Hauptmenü öffnen

GeografieBearbeiten

Das Dorf liegt zwischen Pfaffenhoffen und Rothbach. Nachbargemeinden sind Uhrwiller im Osten, Bischholtz im Norden, Zutzendorf im Süden und Schillersdorf im Südwesten.

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Die älteste erhaltene Erwähnung von Mühlhausen, als Munilhuson, findet sich in einem Schreiben von König Karl III. aus dem Jahr 884.

Das Dorf Mühlhausen gehörte im Spätmittelalter zur Herrschaft Lichtenberg. Es war von den Lichtenbergern teilweise als Lehen vergeben[1] und zwar

  • die Burg insgesamt an die von Uttweiler[2],
  • 1/3 des Dorfes an die von Uttweiler[3] und
  • 1/3 des Dorfes an die von Waltenheim.[4]

Die bei den Lichtenbergern verbleibenden Rechte, insbesondere 1/3 des Besitzes am Dorf[5], waren deren Amt Ingweiler zugeordnet.[6]

Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers 1480, Graf Jakob, wurde die Herrschaft geteilt und das Amt Ingweiler fiel zunächst an Zweibrücken-Bitsch.[7]

NeuzeitBearbeiten

Allerdings kam es 1570 zu einem weiteren Erbfall, der das Amt Ingweiler nun zur Grafschaft Hanau-Lichtenberg brachte.

Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen um 1680 die im Elsass gelegenen Teile der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter die Oberhoheit Frankreichs, so auch das Amt Ingweiler und damit Mühlhausen.

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort. Als Folge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch Mühlhausen – an Frankreich.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 
Protestantische Kirche
1798 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2008 2012 2014
175 390 394 401 352 372 376 410 451 454 465

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Protestantische Kirche hat einen Chor aus dem 14. Jahrhundert. Kirchenschiff und Turm wurden nach Zerstörung gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1957 in neuzeitlichen Formen wieder aufgebaut.

LiteraturBearbeiten

  • Jean-Claude Brumm: Quelques dates importantes dans l’histoire …. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 10f.
  • Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts = Schriften der Erwin von Steinbach-Stiftung 10. 2. Auflage, Bad Neustadt an der Saale 1985 [Nachdruck des Werks von 1938], ISBN 3-922923-31-3.
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mulhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Eyer, S. 175.
  2. Eyer, S. 214.
  3. Eyer, S. 214.
  4. Eyer, S. 215f.
  5. Matt, S. 7.
  6. Eyer, S. 238.
  7. Brumm, S. 11.