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Freia-Automobil

ehemaliger Automobilhersteller
Kleinautobau-AG
Freia Automobil-AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1920
Auflösung 1927
Sitz Greiz, Deutschland
Leitung Arthur Schuh (Technischer Leiter)
Branche Automobilhersteller

Die Freia Automobil-AG war ein deutscher Automobilhersteller.

BeschreibungBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1920 als Kleinautobau-AG in Greiz gegründet. Zwischen 1922 und 1927 wurden in der ehemaligen Spinnerei F. H. Malz (Grüne Linde) unter Leitung von Arthur Schuh Kleinwagen gebaut. Aus wirtschaftlichen Gründen musste 1927 die Fertigung des Freia eingestellt werden. Arthur Schuh wechselte in Rasmussens DKW-Konzern und wurde technischer Direktor von Audi in Zwickau. Heute sind noch zwei existierende Exemplare von Freia-Automobilen bekannt.

ModelleBearbeiten

DreiradBearbeiten

Von 1920 bis 1921 gab es ein Dreirad mit hinterem Einzelrad. Es hatte einen Zweizylinder-Zweitaktmotor. Er trieb über eine Kette das Hinterrad an. Die offene Karosserie bot Platz für zwei Personen. Es blieb bei Prototypen.[1]

Typ S5Bearbeiten

Ab 1921 übernahm Arthur Schuh die technische Leitung und entwickelte bis 1922 einen neuen Kleinwagen, der unter dem Markennamen Freia als Typ S 5 auf den Markt kam, der zunächst einen seitengesteuerten Vierzylinder-Reihenmotor mit 1,3 l Hubraum (64 mm Bohrung und 100 mm Hub) und stehenden Ventilen besaß. Die Kurbelwelle war rollengelagert und der Motor leistete 14 PS. Auffällig war der Underslung-Rahmen, der dem Wagen einen tiefen Schwerpunkt und damit eine sichere Straßenlage verschaffte.

Typ S 23Bearbeiten

1923 erfolgte die Umbenennung in Freia Automobil-AG. Im gleichen Jahr erschien der Typ S 23 mit einem 1,3 l Vierzylinder der rund 25 PS bei 2500/min leistete. Die in dem nicht abnehmbaren Zylinderkopf hängenden Ventile wurden von einer obenliegenden Nockenwelle, die von einer Königswelle angetrieben wurde, betätigt. 1925 wurde der Nockenwellenantrieb geändert und dabei erstmals in Deutschland ein Kettenantrieb verwendet. Die Kurbelwelle wurde in zwei Kugellagern geführt.

Für Sportveranstaltungen wurden die Motoren höher verdichtet (7,5:1) und mit einer Spezialnockenwelle versehen. Diese Motoren erreichten rund 35 PS und wurden in Freia-Sportwagen mit Aluminiumkarosserie und Spitzheck eingebaut, die eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h erreichten.

Typ S 24Bearbeiten

Ab 1926 wurde der Typ S 24 mit einem größeren Motor gebaut. Dieser hatte 1460 cm³ Hubraum und leistete 30 PS, als Wettbewerbsfahrzeug 45 PS. Vom S 24 wurden nur wenige Fahrzeuge gebaut.

LiteraturBearbeiten

  • Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945, 10. Auflage, Motorbuch Verlag Stuttgart (1996), ISBN 3-87943-519-7, Seite 443
  • Automobil und Motorrad Chronik, Heft 9/1976, Seiten 20–22, Freia S23 von H. H. von Fersen
  • Stadtplan Greiz ca. 1923, Pharus-Plan Berlin (Nachdruck)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Michael Wolff Metternich: 100 Jahre auf 3 Rädern. Deutsche Dreispur-Fahrzeuge im Wandel der Zeiten. Neue Kunst Verlag, München, ISBN 3-929956-00-4, S. 143.