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Ilbesheim bei Landau in der Pfalz

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ilbesheim bei Landau in der Pfalz
Ilbesheim bei Landau in der Pfalz
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ilbesheim bei Landau in der Pfalz hervorgehoben

Koordinaten: 49° 11′ N, 8° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Landau-Land
Höhe: 202 m ü. NHN
Fläche: 6,07 km2
Einwohner: 1147 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 189 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76831
Vorwahl: 06341
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 042
Adresse der Verbandsverwaltung: An 44 Nr. 31
76829 Landau in der Pfalz
Website: www.ilbesheim.de
Ortsbürgermeister: Peter Jean
Lage der Ortsgemeinde Ilbesheim bei Landau in der Pfalz im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Ilbesheim (2009)
Blick auf das alte Rathaus und das Zentrum von Ilbesheim

Ilbesheim bei Landau in der Pfalz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Landau-Land an, innerhalb derer sie gemessen an der Einwohnerzahl die zweitgrößte Ortsgemeinde darstellt. Ilbesheim ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Ilbesheim liegt in der Region Weinstraße südwestlich von Landau in der Pfalz. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Landau in der Pfalz, Göcklingen, Eschbach und Leinsweiler. Im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, besitzt die Gemeinde eine Waldexklave.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Nordöstlich des Siedlungsgebiets an der Gemarkungsgrenze zu Landau erhebt sich die Kleine Kalmit, eine der Haardt vorgelagerten Erhebung. Der Birnbach fließt in West- Ost-Richtung mitten durch den Ort und seine Bebauung. Auf der Waldexklave erhebt sich der 512,7 Meter hohe Wetterberg.

GeschichteBearbeiten

Am 7. November 1704 wurde im Hauptquartier der kaiserlichen Truppen zu Ilbesheim vor Landau in der Pfalz der Ilbesheimer Vertrag als Kapitulationsvertrag durch den Vertreter der Kurfürstin Therese Kunigunde, den Hofkammerdirektor und Geheimsekretär Johann Sebald Neusönner, und die Vertreter des Kaisers Leopold I. unterzeichnet. Durch ihn wurden die Kriegshandlungen im Rahmen des Spanischen Erbfolgekrieges in Süddeutschland beendet.

Von 1802 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Ilbesheim in den Kanton Bergzabern eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Ein Jahr später folgte der Wechsel in den Kanton Landau. Von 1818 bis 1862 gehörte Ilbesheim dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging anschließend das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Ilbesheim innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Ilbesheim am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde die Gemeinde der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Landau-Land zugeordnet.

ReligionBearbeiten

Ende des Jahres 2013 waren 50 Prozent der Einwohner evangelisch und 25,7 Prozent katholisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Ilbesheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE FWG UBI Gesamt
2019 4 4 3 5 16 Sitze
2014 3 5 2 6 16 Sitze
2009 3 4 6 3 16 Sitze
2004 5 6 5 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Ilbesheim e. V.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Schwarz aus grünem Dreiberg wachsend ein rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe.“[5]
Wappenbegründung: Es wurde 1931 vom Bayerischen Staatsministerium des Innern genehmigt und geht zurück auf ein Siegel, das mindestens seit 1606 in Benutzung war.

KulturBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

 
Blick von der Kleinen Kalmit auf Weinberge und Pfälzerwald (2013)

WirtschaftBearbeiten

Ilbesheim ist ein Winzerort und als solcher Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellagen Rittersberg und Sonnenberg. Im Südwesten der Gemeinde ist zudem die Winzergenossenschaft Deutsches Weintor angesiedelt.

An der Kleinen Kalmit auf Ilbesheimer Gemarkung befindet sich der letzte kleine Safrananbau der Pfalz. Über den Safrananbau von Ilbesheim berichtete bereits Hieronymus Bock in seinem New Kreutterbuch von 1539.

VerkehrBearbeiten

Die Landesstraße 509 streift den südlichen Rand des Siedlungsgebiets. Westlich von letzterem verläuft dier Kreisstraße 20. Der Ort selbst ist über die Buslinie 530 und 531 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden. In östliche Richtung führen beide nach Landau in der Pfalz. Die Linie 530 verbindet Ilbesheim mit Annweiler am Trifels, die Linie 531 mit Leinsweiler und Ranschbach. Durch die Gemeinde verläuft außerdem die Südroute der Pfälzer Jakobswege.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Ludwig Joachim

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  6. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2019, S. 55 ff. (PDF; 10 MB).