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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Walsheim
Walsheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Walsheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 14′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 171 m ü. NHN
Fläche: 5,15 km2
Einwohner: 582 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76833
Vorwahl: 06341
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 082
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Website: walsheim.com
Ortsbürgermeister: Klaus Degen
Lage der Ortsgemeinde Walsheim im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Hainbach innerhalb von Walsheim

Walsheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Die Gemeinde gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Landau in der Pfalz hat und innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die drittkleinste Ortsgemeinde darstellt.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Walsheim liegt in der Region Weinstraße. Nachbargemeinden sind - im Uhrzeigersinn - Roschbach, Knöringen, Landau in der Pfalz, Böchingen und Flemlingen. Zudem gehören zur Gemeinde zusätzlich zwei Exklaven im Pfälzerwald.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Durch das Siedlungsgebiet fließt der Hainbach. Zudem durchfließt dieser in seinem Oberlauf die östliche Exklave. Die weiter westlich liegende liegt am Eußerbach, der in diesem Bereich Katzenbach heißt. Zudem umfasst sie die Südostflanke des 502,4 Meter hohen Kesselberg.

GeschichteBearbeiten

Der Name Walsheim wird nach einer Urkunde des Klosters Lorsch mit dem dabei gelegenen Dorfe Roschbach im Jahre 769 erstmals erwähnt. In der karolingischen Zeit (800–911) hieß der Ort Walahesheim. Walsheim gehörte einst zur Vogteigerechtigkeit der alten Herrschaft Scharfeneck. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch wurde das Dorf verschiedenen Obrigkeiten zugeteilt.

Erste Zeugnisse des Kirchenbaus sind für das Jahr 1321 belegt. Im Dreißigjährigen Krieg starben durch Hunger und Pest nach Aussage der Kirchenbücher im Jahre 1622 54 Einwohner, 1632 kamen 56 und 1633 49 Einwohner um. Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Walsheim zur Kurpfalz.

Weitere Unruhen brachten die Koalitionskriege. Walsheim lag im Vorfeld der französischen Festung Landau (mit Nußdorf, Dammheim, Queichheim) und war somit stets Grenzgebiet. 1794 besetzten französische Revolutionstruppen die Schleid-Anhöhe neben der Kirche. In Edesheim standen die Preußen unter General Blücher. Die Kirche wurde am 30. Juni 1794 völlig zerstört.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Walsheim in den Kanton Edenkoben eingegliedert und unterstand der Mairie Böchingen. 1815 wurde die Gemeinde Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. 1817 wechselte er in den Kanton Landau. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Walsheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Walsheim am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Aus dem Jahr 1785 wird berichtet, dass in Walsheim 86 Familien mit 288 Angehörigen ansässig waren. Im Jahr 1802 waren es schon 395 und 1836 627 Einwohner. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 508 Einwohner. Am 31. Dezember 2014 hatte Walsheim 592 Einwohner.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

 
Rathaus

Der Gemeinderat in Walsheim besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Durch eine eingebogene goldene Spitze, darin ein schwebender blauer Ring, gespalten, rechts in Schwarz ein linksgewendeter rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, links von Silber und Blau gerautet.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

 
Denkmalgeschützte Kirche

Vor Ort befinden sich insgesamt zehn Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die heutige Kirche. Letztere wurde am ersten Sonntag im September des Jahres 1812 eingeweiht, was bis heute der Tag der Walsheimer Kerwe (Kirchweih) blieb.

PlattengrabBearbeiten

Ein fränkisches Plattengrab aus dem 12. bis 13. Jahrhundert wurde um die Jahrhundertwende im Silberberg bei Rodungsarbeiten freigelegt, dem ein römischer Grabstein als Abdeckung diente. Es besaß eine Höhe von 1,86 m und eine Breite von 0,96 m. Zu erkennen ist die Darstellung eines Totenmahls; links sieht man die Füße einer stehenden Figur vor einer Ruheliege. Auf dem Boden steht ein einhenkliges Gefäß, auf einem dreibeinigen Tisch zwei Becher, dazwischen ein größeres Gefäß. Die Inschrift lautet:

D(is) M(anibus)/ eterne quieti (et)erne securit/ atis Barbatus Silvester/ d(ecurio) C(ivitatis) N(emetum) Arbirius et Silvanus et Silvio(n)i Severo fratres patri carissimo/ et Rusticus ne(p)os f(aciendum) c(uraverunt). (Text: Zum Totengedenken an Barbatus Silvester, dem Speyerer Ratsherrn, errichtet von den Brüdern Arbirius, Silvanus und Severus ihrem teuren Vater und von Vetter Rusticus.)

NaturBearbeiten

Einziges Naturdenkmal vor Ort ist ein Ensemble von Linden an der Kirche.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

 
Weingut in Walsheim

Die Gemeinde ist ein Weinort. Der Weinbau wurde infolge der im Jahre 1964 begonnenen und wurde im Zuge einer in fünf Abschnitten im Abstand von vier Jahren durchgeführten und 1980 abgeschlossenen Flurbereinigung zur Monokultur geworden. Im Zuge der Haingeraide war der Ort an der sogenannten zweiten Haardtgeraide – alternativ Mittel-Haingeraide genannt – beteiligt, die in der frühen Neuzeit aufgelöst und die teilweise der Gemeinde unterstellt wurde.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde ist über die Buslinie 501 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die nach Landau und Neustadt an der Weinstraße führt.

EinrichtungenBearbeiten

Öffentliche Einrichtungen wie Friedhof, Feuerwehrhaus mit Vorplatz, Bushaltestelle, Walsheimer Hütte und Bücherei sind in der Obhut der Ortsgemeinde. 1987 hat die Ortsgemeinde das Neubaugebiet „Litscheäcker“ erschlossen und zwischenzeitlich den Buswendeplatz im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes mit Grünflächen umgestaltet. Im Haushalt 1993 berücksichtigte die Gemeinde den Ausbau eines Festplatzes am Sportplatz einschließlich der Erneuerung der Vorderflächen an der Süd- und Westseite der Sporthalle. Eigenleistungen des TSV Walsheim schufen die Sporthalle, die immer im Eigentum der Gemeinde verblieb und allen örtlichen Vereinen und der Gemeinde für kulturelle Veranstaltungen als Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung steht.

In den Hochstücken und nördlich der L 513 wurde Baugelände erschlossen. Nach Durchführung der Kanalisation wurden die Gemeindestraßen mit Gehwegen ausgebaut (Abschluß 1982). Hygienischer Fortschritt war der Ausbau des Hainbachs im Ortsbereich mit Wasserpflaster. Die „Walsheimer Gruppe“ sichert die Wasserversorgung; die Entsorgung erfolgt durch die gemeinschaftliche Kläranlage in Hochstadt. Die Grund- und Hauptschule sind den Schulzweckverbänden Nußdorf und Landau zugeteilt. Die Kleinkinder werden im Kindergarten des Zweckverbandes Walsheim-Knöringen betreut.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 1999: Walter Heil (* 16.8.1922; † 12.2.2017), Altbürgermeister, verliehen für sein Engagement während seiner Zeit als Ortsbürgermeister von Walsheim.[3]

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Franz Xaver Schädler (1852–1913), 1881/82 Pfarrer von Walsheim, später Domkapitular in Bamberg, Abgeordneter des Zentrums im Bayerischen Landtag und im Deutschen Reichstag, dort bis 1913 stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. Nachruf: Heil ein Urgestein in Landau-Land. In: Die Rheinpfalz. 14. Februar 2017, abgerufen am 5. April 2019.