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Münchweiler am Klingbach

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Münchweiler am Klingbach
Münchweiler am Klingbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Münchweiler am Klingbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 9′ N, 7° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Annweiler am Trifels
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 2,14 km2
Einwohner: 201 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76857
Vorwahl: 06346
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 054
Adresse der Verbandsverwaltung: Meßplatz 1
76855 Annweiler am Trifels
Website: www.vg-annweiler.de
Ortsbürgermeister: Carius, Hans-Peter
Lage der Ortsgemeinde Münchweiler am Klingbach im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild

Münchweiler am Klingbach (pfälzisch Minchwoiler oder Mäichber) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die kleinste Ortsgemeinde darstellt.

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, im Tal zwischen Annweiler am Trifels und Bad Bergzabern. Mitten durch den Ort fließt in West-Ost-Richtung der Klingbach. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Waldrohrbach, Waldhambach, Klingenmünster und Silz.

GeschichteBearbeiten

Der Name Münchweiler verweist auf Besiedlung durch Mönche.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Gemeinde zu Pfalz-Zweibrücken und war dort als Exklave der Oberen Herrschaft dem Oberamt Guttenberg unterstellt.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Münchwiller – so der damalige Ortsname – in den Kanton Kandel eingegliedert, innerhalb dessen der Ort ebenfalls eine Exklave bildete. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 158 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Ab 1817 war der Ort Bestandteil des Kanton Annweiler. Von 1818 bis 1862 gehörte Münchweiler dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Bergzabern hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Münchweiler innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Münchweiler der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels zugeordnet.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Münchweiler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Von Silber und Schwarz gespalten, rechts ein Mönch in schwarzem Ordenshabit, in der Rechten ein aufgeschlagenes rotes Buch, in der Linken einen goldenen Abtstab haltend, links über gesenktem silbernen Wellenbalken, darunter ein goldenes Eichenblatt, ein wachsender rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe.“
Wappenbegründung: Durch den Mönch handelt es sich um ein „sprechendes Wappen“, der Wellenbalken symbolisiert den Klingbach

KulturBearbeiten

Mit einem Wohnhaus und einem Wegekreuz existieren vor Ort insgesamt zwei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.[3] Vor Ort findet jährlich eine sogenannte Kerwe statt.

Verkehr und InfrastrukturBearbeiten

Am südlichen Siedlungsrand von Münchweiler verläuft die Landesstraße 493. Die Buslinie 531 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar verbindet die Gemeinde mit Landau in der Pfalz und Annweiler am Trifels. Nächstgelegener Bahnhof ist Annweiler am Trifels. Vor Ort existiert außerdem die sogenannte Wasgauhalle. Am südwestlichen Ortsrand befindet sich ein Friedhof.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Jakob Bisson (1888–1963), katholischer Priester und Kirchenhistoriker

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2019, S. 71 (PDF; 10 MB).