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Paolo Barilla

italienischer Autorennfahrer

Per Paolo Barilla (* 21. April 1961 in Mailand) ist ein italienischer Industriemanager und ehemaliger Automobilrennfahrer. Er fungiert als Stellvertretender Vorsitzender des italienischen Nudelherstellers und Weltmarktführers Barilla.

Paolo Barilla
Nation: ItalienItalien Italien
Formel-1-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Japan 1989
Letzter Start: Großer Preis von Belgien 1990
Konstrukteure
1989–1990 Minardi
Statistik
WM-Bilanz: keine WM-Platzierung
Starts Siege Poles SR
9
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

Inhaltsverzeichnis

Sportliche KarriereBearbeiten

Barilla kam 1983 mit einem von ihm privat eingesetzten Lancia LC2 der Gruppe C in den internationalen Motorsport. Nach einigen guten Ergebnissen (das beste war ein sechster Rang mit Giorgio Francia beim 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps) bekam er von Lancia einen Werksvertrag für die Saison 1984.

Gleich im ersten Rennen – dem 1000-km-Rennen von Monza – erreichte Barilla mit Mauro Baldi als Teamkollegen Rang drei. Es folgten ein vierter Platz in Silverstone mit Baldi, ein dritter Rang bei den 1000 km auf dem Nürburgring mit Alessandro Nannini und zum Saisonende ein zweiter Rang bei den 1000 km von Kyalami mit Bob Wollek.

 
1985: Sieg in Le Mans

1985 wechselte Barilla ins Joest-Racing-Team. Mit diesem Team und dem Porsche 956 feierte er den größten Erfolg seiner Karriere: Er siegte beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gemeinsam mit Klaus Ludwig und Louis Krages.

Im Jahr 1987 wechselte Barilla in den Monoposto-Rennsport und fuhr für verschiedene Teams zwei Jahre in der Internationalen Formel-3000-Meisterschaft, ohne dabei größere Erfolge zu erreichen. Aufgrund seiner Freundschaft zu Giancarlo Minardi, dem Gründer und damaligen Eigentümer des Minardi-Teams, sowie der finanziellen Unterstützung durch seine industrielle Familie stieg Barilla in der Saison 1989 in die Formel-1-Weltmeisterschaft auf. Er debütierte beim Großen Preis von Japan in Suzuka und startete in der folgenden Saison zu acht weiteren Grands Prix. Bei sechs Veranstaltungen konnte er sich nicht zum Rennen qualifizieren, insgesamt erreichte Barilla nur viermal das Ziel. Punkte konnte er dabei nicht erringen. Seine beste Platzierung war der elfte Rang beim Großen Preis von San Marino, sein bester Startplatz der 14. Rang beim Großen Preis der USA. Wegen ausbleibender Erfolge wurde er noch vor Saisonende durch Gianni Morbidelli ersetzt. Barilla beendete daraufhin seine Motorsportkarriere und wechselte in das Familienunternehmen.

UnternehmerBearbeiten

Barilla entschied sich nach dem Ende seiner sportlichen Karriere für den Einstieg in das Familienunternehmen, das von seinem Bruder Guido Maria Barilla geführt wird. Mittlerweile ist Paolo Barilla gemeinsam mit seinen weiteren Brüdern Luca und Emanuele in den Rang des Stellvertretenden Vorsitzenden aufgerückt.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1983 Italien  Martini Racing Lancia LC2 Italien  Alessandro Nannini Frankreich  Jean-Claude Andruet Ausfall Motorschaden
1984 Italien  Martini Racing Lancia LC2 Italien  Mauro Baldi Deutschland  Hans Heyer Ausfall Defekt
1985 Deutschland  Joest Racing Porsche 956B Deutschland  Klaus Ludwig Deutschland  Louis Krages Gesamtsieg
1986 Deutschland  Joest Racing Porsche 956 Deutschland  Klaus Ludwig Deutschland  Louis Krages Ausfall Motorschaden
1988 Vereinigtes Konigreich  Tom’s Team Toyota Toyota 88C Japan  Hitoshi Ogawa Vereinigtes Konigreich  Tiff Needell Rang 24
1989 Vereinigtes Konigreich  Tom’s Team Toyota Toyota 89C Japan  Hitoshi Ogawa Vereinigte Staaten  Ross Cheever Ausfall Motorschaden

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1986 Vereinigte Staaten  Bayside Disposal Racing Porsche 962 Vereinigte Staaten  Bruce Leven Frankreich  Bob Wollek Ausfall Motorschaden
1988 Deutschland  Joest Racing Porsche 962 Deutschland  Louis Krages Deutschland  Frank Jelinski Rang 2

LiteraturBearbeiten

  • Peter Higham: The Guinness Guide to International Motor Racing. A complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1.

WeblinksBearbeiten