Castello Tesino

italienische Gemeinde

Castello Tesino (deutsch veraltet: Castelalt) ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Trient, Region Trentino-Südtirol mit 1182 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019).

Castello Tesino
Castello Tesino (Italien)
Staat Italien
Region Trentino-Südtirol
Provinz Trient (TN)
Koordinaten 46° 4′ N, 11° 37′ OKoordinaten: 46° 4′ 0″ N, 11° 37′ 0″ O
Höhe 905 m s.l.m.
Fläche 112,84 km²
Einwohner 1.182 (31. Dez. 2019)[1]
Fraktionen Cainari, Coronini, Lissa, Roa
Postleitzahl 38053
Vorwahl 0461
ISTAT-Nummer 022048
Bezeichnung der Bewohner Castelazzi
Schutzpatron San Giorgio[2]
Website comune.castello-tesino.tn.it

Panorama von Castello Tesino

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt 40 km östlich von Trient am östlichen Rand des Tesinotal (Bassa Valsugana e Tesino), einem Untertal des Valsugana. Er liegt am südlichen Ende des Passo Brocon unterhalb der Berge Monte Picosta (1421 m) und Mont’Agaro und ist Teil der Talgemeinschaft Comunità Valsugana e Tesino. Durch den Ort führt die Römerstraße Via Claudia Augusta.

Zum Gemeindegebiet gehören die Fraktionen Cainari, Coronini, Lissa und Roa.

Angrenzende Gemeinden sind Arsiè (BL), Canal San Bovo, Cinte Tesino, Grigno, Lamon (BL), Pieve Tesino und Scurelle.

GeschichteBearbeiten

Erste Siedlungen fanden in der Zeit vor den Römern statt. Spuren aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. sind heute noch auf dem Hügel Colle di San Ippolito zu finden. In der Römerzeit erlangte der Ort Bedeutung, das er an der Römerstraße Via Claudia Augusta Altinate lag, die von Altinum nach Augsburg führte.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Chiesa parrocchiale di San Giorgio, bereits im 12. Jahrhundert erwähnte Kirche am Hauptplatz des Ortes. Wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Der heutige Bau ist aus dem Jahr 1931.
  • Chiesa della Madonna di Lourdes 1890 errichtete Kirche im Ortsteil Roa, enthält von Martin Vinazer das Werk Cristo morto deposto dalla croce
  • Chiesa di San Rocco, 1481 errichtete Kirche, wurde 1935 restauriert.
  • Chiesa dei Santi Ippolito e Cassiano, 1436 errichtete Kirche[4] auf dem Hügel Colle di San Ippolito.
  • Chiesa della Madonna di Caravaggio a Colle, 1901 über einer älteren Kirche (1698) errichtetes Gotteshaus[5]
  • Chiesa della Beata Vergine di Torricella, 1604 errichtete Kirche
  • Chiesa del Sacro Cuore di Gesù, 1876 errichtete Kirche
  • Grotta di Castello Tesino, 1926 entdeckte Höhle bei 960 Höhenmetern, die auch Bus de la Lora genannt wird. Die Höhle hat eine Länge von 256 Metern.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Vittorio Fabris: La Valsugana orientale e il Tesino. Parte seconda: I paesi a sinistra del torrente Maso e la conca del Tesino (ex decanato di Strigno). Litodelta, Scurelle 2011, S. 301–396 (PDF).
  • Aldo Gorfer: Le valli del Trentino: Trentino orientale. Manfrini, Calliano 1977.
  • Touring Club Italiano: Trentino Alto Adige, Mailand 1976, ISBN 88-365-0008-0, S. 189

WeblinksBearbeiten

Commons: Castello Tesino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Offizielle Website der Gemeinde Castello Tesino zum Ortspatron San Giorgio (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 13. Februar 2014 (ital.)
  3. Offizielle Website der Gemeinde Castello Tesino zum Ort und zur Geschichte (Memento vom 23. Februar 2014 im Internet Archive), abgerufen am 13. Februar 2014 (ital.)
  4. Webseite Valle del Tesino zur Kirche Chiesa dei Santi Ippolito e Cassiano, abgerufen am 28. November 2011 (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)
  5. Webseite Valle del Tesino zur Kirche Madonna di Caravaggio, abgerufen am 28. November 2011@1@2Vorlage:Toter Link/www.valledeltesino.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)