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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Schwegenheim
Schwegenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Schwegenheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 16′ N, 8° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Germersheim
Verbandsgemeinde: Lingenfeld
Höhe: 123 m ü. NHN
Fläche: 12,27 km2
Einwohner: 3016 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67365
Vorwahl: 06344
Kfz-Kennzeichen: GER
Gemeindeschlüssel: 07 3 34 028
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 60
67360 Lingenfeld
Website: www.schwegenheim.de
Ortsbürgermeister: Bodo Lutzke (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Schwegenheim im Landkreis Germersheim
Wörth am RheinGermersheimZeiskamOttersheim bei LandauKnittelsheimBellheimScheibenhardtBerg (Pfalz)HagenbachNeuburg am RheinJockgrimNeupotzHatzenbühlRheinzabernSteinweilerErlenbach bei KandelKandel (Pfalz)Winden (Pfalz)VollmersweilerFreckenfeldMinfeldLeimersheimKuhardtRülzheimHördtSchwegenheimLingenfeldFreisbachWeingarten (Pfalz)Westheim (Pfalz)LustadtBaden-WürttembergFrankreichSpeyerRhein-Pfalz-KreisNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKarte
Über dieses Bild

Schwegenheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit 1972 zusammen mit fünf weiteren umliegenden Gemeinden der Verbandsgemeinde Lingenfeld an.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Schwegenheim liegt in der Rheinebene zwischen der Haardt (Pfälzerwald) und der Stadt Speyer am Rhein. Durch Schwegenheim fließt der Hainbach.

NachbargemeindenBearbeiten

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Schwegenheim gehören auch die Wohnplätze Bründelsberg, Vorderlohe und Hof Sonnenfeld.[2]

KlimaBearbeiten

Das Klima in Schwegenheim ist, wie in der gesamten Vorderpfalz und der angrenzenden Kurpfalz, relativ mild (warme Sommer, fast schneelose Winter). Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 9 °C.

GeschichteBearbeiten

AntikeBearbeiten

 
Inschrift von 1712 am Haus Hauptstraße 79

Zur Zeit der Eroberung Galliens durch Gaius Julius Caesar lebten in der Region um Schwegenheim die Volksstämme der Triboker oder Wangionen. Nach der Eroberung bildete die Provinz Germania superior mit dem Rhein die Grenze des Römischen Reiches gegen Germanien. Später wurden noch kleinere Teile östlich des Rheins erobert und zur römischen Provinz Agri decumates. Als immer mehr fränkische und alemannische Stämme diese Provinz bedrängten, wurde sie 275/276 aufgegeben und der Limes an den Rhein zurückverlegt. Nachdem im Jahre 405 die Ostgoten in Italien eingefallen waren, wurden 406 die römischen Truppen aus der Pfalz abgezogen.

MittelalterBearbeiten

In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 985 wurde die Gemeinde Suaebechenheim als Besitz des Klosters Weißenburg erstmals erwähnt.

NeuzeitBearbeiten

Im 15./16. Jahrhundert wurde Schwegenheim gemeinherrlicher Bestandteil zwischen dem Hochstift Speyer und der Kurpfalz im gemeinsamen Amt Landeck. 1709 gab das Hochstift Speyer seinen Anteil an das Amt Landeck ab Schwegenheim war somit bis 1797 ungeteilt kurpfälzischer Besitz. Infolge der Revolutionskriege kam Schwegenheim in Napoleonischer Zeit an das Département du Mont-Tonnerre und wurde schließlich nach dem Wiener Kongress Bayern zugeschlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schwegenheim eine rheinland-pfälzische Gemeinde.

Im Jahr 1989 gewann Schwegenheim die Goldplakette im Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Wenn nicht gesondert aufgeführt, ist die Quelle der Daten das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz.[3]

Jahr Einwohner
1802[4] 825
1815 1.258
1835 1.346
1849[4] 1.420
1861[4] 1.463
1871[5] 1.449
1905 1.391
Jahr Einwohner
1939 1.536
1950 1.757
1965 2.036
1970 2.057
1975 2.077
1980 2.207
1985 2.294
Jahr Einwohner
1990 2.336
1995 2.470
2000 2.830
2005 2.938
2010 2.918
2013 2.892
2017 3.006

ReligionBearbeiten

2012 waren 46,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 24,1 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[6] Im Jahr 1871 waren von insgesamt 1.449 Einwohnern 1.216 evangelisch (84 Prozent), 189 katholisch (13 Prozent) und 44 jüdisch (3 Prozent).[5]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Schwegenheim besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019 08 3 09 20 Sitze
2014 09 3 08 20 Sitze
2009 09 11 20 Sitze
2004 10 3 07 20 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Jahr Ortsbürgermeister Partei
1974–1999 Kurt Kaufmann SPD
1999–2019 Peter Goldschmidt SPD
seit 2019 Bodo Lutzke FWG[8]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber ein blaues Hufeisen mit abwärtsgekehrten Stollen.“[9]

Es wurde 1964 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1698.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Schwegenheim hat Partnerschaften geschlossen 1974 mit der Ortschaft Pichl der Gemeinde Gsies in Südtirol, 1986 mit der Gemeinde Lobsann im Elsass und 1991 mit Herzfelde in Brandenburg.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Die landwirtschaftlichen Produkte, gedeihen in der Rheinebene – so auch in Schwegenheim – schon recht früh, wie Radieschen, Salate, Kartoffeln, Erdbeeren, Spargel, sogar Mandeln und Honigmelonen. Aber auch im Herbst bieten die einheimischen Landwirte bzw. Direktvermarkter ein reichhaltiges Angebot an Äpfeln, Birnen und Kürbissen.

VerkehrBearbeiten

Schwegenheim ist über die Bundesstraßen 9 (KranenburgLauterbourg) und 272 (nach Landau in der Pfalz) an das überregionale Straßennetz angebunden. Bis 1956 hatte Schwegenheim einen Bahnhof und war an die schmalspurige Lokalbahn Speyer–Neustadt (Pfefferminzbähnel) angebunden. Der Bahnhof ist heute ein Wohnhaus.

EnergieBearbeiten

Seit 2006 ist Schwegenheim Standort von drei Windkraftanlagen bei 49° 16′ 6″ N, 8° 21′ 46″ O.

2019 wurden vier weitere Windkraftanlagen gebaut.

Die drei erstgenannten Anlagen haben eine Gesamthöhe von 150 Metern, die anderen vier eine von 200 Metern.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Julius von Kennel (1854–1939), deutscher Zoologe, Entomologe und Hochschullehrer
  • Jakob Degen (1859–1947), Verwaltungsbeamter und Bezirksamtmann in Kronach

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwegenheim – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 148 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 26. Juli 2019.
  4. a b c Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungs-Bezirkes der Pfalz, 1863, S. XXXVII des Anhangs.
  5. a b Ergebnisse der Volkszählung im Königreiche Bayern vom 1. Dezember 1871 nach einzelnen Gemeinden, 1873, S. 65.
  6. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl, Einzelergebnisse
  9. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.