Dombasle-sur-Meurthe

französische Gemeinde

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Dombasle-sur-Meurthe
Dombasle-sur-Meurthe (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Meurthe-et-Moselle (54)
Arrondissement Nancy
Kanton Lunéville-1
Gemeindeverband Pays du Sel et du Vermois
Koordinaten 48° 38′ N, 6° 21′ OKoordinaten: 48° 38′ N, 6° 21′ O
Höhe 203–320 m
Fläche 11,23 km²
Einwohner 9.668 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 861 Einw./km²
Postleitzahl 54110
INSEE-Code
Website http://www.ville-dombasle.fr/

Büste des Agronomen Mathieu de Dombasle

Dombasle-sur-Meurthe (deutsch, veraltet: Dombasel an der Mörthe) ist eine französische Gemeinde mit 9668 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeografieBearbeiten

Dombasle liegt am Zusammenfluss von Meurthe und Sânon, 17 Kilometer östlich von Nancy und 15 Kilometer westlich von Lunéville.

NamensherkunftBearbeiten

Der Name des Ortes geht zurück auf den Heiligen Basolus von Verzy (französisch: Saint Basle).

Geschichte und BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die urkundlich belegbare Ortsgeschichte begann, als König Pippin 761 dem Kloster Gorze bei Metz hier Land und Kirche schenkte (Regesta Imperii Band I, Nr. 93). 984 bestätigte Kaiser Otto III. nach Vorlage einer Urkunde seines Vaters Ottos II. dem Kloster Saint-Paul in Verdun Güter hier und in vielen anderen Orten der Umgebung (RI II, 959). 995 erschien Dombasle wieder in einer Urkunde Ottos III., diesmal als Besitz des Klosters Saint-Vanne bei Metz (RI II, 1137).

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 9359 9469 10.027 9474 9133 8950 9716 9668

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

 
Solvay-Chemiefabrik in Dombasle

1873 wurde hier ein Werk der Solvay-Gruppe gegründet, das heute zu den größten Sodaherstellern weltweit gehört und die Firma esco betreibt hier einen Produktionsstandort zur Gewinnung von Salz.

Der Bahnhof von Dombasle-sur-Meurthe wird von den Zügen der Gesellschaft TER Grand Est bedient, und zwar

PersönlichkeitenBearbeiten

Dombasle ist der Geburts- und Wohnort des Schriftstellers Philippe Claudel. In Dombasle starb der Agronom Christoph Joseph Alexandre Mathieu de Dombasle (1777–1843), der in Frankreich als Wegbereiter der Hochschulbildung in der Landwirtschaft gilt.[1]

QuellenBearbeiten

  1. Fabien Knittel: La charrue „Dombasle“ (1814–1821): histoire d'une innovation en matière de travail du sol, 2005 (ISSN 1252-6851)

WeblinksBearbeiten

Commons: Dombasle-sur-Meurthe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien