055-8.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Diemeringen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Diemeringen auf der Website der Communauté de communes d'Alsace Bossue

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. August Stöber: Die Hexenprozesse im Elsaß. II. Aus dem ältesten Kirchenbuch der Pfarrei Diemeringen. In: Alsatia 2 (1856–1857), S. 265–338, bes. S. 335–338 (Google-Books). Johann Andreas Keifflin war 1665 bis 1674 Pfarrer in Diemeringen.
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Zabern