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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Burrweiler
Burrweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Burrweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 6,29 km2
Einwohner: 814 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Website: www.burrweiler.de
Ortsbürgermeister: Christian Weber
Lage der Ortsgemeinde Burrweiler im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Burrweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an. Burrweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt 7 km südlich von Edenkoben an der Haardt unterhalb des Annaberges am Westrand der Rheinebene. Zu Burrweiler gehören auch die Wohnplätze Weingut Annaberg und Sägewerk Burrweilermühle.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn Weyher in der Pfalz, Hainfeld (Pfalz), Flemlingen, Böchingen, Gleisweiler, Walsheim (Exklave), Ramberg (Pfalz), Hainfeld (Exklave) und Edesheim (Exklave). Mt dem Burrweiler Wald verfügt die Gemeinde weiter westlich zudem eine Waldexklave.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Die Südflanke des 637 Meter hohen Roßbergs befindet sich auf Gemarkung der Ortsgemeinde. Westlich von diesem liegt der Roßbrunnen. An der Gemarkungsgrenze zu Gleisweiler erstreckt sich der 597,6 Meter hohe Teufelsberg. Durch den äußersten Norden der Gemarkung verläuft in West-Ost-Richtung der Modenbach. Die Waldexklave, auf der sich der 536 Meter hohe Langentalkopf erhebt, wird im Westen durch den Eußerbach, der in diesem Bereich Katzenbach heißt, begrenzt.

GeschichteBearbeiten

Zum ersten Male wurde Burrweiler am 7. April 1275 in einer Urkunde von König Rudolf von Habsburg im Kloster Weißenburg erwähnt. Im Jahre 1657 kam Burrweiler an die Freiherren von der Leyen, bei denen es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verblieb.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg,war dem Kanton Edenkoben zugeordnet und besaß eine eigene Mairie, die zusätzlich Flemlingen und Roschbach umfasste. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 880 Einwohner. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region nach einem einjährigen Intermezzo 1816 zum Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war die Gemeinde Burrweiler dem Landkommissariat Landau im bayerischen Rheinkreis; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor., später dem Bezirksamt Landau zugeordnet.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Frankweiler am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Edenkoben zugeordnet.

ReligionBearbeiten

2012 waren 63,2 Prozent der Einwohner katholisch und 16,9 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Burrweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau eine silberne Lilie mit goldenem Wirtel.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1844 vom bayerischen König genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1755.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Hauptstraße als Teil der Denkmalzone Ortskern

Der Ortskern ist als Denkmalzone ausgewiesen; hinzu kommen zahlreiche Einzeldenkmäler, darunter das Schloss Burrweiler und die Annaberg-Kapelle.[7] Letztere stammt ursprünglich wohl aus dem 16. Jahrhundert und wurde mehrfach vollständig erneuert zuletzt in den Jahren 1895 und 1896.

Im September 2000 wurde das Deutsche Ofenmuseum durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eingeweiht. Gezeigt wurden, an über 100 Exponaten, die Ofen-Geschichte von der offenen Feuerstelle des 16. Jahrhunderts zum Ofen des 20. Jahrhunderts in Abfolge der Stilepochen zeitgetreu inszeniert. 2009 wurde es geschlossen. Das Museum befindet sich nunmehr in den Räumen der Viessmann-Werke in Allendorf (Eder). In Burrweiler befindet sich jedoch noch eine Antik-Ofen-Galerie in den Ausstellungsräumen der Firma Stritzinger.[8]

Auf Gemarkung von Burrweiler befinden sich außerdem die St.-Anna-Hütte und die inzwischen abgegangene Burg Geisberg.

InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Burrweiler ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellagen Altenforst, Schloßgarten, Schäwer und St. Annaberg.

VerkehrBearbeiten

Burrweiler liegt an der Deutschen Weinstraße, die in diesem Bereich mit der Landesstraße 507 identisch ist. Die Gemeinde ist über die Buslinie 500 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Landau und Neustadt an der Weinstraße führt. Durch den Ort verlaufen der Pfälzer Keschdeweg sowie der Pfälzer Weinsteig.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Klemens Weber, Altbürgermeister, ernannt 2007

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Adolf Kessler (1890–1974), Maler und Grafiker, entwart 1936 das Fresko im „Ritterkeller“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 101 (PDF; 2,2 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2019, S. 89 (PDF; 10 MB).
  8. Goerg Küffler: Kunstvolle Prachtstücke für den Dauereinsatz. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. April 2010, V10