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Pergine Valsugana

italienische Gemeinde

Pergine Valsugana (deutsch veraltet Persen oder Fersen im Suganertal) ist eine Stadtgemeinde mit 21.384 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2017) in der Provinz Trient.

Pergine Valsugana
Wappen
Pergine Valsugana (Italien)
Pergine Valsugana
Staat Italien
Region Trentino-Südtirol
Provinz Trient (TN)
Koordinaten 46° 4′ N, 11° 14′ OKoordinaten: 46° 4′ 0″ N, 11° 14′ 0″ O
Höhe 490 m s.l.m.
Fläche 54 km²
Einwohner 21.384 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 396 Einw./km²
Stadtviertel 21 Fraktionen, siehe Verwaltungsgliederung
Angrenzende Gemeinden Baselga di Pinè, Trient, Fornace, Sant’Orsola Terme, Civezzano, Frassilongo, Vignola-Falesina, Novaledo, Levico Terme, Tenna, Altopiano della Vigolana, Caldonazzo, Calceranica al Lago
Postleitzahl 38057
Vorwahl 0461
ISTAT-Nummer 022139
Volksbezeichnung Perginesi oder Perzenaitri
Website Pergine Valsugana

LageBearbeiten

An der Mündung des Fersentals in das Suganertal gelegen, wird die Stadt durch die Geschichte des Castel Pergine (Burg Persen) beherrscht. Die weitläufige und sonnige Ebene von Pergine (Fersen) ist von Bergen und bewaldeten Tälern umgeben.

GeschichteBearbeiten

Die Gegend von Pergine war schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Nach der Eroberung der Region lag Pergine an der östlichen Via Claudia Augusta nach Altino.

845 wurde der Name Pergine erstmals erwähnt. Bei der Gründung des Fürstbistums Trient im Jahr 1027 gehörte Pergine zum neuen Gebiet. Dabei gehörte Pergine bis 1786 zur Diözese Feltre. 1531 wurde die Gerichtsbarkeit von Pergine im Tausch mit jener von Bozen auf das Fürstbistum Trient übertragen.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts erlebte Pergine eine Blütezeit durch den hier angesiedelten Bergbau. Im 18. Jahrhundert wurden die Sümpfe im Süden der Stadt trockengelegt. 1815 wurde das Fürstbistum aufgelöst und Pergine wurde Teil des damaligen Tirol. 1919 kam Pergine, mit dem gesamten Trentino, zu Italien. 1928 wurden 13 Gemeinden der Umgebung in Pergine eingemeindet, das seither Pergine Valsugana heißt.

1955 wurden die Ortschaften Falesina und Vignola als Vignola-Falesina von Pergine abgetrennt.[2]

1881 wurde die Irrenanstalt von Pergine errichtet, in dieser Klinik waren auch viele Patienten des heutigen Südtirol untergebracht. Mit der Reform der Psychiatrie in Italien (1978) verlor die Anstalt von Pergine ihre Bedeutung. 2002 wurde sie endgültig geschlossen.[3] Viele Südtiroler Patienten der Anstalt wurden ab 1940, im Zuge der Option in Südtirol, nach Deutschland gebracht und dort getötet (Euthanasie).[4]

VerwaltungsgliederungBearbeiten

Pergine hat 21 Fraktionen: Canale, Canezza, Canzolino, Ciré, Costasavina, Ischia, Madrano (dt. Maderein), Nogaré, San Cristoforo al Lago, Santa Caterina, Serso, Susa, Roncogno, Viarago, Vigalzano, Visintainer, Zivignago, Masetti, Zava, Fontanabotte und Assizi.

Söhne der StadtBearbeiten

BildergalerieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Historischer Abriss auf der Website der Gemeinde auf Italienisch, abgerufen am 6. März 2017.
  3. Geschichte der psychiatrischen Anstalt Pergine auf Italienisch (PDF; 112 kB), abgerufen am 6. März 2017.
  4. Zur Geschichte der Psychiatrie in Italien und Südtirol, abgerufen am 6. März 2017

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pergine Valsugana – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien