Hochfelden (Bas-Rhin)

französische Gemeinde

Hochfelden ist eine französische Gemeinde mit 3987 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Verwaltungssitz der Communauté de communes du Pays de la Zorn. Am 1. Januar 2015 wechselte die Gemeinde vom Arrondissement Strasbourg-Campagne zum Arrondissement Saverne.[1]

Hochfelden
Wappen von Hochfelden
Hochfelden (Frankreich)
Hochfelden
Region Grand Est
Département Bas-Rhin
Arrondissement Saverne
Kanton Bouxwiller
Gemeindeverband Pays de la Zorn
Koordinaten 48° 46′ N, 7° 34′ OKoordinaten: 48° 46′ N, 7° 34′ O
Höhe 155–222 m
Fläche 15,76 km2
Einwohner 3.987 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 253 Einw./km2
Postleitzahl 67270
INSEE-Code
Website www.hochfelden.fr
Gotische Wallfahrtskapelle St. Wendelin
Rathaus (Hôtel de ville)
Verkehrsader Rue du général Lebocq

GeschichteBearbeiten

Hochfelden wird das erste Mal erwähnt im Jahr 816 unter dem Namen Hocfeldis. Später finden sich auch die Schreibweisen Hoffelden und Hochfeld.

Bis zur Verbannung der Juden 1940 nach Südfrankreich besaß Hochfelden eine jüdische Gemeinde. Seit 1841 gab es in Hochfelden eine Synagoge. Damals zählte die Gemeinde über 200 Mitglieder.

Am 13. Juli 1941, dem Vorabend des französischen Nationalfeiertages, demonstrierten etwa 200 junge Leute gegen die Besatzung durch das nationalsozialistische Deutschland, indem sie demonstrativ unter Absingen der Marseillaise vor der französischen Nationalflagge defilierten. In den folgenden Tagen wurden 108 von ihnen durch die Gestapo verhaftet und in das Sicherungslager Vorbruck-Schirmeck gebracht.[2]

Am 1. Januar 2017 wurde die Gemeinde Schaffhouse-sur-Zorn nach Hochfelden eingegliedert.

Bevölkerungsverteilung und -fortschreibungBearbeiten

Ortsteil ehemaliger
INSEE-Code
Fläche
(km²)
Höhenlage (m) Einwohnerzahlen (Census)
1962 1968 1975 1982 1990 1999 20061 20082 20111 20132 20163
Hochfelden 67202 12,09 155–222 2.755 2.895 2.942 2.877 2.781 2.944 3.036 3.195 3.453 3.516 3.552
Schaffhouse-sur-Zorn 67439 3,67 158–214 291 270 249 307 307 349 383 393 392 405 406
Hochfelden 67202 15,76 3.046 3.165 3.191 3.184 3.088 3.293 3.419 3.588 3.845 3.921 3.958
1 Daten von INSEE (RP2006, RP2011, RP2016)[3]
2 Daten von INSEE (RP2008, RP2013)[4]
3 Daten von INSEE[5]
übrige Daten von Cassini[6]
Die (Gesamt-)Einwohnerzahlen der Gemeinde Hochfelden wurden durch Addition der einzelnen Ortsteile, d. h. der ehemaligen selbständigen Gemeinden ermittelt

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt den heiligen Petrus mit seinen Insignien Schlüssel und Buch.

WirtschaftBearbeiten

In Hochfelden wird seit 870 Bier gebraut. Die lokale Familienbrauerei Meteor betreibt eine Bierstube und ein Museum. Es werden Führungen angeboten.

Die Rohrbach Mülldeponie ist mit Lindan stark verseucht und muss vom Staat überwacht werden[7].

PartnergemeindenBearbeiten

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Ehemalige Synagoge und ehemaliges jüdisches Schulhaus, in dem sich heute das Heimatmuseum befindet.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 507–510.

WeblinksBearbeiten

Commons: Hochfelden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.legifrance.gouv.fr/eli/decret/2014/12/29/2014-1722/jo/texte
  2. Janine Doerry: NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden: Geschichte und Erinnerung. Schöningh, 2008, ISBN 978-3-506-76458-4, S. 70.
  3. Populations légales 2006 & 2011 & 2016
  4. Populations légales 2013 & 2008
  5. Datei des Département Bas-Rhin - Volkszählung (Recensement de la population) 2016
  6. Des villages de Cassini aux communes d'aujourd'hui - Index par département
  7. BASOL (verseuchte Böden) Webseite Ministère du développement durable (auf französisch).
  8. asccre.ch: Liste_Partnerschaften.pdf (application/pdf-Objekt)@1@2Vorlage:Toter Link/www.asccre.ch (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. , Zugriff am 17. Februar 2010