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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gommersheim
Gommersheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gommersheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 116 m ü. NHN
Fläche: 11,29 km2
Einwohner: 1545 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67377
Vorwahl: 06327
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 032
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Website: www.gommersheim.de
Ortsbürgermeister: Lothar Anton (SPD)
Lage der Gemeinde Gommersheim im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Fachwerkhaus in Gommersheim

Gommersheim ist die am weitesten östlich gelegene Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der Ort liegt 9 km östlich von Edenkoben und 11 km westlich von Speyer zwischen dem Haardt und dem Rhein mitten im Gäu und bildet den östlichen Abschluss des Landkreises Südliche Weinstraße. Zu Gommersheim gehört zusätzlich der Wohnplatz Kindelsbrunnerhof.[2] Zudem umfasst das Gemeindegebiet zwei Exklaven im Pfälzerwald, von denen die weiter östlich liegende den Gebirgspass Benderplatz umfasst. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Neustadt an der Weinstraße, Harthausen, Schwegenheim, Weingarten, Freisbach und Böbingen.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Nördlich des Siedlungsgebiets fließt der Triefenbach in West-Ost-Richtung; er entspringt innerhalb der weiter östlich liegenden Waldexklave am Osthang des 613,6 Meter hohen Steigerkopf. Im Süden bildet zunächst der Lachgraben die südliche Gemarkungsgrenze, die kurze Zeit später vom Modenbach fortgesetzt wird. Die westlichere Exklave wird im Westen durch den Kohlbach begrenzt.

GeschichteBearbeiten

Gommersheim entstand wahrscheinlich bereits im 6. Jahrhundert und wurde um 800 als Gunmareshaim erstmals urkundlich erwähnt, als ein Acbuto dem Kloster Fulda hier zwei Leibeigene schenkte. Im Jahr 1508 kam das Reichsdorf Gommersheim unter die Schutz- und Schirmherrschaft der Kurpfalz.[3] Ab 1708 gehörte der Ort zu den gräflich Degenfeldischen Besitzungen, bei denen es bis Ende des 18. Jahrhunderts verlieb.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Gommersheim in den Kanton Landau eingegliedert. 1814 hatte der Ort insgesamt 693 Einwohner. Ein Jahr darauf wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. 1817 wechselte die Gemeinde in den Kanton Edenkoben. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Gommersheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte die Gemeinde am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Gommersheim der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Edenkoben zugeordnet.

BevölkerungBearbeiten

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gommersheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][4]

Jahr Einwohner
1815 749
1835 857
1871 912
1905 1.043
1939 1.034
1950 1.191
Jahr Einwohner
1961 1.261
1970 1.279
1987 1.218
1997 1.300
2005 1.305
2018 1.545

ReligionBearbeiten

Die einst vor Ort ansässigen jüdischen Einwohner besaßen eine Synagoge.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Gommersheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU BLG Gesamt
2014 7 3 6 16 Sitze
2009 8 2 6 16 Sitze
2004 8 4 4 16 Sitze
  • BLG = Bürgerliste Gommersheim e. V.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Ein goldenes Hufeisen mit Querstrich auf schwarzem Grund.“

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit 1975 besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Varennes-Saint-Sauveur.

KulturBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Denkmalgeschütztes Haus in der Ortsmitte

Die Hauptstraße ist als Denkmalzone ausgewiesen. Hinzu kommen außerdem insgesamt 22 Einzelobjekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter der Schänzelturm, der sich innerhalb der einen Waldexklave befindet.

VereineBearbeiten

Der größte Verein der Ortsgemeinde, der Sportverein SV Gommersheim 1945 e.V., ist mit seiner Fußballmannschaft in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt vertreten.

InfrastrukturBearbeiten

 
Waldhaus Auf den Steinen des Pfälzerwald-Vereins

VerkehrBearbeiten

Gommersheim besaß ab 1905 einen Bahnhof an der 1956 stillgelegten Lokalbahn Speyer–Neustadt. Nächstgelegener Bahnhof ist Edenkoben an der Bahnstrecke Neustadt–Wissembourg.

BildungBearbeiten

In Gommersheim befindet sich eine Außenstelle der Grundschule Böbingen.

BildergalerieBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 102 (PDF; 2,2 MB).
  3. Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen. Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 38.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen