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GeografieBearbeiten

Im Nordosten wird die Ortschaft von der Moder berührt.

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Menchhofen war ein Lehen des Bischofs von Metz an die Herren von Lichtenberg.[1] Diese ordneten es ihrem Amt Buchsweiler zu[2], das Anfang des 14. Jahrhunderts als Amt der Herrschaft Lichtenberg entstand. Um 1330 kam es zu einer ersten Landesteilung zwischen Johann II. von Lichtenberg, aus der älteren Linie des Hauses, und Ludwig III. von Lichtenberg. Dabei fiel Menchhofen in den Teil des Besitzes, der künftig von der älteren Linie verwaltet wurde.[3]

Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474), Tochter von Ludwig V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474), und eine von zwei Erbtöchtern mit Ansprüchen auf die Herrschaft, heiratete 1458 den Grafen Philipp I. den Älteren von Hanau-Babenhausen (* 1417; † 1480). Der hatte eine kleine Sekundogenitur aus dem Bestand der Grafschaft Hanau erhalten, um sie heiraten zu können. Durch die Heirat entstand die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Anna, erhielt Philipp I. d. Ä. 1480 die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg. Die andere Hälfte gelangte an seinen Schwager, Simon IV. Wecker von Zweibrücken-Bitsch. Das Amt Buchsweiler – und damit auch Menchhofen – gehörten zu dem Teil von Hanau-Lichtenberg, den die Nachkommen von Anna erbten.

NeuzeitBearbeiten

Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg (1514–1590) führte nach seinem Regierungsantritt 1538 die Reformation in seiner Grafschaft konsequent durch, die nun lutherisch wurde.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kam das Amt Buchsweiler unter französische Oberhoheit. Das hatte unter anderem zur Folge, dass die örtliche Kirche zur Simultankirche wurde.[4]

Nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III. 1736, fiel das Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Buchsweiler – an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, Landgraf Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt. Mit dem durch die Französische Revolution begonnenen Umbruch wurde Menchhofen französisch.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1798[5] 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012 2014
291 429 447 445 460 506 505 510 579 582

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Simultankirche wurde im 18. Jahrhundert durch eine Stiftung, die der römisch-katholische Intendant Galaizière errichtet hatte, renoviert und erhielt dabei eine für regionale Verhältnisse aufwändig gestaltete Barockfassade.[6]

LiteraturBearbeiten

  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In: Schriften der Erwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938. Band 10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985, ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten).
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Menchhoffen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Knöpp, S. 5; Eyer, S. 52f, 160.
  2. Eyer, S. 238.
  3. Eyer, S. 78.
  4. Ellwardt, S. 44.
  5. Matt, S. 7.
  6. Kathrin Ellwardt: Lutheraner zwischen Frankreich und dem Reich: Kirchenbauten in den elsässischen Ämtern der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter Johann Reinhard III. und Ludwig IX. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2016, S. 18–59 (44).