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Pleisweiler-Oberhofen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Pleisweiler-Oberhofen
Pleisweiler-Oberhofen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Pleisweiler-Oberhofen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 7′ N, 8° 0′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Bad Bergzabern
Höhe: 190 m ü. NHN
Fläche: 5,05 km2
Einwohner: 848 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 168 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76889
Vorwahl: 06343
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 062
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Königstraße 61
76887 Bad Bergzabern
Website: www.pleisweiler-oberhofen.de
Ortsbürgermeister: Roland Gruschinski (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Pleisweiler-Oberhofen im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Blick auf Pleisweiler-Oberhofen

Pleisweiler-Oberhofen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie entstand 1828 durch Zusammenlegung der Gemeinden Pleisweiler und Oberhofen. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Der staatlich anerkannte Erholungsort[2] liegt zwischen dem Pfälzerwald und dem Rhein in der Region Weinstraße. der Westen der Gemarkung ragt in den Wasgau hinein, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird.

Zu Pleisweiler-Oberhofen gehören zusätzlich die Wohnplätze Haus Eichenlaub und Wappenschmiede.[3] Nachbargemeinden sind – in Uhrzeigersinn – Gleiszellen-Gleishorbach, Heuchelheim-Klingen, Niederhorbach, Kapellen-Drusweiler und Bad Bergzabern.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Im Südwesten der Gemeindegemarkung unweit der Grenze zu Bad Bergzabern erhebt sich der 315 Meter hohe Eulenkopf. Durch die Gemeinde fließt in West-Ost-Richtung der Hirtenbach

GeschichteBearbeiten

Beim Bau der Umgehungsstraße wurden Reste einer römischen Ansiedlung gefunden (gemauerter Keller mit Scherben der Warenarten Terra Sigillata und Terra Nigra). Nach der Schlacht von Zülpich wurde das Gebiet von den Franken besiedelt. Wahrscheinlich war Blidineswilare eine der ältesten Siedlungen in der Region. Oberhofen wurde erstmals im 9. Jahrhundert als Gutshof des Klosters Klingenmünster erwähnt. 1828 wurden die Dörfer Pleisweiler und Oberhofen zu einer Gemeinde im Rahmen des Königreichs Bayern vereinigt.

Die neu gebildete Gemeinde gehörte dem Landkommissariat Bergzabern an; aus diesem ging das Bezirksamt Bergzabern hervor. 1939 wurde sie in den Landkreis Bergzabern eingegliedert. Im Zweiten Weltkrieg litt das Dorf unter wiederholten Räumungen und Beschuss durch Artilleriefeuer. Nach dem Krieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Pleisweiler-Oberhofen am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zugeordnet.

ReligionBearbeiten

Ende 2013 waren 43,0 Prozent der Einwohner evangelisch und 37,3 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[4] Die einst im Ort ansässigen Juden besaßen außerdem eine Synagoge.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Pleisweiler-Oberhofen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat: [5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019 5 - 7 12 Sitze
2014 4 - 8 12 Sitze
2009 5 4 3 12 Sitze
2004 2 5 5 12 Sitze

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Schwarz ein goldener Engel mit goldenen Flügeln, goldener Gloriole und rotem Schulterriemen, rotem Kreuzstirnband und roter Lanze, damit einen auf dem Rücken liegenden rotbezungten grünen Drachen tötend.“[6]
Wappenbegründung: Es wurde 1982 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1521. Der Erzengel Michael war der Patron des Klosters Klingenmünster, zu dem Pleisweiler gehörte.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Denkmalgeschützte katholische Pfarrkirche St. Simon und Judas in Pleisweiler

Auf Gemarkung von Pleisweiler-Oberhofen befinden sich zahlreiche Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter das Ochsensteiner Schloss.

NaturBearbeiten

Über das Gebiet der Ortsgemeinde erstrecken sich die Naturschutzgebiete Haardtrand – Wolfsteig und Haardtrand – Gottesacker.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Die alljährliche Kerwe findet am ersten Wochenende im September statt. Am zweiten Wochenende im Oktober wird zum Weinfest „Fest des Federweißen“ eingeladen. Regelmäßig finden unter dem Titel Pleisweiler Gespräche Diskussionen zu aktuellen politischen Themen statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Landesstraße 508 – zugleich Deutsche Weinstraße innerhalb von Pleisweiler-Oberhofen

WirtschaftBearbeiten

Pleisweiler-Oberhofen ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befindet sich die Einzellage Schloßberg. Im Südost des Gemeindegebiets an der Grenze zu Bad Bergzabern befindet sich außerdem ein Gewerbegebiet.

VerkehrBearbeiten

Durch das Siedlungsgebiet verläuft die Landesstraße 508. Im Osten der Gemeindegemarkung verläuft in Nord-Süd-Richtung die Bundesstraße 48 und im Südosten für ein kurzes Stück die Bundesstraße 38. Pleisweiler-Oberhofen ist über die Buslinie 540 an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Bad Bergzabern.

TourismusBearbeiten

Durch die Gemeinde führen die Deutsche Weinstraße und der Radweg Deutsche Weinstraße.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 101 (PDF; 2,2 MB).
  4. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.