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Nette (Dortmund)

Stadtteil von Dortmund

Nette ist der Statistische Bezirk 93 und zugleich ein Stadtteil im Nordwesten der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er gehört zum Stadtbezirk Mengede.

Nette
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 34′ 0″ N, 7° 23′ 0″ O
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 2,73 km²
Einwohner: 6300 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.311 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1928
Postleitzahlen: 44357, 44359
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 93
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Über dieses Bild
Lage von Nette in Dortmund
Dortmund-Nette, ländlich
Dortmund-Nette, ländlich
Sportplatz des FC Nette
Die katholische Kirche

Das Wort Nette leitet sich von Nyt oder Ned ab und steht für eine feuchte Niederung. Ursprünglich nur aus einigen Bauernhöfen bestehend, aufgeteilt in Niedernette, Obernette und den Dorhöfen, begann die Geschichte von Nette eigentlich erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Errichtung der Zeche Westhausen in Bodelschwingh und der Zeche Adolf von Hansemann in Mengede. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann mit der Errichtung der „Colonie“ genannten Bergarbeitersiedlung der Ortsteil auf seine heutige Größe anzuwachsen. Der Ort liegt auf einer Höhe von 70 m ü. NHN.

Am 1. April 1928 wurde Nette nach Dortmund eingemeindet.[2]

Damals wie heute ist Nette ein fast reines Wohngebiet in einem teilweise noch landwirtschaftlich geprägten Umfeld. Der Stadtteil ist durch eine gemischte Wohnbebauung geprägt. Zentral in Nette liegt die Hochhaussiedlung an der Butzstraße mit bis zu 12-stöckigen Wohngebäuden, die gemeinhin unter dem Namen "BuRiAd-Siedlung" bekannt ist. Der östliche Bereich des Stadtteils ist überwiegend durch Mehrfamilienhäuser geprägt. Im Westen Nettes dominieren Zechenhäuser sowie Ein- bis Zweifamilienhäuser das Ortsbild.

Nette hat eine katholische und eine evangelische Kirche.

Nette gehört zu den 13 sozial-benachteiligten Stadtteilen Dortmunds.

BevölkerungBearbeiten

Struktur der Netter Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 23,6 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][3]
  • Altenquote: 33,2 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][4]
  • Ausländeranteil: 22,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][5]
  • Arbeitslosenquote: 15,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][6]

Das durchschnittliche Einkommen in Nette liegt etwa 15 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1987 2003 2008 2013 2016 2018
Einwohner 7160 6218 6068 6019 6351 6300

BildungBearbeiten

Nette verfügt über ein Schulzentrum, das die Albert-Schweitzer-Realschule und das Heinrich-Heine-Gymnasium umfasst. Das Gymnasium nahm 1972 den Schulbetrieb auf. Die Realschule hat die längste Geschichte (bestehend seit 1920), hatte ihren Standort aber zuerst in Mengede und befindet sich ebenfalls seit 1972 im neuen Gebäude in Nette. Das Gebäude der ehemalig ansässigen Hauptschule Nette wird nun von der Realschule und dem Gymnasium gemeinsam genutzt,da diese nun für die Hauptschule Mengede im Mengeder Ortskern gewichen ist.

SportBearbeiten

Sportlicher Bestandteil der Geschichte Nettes ist der Fußballverein DJK Sportfreunde Nette 1920 e.V. Der Verein ist im Jahre 2006 in die Bezirksliga aufgestiegen.

Die Sportanlage: Auf der Bezirkssportanlage in Dortmund-Nette am Hallenbad spielen etwa 200 Kinder in 13 Jugendmannschaften der Jahrgangsstufen A-Junioren bis F-Junioren, der Mini-Kicker sowie zwei Seniorenmannschaften und eine Altherrenmannschaft. Die Sportfreunde aus Nette haben außerdem eine Damenmannschaft und eine U17 Mädchenmannschaft. Die Sportanlage umfasst ein Großfeld sowie zwei Kleinfelder, die bestmögliche Spiel- und Trainingsmöglichkeiten bieten.

VerkehrBearbeiten

 
Die Bahnhofsbrücke als Dominante im Ortskern

Nette hat eine S-Bahn-Station namens Dortmund-Nette/Oestrich an der Linie S 2 in Richtung Dortmund Hauptbahnhof und Dortmund-Mengede.

Die Ansiedlung „Obernette“ wird zudem von der Stadtbahnlinie U 47 bedient. Fußläufig von dieser Stadtbahnstation befindet sich seit 2001 das Nahverkehrsmuseum Dortmund. Es ist in der Lokhalle der ehemaligen Kokerei Hansa am Mooskamp beheimatet und bietet Besichtigung und Charterfahrten mit historischen Straßenbahnen über alte Zechenbahngleise.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dortmund-Nette – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2018 (PDF)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 264.
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (PDF-Datei)