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Hainfeld (Pfalz)

Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Hainfeld
Hainfeld (Pfalz)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hainfeld hervorgehoben
Koordinaten: 49° 15′ N, 8° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Edenkoben
Höhe: 182 m ü. NHN
Fläche: 6,23 km2
Einwohner: 853 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 76835
Vorwahl: 06323
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Poststraße 23
67480 Edenkoben
Website: www.hainfeld.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Schwarz (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Hainfeld im Landkreis Südliche Weinstraße
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Über dieses Bild
Hainfeld – Blick vom Annaberg
Weinstraße
Schild einer Gaststätte in Hainfeld

Hainfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz und gehört zur Verbandsgemeinde Edenkoben.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Ortsgemeinde liegt fünf Kilometer südwestlich von Edenkoben zwischen dem Biosphärenreservat Pfälzerwald und dem Rhein. Zu Hainfeld gehört auch der Wohnplatz Mittelmühle.[2] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Rhodt unter Rietburg, Edesheim, Roschbach, Flemlingen, Burrweiler und Weyher in der Pfalz.

Erhebungen und GewässerBearbeiten

Mitten durch das Siedlungsgebiet verläuft in West-Ost-Richtung der Modenbach. Vor Ort müdet in diesen von rechts der Lützelbach. Zur Gemeinde gehört zudem zwei Exklaven im Pfälzerwald; auf der Gemarkung einer dieser beiden befindet sich die Nordseite des Roßberg. Die zweite Exklave liegt weiter nordwestlich und umfasst unter anderem die Nordflanke des 566 Meter hohen Pfaffenkopf.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde erstmals 781 im Güterverzeichnis des Klosters Lorsch unter dem Namen Stratfeld erwähnt. Bereits damals war Weinanbau eine wichtige Erwerbsquelle. Vom 15. bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der Ort dem Hochstift Speyer und unterstand dort dem Amt Edesheim. In den Jahren 1621 und 1651 erfolgten kriegsbedingte Zerstörungen.

Im Jahr 1673 wurde der Ort von den Franzosen besetzt. Damals kam es zu einem Anschlag auf die französischen Soldaten, nach dem die Dorfbewohner in der Region als die „Seselmörder“ bzw. „Seselmesser“ bezeichnet wurden. Frankreich besetzte den Ort erneut 1779 und, nach einer kurzen preußischen Besetzung, 1793.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Heimfelden – so der damalige Ortsname – in den Kanton Edenkoben eingegliedert und unterstand der Mairie Weyer. 1815 hatte der Ort insgesamt 690 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Landau an; aus diesem ging das Bezirksamt Landau hervor.

Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Landau in der Pfalz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hainfeld innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Hainfeld der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Edenkoben zugeordnet.

ReligionenBearbeiten

Ende des Jahres 2013 waren 61,4 Prozent der Einwohner katholisch und 19,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Hainfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Blau ein durchgehendes silbernes Kreuz, belegt mit einem schwarzen Gemarkungszeichen in Form eines mit dem oberen Arm nach oben verlängerten und nach rechts mit einem Widerhaken besetzten Kreuzes in einem Kreis, oben rechts bewinkelt von einer goldenen Traube.“[5]
Wappenbegründung: Es wurde 1961 vom Mainzer Innenministerium genehmigt und enthält neben dem Gemarkungszeichen, das auf ein Siegel von 1742 zurückgeht, das Kreuz des Hochstifts Speyer.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Im Ort befinden sich zahlreiche historische Gebäude im Stil der Renaissance, des Rokoko und des Barock. Als das Wahrzeichen gilt die Kirche mit einem im Jahr 1886 umgestalteten Turm. Der Röhrenbrunnen stammt aus dem Jahr 1561.

Auch die zahlreichen alten Winzerhäuser sind einen Besuch wert.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Hainfeld

VeranstaltungenBearbeiten

2006 war Hainfeld Eröffnungsort des Erlebnistags Deutsche Weinstraße.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Hauptwirtschaftszweig der Ortsgemeinde ist der Weinbau.[6] Als solche ist sie Teil des Weinanbaugebiets Pfalz. Vor Ort befinden sich die Einzellagen Kapelle, Kirchenstück und Letten.

VerkehrBearbeiten

Durch Hainfeld verlaufen die Landesstraße 507, die Kreisstraße 56 und die Deutsche Weinstraße. Der Ort ist über die Buslinien 500 und 501 des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die beide nach Landau und Neustadt an der Weinstraße führen. Zudem liegt Hainfeld am Radweg Deutsche Weinstraße.

PersönlichkeitenBearbeiten

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EhrenbürgerBearbeiten

  • Horst Schmid

Personen, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 102 (PDF; 2,2 MB).
  3. KommWis, Stand: 31. Dezember 2013
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  6. Lergenmüllers Pfalz-Rheingau-Cuvée@1@2Vorlage:Toter Link/www.rheinpfalz.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Die Rheinpfalz vom 7. Februar 2013
  7. Viktor Carl – Neuland Südpfalz - brand eins wissen. Abgerufen am 22. Dezember 2017.
  8. Carl, Viktor.: Lexikon Pfälzer Persönlichkeiten. 3., überarb. und erw. Aufl. Hennig Verlag, Edenkoben 2004, ISBN 3-9804668-5-X.