Gottenhouse

Gemeinde in Frankreich

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Gottenhouse
Wappen von Gottenhouse
Gottenhouse (Frankreich)
Gottenhouse
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Saverne
Gemeindeverband Pays de Saverne
Koordinaten 48° 43′ N, 7° 22′ OKoordinaten: 48° 43′ N, 7° 22′ O
Höhe 191–240 m
Fläche 1,25 km2
Einwohner 384 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 307 Einw./km2
Postleitzahl 67700
INSEE-Code
Website http://gottenhouse.free.fr

Gottenhouse, dahinter die Burg Hohbarr

Gottenhouse (deutsch: Gottenhausen) ist eine französische Gemeinde mit 384 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Saverne und zum Kanton Saverne.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Gottenhouse liegt am Rand der Nordvogesen, unmittelbar südlich der Stadt Saverne.

Nachbargemeinden sind Saverne im Norden, Otterswiller im Nordosten, Marmoutier im Südosten, Thal-Marmoutier im Süden und Haegen im Südwesten.

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Gottenhausen gehörte zur Herrschaft Ochsenstein.[1] Als die Familie derer von Ochsenstein im Mannesstamm mit Georg von Ochsenstein 1485 ausstarb, gelangte das Erbe über dessen Schwester an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch.

NeuzeitBearbeiten

1570 kam es zu einem weiteren Erbfall, der Gottenhausen zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte: Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) und sein schon 1540 verstorbener Bruder Simon V. Wecker hinterließen nur jeweils eine Tochter als Erbin. Die Tochter des Grafen Jakob, Margarethe (* 1540; † 1569), war mit Philipp V. von Hanau-Lichtenberg (* 1541; † 1599) verheiratet. Zu dem sich aus dieser Konstellation ergebenden Erbe zählte auch die Herrschaft Ochsenstein. In der Verwaltungsstruktur der Grafschaft Hanau-Lichtenberg wurde Gottenhausen dem Amt Westhofen zugeschlagen.[2] Philipp V. von Hanau-Lichtenberg führte in den ererbten Gebieten sofort die Reformation durch, die wie sein übriges Herrschaftsgebiet nun lutherisch wurden.

Mit der Reunionspolitik Frankreichs unter König Ludwig XIV. kamen das Amt Westhofen und Gottenhausen unter französische Oberhoheit. Im 18. Jahrhundert gehörten sie dann nicht mehr zum Amt Westhofen[3], das nach dem Tod des letzten Hanauer Grafen, Johann Reinhard III., 1736 an den Sohn seiner einzigen Tochter, Charlotte, den Erbprinzen und späteren Landgrafen Ludwig (IX.) von Hessen-Darmstadt fiel.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2012 2014
Einwohner 188 208 218 285 313 352 372 392 391

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, 2 Bände, Paris 1999, ISBN 2-84234-055-8.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

 Commons: Gottenhouse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Knöpp, S. 18.
  2. Knöpp, S. 18.
  3. Knöpp, S. 17f.