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Netzschkauer Maschinenfabrik

ehemaliger Automobilhersteller
Bild von 1952

Die Netzschkauer Maschinenfabrik war ein deutsches Unternehmen, das in Netzschkau ansässig war.

BeschreibungBearbeiten

Ferdinand Hofmann und Franz Stark gründeten am 1. Mai 1889 die Maschinenbauwerkstatt „Hofmann und Stark“. Sie waren im Bereich Maschinenbau und Reparatur tätig. Nachdem Hofmann 1899 ausschied, erfolgte die Umfirmierung in „Netzschkauer Maschinenfabrik Franz Stark & Söhne“. Zu der Zeit waren 35 Mitarbeiter beschäftigt. 1907 kam die Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen und 1912 Apparate für Lüftung- und Heizungsbereich dazu.[1]

Zwischen 1923 und 1925 entstanden einige Personenkraftwagen mit dem Namen Nemalette.

1929 hatte das Unternehmen 322 Mitarbeiter, Ende 1936 etwa 1000 und 1944 etwa 2000.[1]

1945 wurden die bisherigen Eigentümer, zwei Brüder Stark, enteignet. Ab 25. November 1946 lautete die Firmierung „Sowjetische Aktiengesellschaft SAG, vorm. Netzschkauer Maschinenfabrik Nema Netschkau“, ab 1949 Sowjetische Maschinenbau-AG „Podjomnik“ und ab 1952 „VEB Maschinenfabrik Nema Netzschkau“.[1]

Am 1. Juli 1990 wurde daraus die „Maschinenfabrik NEMA GmbH“. Danach wurden einzelne Unternehmensteile verkauft.[1]

FahrzeugbeschreibungBearbeiten

Das einzige Modell war ein Kleinwagen mit drei Rädern. Das einzelne Vorderrad war lenkbar, die beiden Hinterräder wurden angetrieben. Der Einzylinder-Zweitaktmotor war luftgekühlt. Er leistete 4 PS aus 198 cm³ Hubraum. Das Fahrgestell hatte 170 cm Radstand und 110 cm Spurweite. Das Fahrzeug war 260 cm lang, 126 cm breit und 110 cm hoch. Die offene Karosserie bot Platz für zwei Personen nebeneinander. Die Höchstgeschwindigkeit war mit 50 km/h angegeben.[2]

WeblinksBearbeiten

  Commons: NEMA-Werke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Unternehmensgeschichte Nema, Netzschkau (PDF; 298 kB) (Memento vom 13. Juli 2017 im Internet Archive)
  2. Michael Wolff Metternich: 100 Jahre auf 3 Rädern. Deutsche Dreispur-Fahrzeuge im Wandel der Zeiten. Neue Kunst Verlag, München, ISBN 3-929956-00-4, S. 263–264.