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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Burrweiler
Burrweiler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Burrweiler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 6,29 km2
Einwohner: 811 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06345
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 015
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Website: www.burrweiler.de
Ortsbürgermeister: Christian Weber
Lage der Ortsgemeinde Burrweiler im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Landschaftsbild im Bereich der Gemeinde Burrweiler

Burrweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an. Burrweiler ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt 7 km südlich von Edenkoben an der Haardt am Westrand der Rheinebene innerhalb der Region Weinstraße. Zu Burrweiler gehören zusätzlich die Wohnplätze Weingut Annaberg und Sägewerk Burrweilermühle.[3] Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn – einschließlich ExklavenWeyher in der Pfalz, Hainfeld, Flemlingen, Böchingen, Gleisweiler, Walsheim, Ramberg, Hainfeld und Edesheim. Mt dem Burrweiler Wald verfügt die Gemeinde weiter nordwestlich zudem eine Waldexklave. Diese grenzt im Uhrzeigersinn jeweils an Hainfeld, Edesheim, Roschbach, Ramberg, Walsheim, Flemlingen und Roschbach.

ErhebungenBearbeiten

Unmittelbar westlich des Siedlungsgebiets erhebt sich der Annaberg und nordöstlich der Geisberg, alternativ Schlossberg genannt. Die Südflanke des 637 Meter hohen Roßbergs befindet sich auf Gemarkung der Ortsgemeinde. An der Gemarkungsgrenze zu Gleisweiler erstreckt sich der 597,6 Meter hohe Teufelsberg. Innerhalb der Waldexklave erheben sich im Westen der 536 Meter hohe Langentalkopf, im Norden der etwa 566 Meter hohe Pfaffenkopf und im Osten der 581,3 m hohe Hermeskopf.

GewässerBearbeiten

Westlich des Roßbergs liegt der Roßbrunnen. Durch den äußersten Norden der Gemarkung verläuft in West-Ost-Richtung der Modenbach. Im Westen der Gemarkung entspringt der Hainbach, der nach Süden fließt und bereits nasch rund einem Kilometer die Gemeindegemarkung verlässt. Die Waldexklave wird im Westen durch den Eußerbach, der in diesem Bereich Katzenbach heißt, begrenzt. In ihr befindet sich die Quelle des Dernbachs, der jedoch bereits kurze Zeit später die Gemarkungsgrenze zu Ramberg überschreitet.

GeschichteBearbeiten

Zum ersten Male wurde Burrweiler am 7. April 1275 in einer Urkunde von König Rudolf von Habsburg im Kloster Weißenburg erwähnt. Im Jahre 1657 kam Burrweiler an die Freiherren von der Leyen, bei denen es bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verblieb.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte das Dorf zum französischen Departement Donnersberg,war dem Kanton Edenkoben zugeordnet und besaß eine eigene Mairie, die zusätzlich Flemlingen und Roschbach umfasste. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 880 Einwohner. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen und einem Tauschvertrag mit Österreich kam die Region nach einem einjährigen Intermezzo 1816 zum Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 war die Gemeinde Burrweiler dem Landkommissariat Landau im bayerischen Rheinkreis; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor., später dem Bezirksamt Landau zugeordnet.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Frankweiler am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Edenkoben zugeordnet.

ReligionBearbeiten

2012 waren 63,2 Prozent der Einwohner katholisch und 16,9 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz. Vor Ort befindet sich zudem der Kreuzweg Burrweiler. Die in Burrweiler lebenden Juden wurden in Wachenheim beigesetzt.

PolitikBearbeiten

 
Rathaus

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Burrweiler besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau eine silberne Lilie mit goldenem Wirtel.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1844 vom bayerischen König genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1755.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Kulturdenkmäler
 
Hauptstraße als Teil der Denkmalzone Ortskern

Der Ortskern ist als Denkmalzone ausgewiesen; hinzu kommen zahlreiche Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter das Schloss Burrweiler und die Annaberg-Kapelle.[7] Letztere stammt ursprünglich wohl aus dem 16. Jahrhundert und wurde mehrfach vollständig erneuert, zuletzt in den Jahren 1895 und 1896.

Sonstige Bauwerke

Im September 2000 wurde das Deutsche Ofenmuseum durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eingeweiht. Gezeigt wurden, an über 100 Exponaten, die Ofen-Geschichte von der offenen Feuerstelle des 16. Jahrhunderts zum Ofen des 20. Jahrhunderts in Abfolge der Stilepochen zeitgetreu inszeniert. 2009 wurde es geschlossen. Das Museum befindet sich nunmehr in den Räumen der Viessmann-Werke in Allendorf (Eder). In Burrweiler befindet sich jedoch noch eine Antik-Ofen-Galerie in den Ausstellungsräumen der Firma Stritzinger.[8]

Auf Gemarkung von Burrweiler befand sich außerdem die inzwischen abgegangene Burg Geisberg.

NaturBearbeiten

Auf Gemarkung von Burrweiler befinden sich insgesamt zwei Naturdenkmale. Zudem erstreckt sich das Naturschutzgebiet Haardtrand – Annaberg teilweise über die Gemeinde. Das gesamte Gemeindegebiet – einschließlich des Bereichs jenseits des Pfälzerwaldes mit Bebauung samt umliegender Weinberge – ist Bestandteil des Naturpark Pfälzerwald, der wiederum zum grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord gehört.

InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

 
Weinberge auf Gemarkung von Burrweiler

Burrweiler ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellagen Altenforst, Schloßgarten, Schäwer und St. Annaberg. In der Gemeinde ist das Weingut Herbert Meßmer ansässig, das Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter ist.

Im Zuge der Haingeraide war der Ort an der sogenannten zweiten Haingeraide – alternativ Mittel-Haingeraide genannt – beteiligt, die in der frühen Neuzeit aufgelöst und die teilweise der Gemeinde unterstellt wurde.

VerkehrBearbeiten

Durch Burrweiler verläuft die Landesstraße 507. Von dieser zweigt innerhalb des Siedlungsgebiets die Kreisstraße 58 ab, die nach Norden in den Pfälzerwald führt und nach Süden die Landesstraße 519. Die Gemeinde ist über die Buslinie 500 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Landau und Neustadt an der Weinstraße führt.

TourismusBearbeiten

Burrweiler liegt an der Deutschen Weinstraße, die in diesem Bereich mit der Landesstraße 507 identisch ist. Durch den Ort verlaufen der Pfälzer Keschdeweg, der Pfälzer Weinsteig sowie der Radweg Deutsche Weinstraße. Der Ort ist zudem Ausgangspunkt eines Wanderwegs, der mit einem blauen Balken gekennzeichnet ist und der bis zur Passhöhe Drei Buchen führt. Über die Waldgemarkung verläuft außerdem ein Wanderweg, der mit einem roten Balken markiert ist. Darüber hinaus befindet sich die St.-Anna-Hütte auf der Gemeindegemarkung.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Klemens Weber, Altbürgermeister, ernannt 2007

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Adolf Kessler (1890–1974), Maler und Grafiker, entwart 1936 das Fresko im „Ritterkeller“

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 160 (PDF; 3 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2019, S. 89 (PDF; 10 MB).
  8. Goerg Küffler: Kunstvolle Prachtstücke für den Dauereinsatz. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11. April 2010, V10