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Bahnhof Herne

Bahnhof in der Innenstadt von Herne im Ruhrgebiet

Der Bahnhof Herne liegt an der Bahnstrecke Duisburg–Dortmund in der Innenstadt von Herne im Ruhrgebiet und ist nach Wanne-Eickel Hauptbahnhof der zweitwichtigste Bahnhof der Stadt.

Herner Bahnhof
Herne trainstation e&n.jpg
Bahnhof Herne vom Busbahnhof aus gesehen
Daten
Betriebsstellenart Kreuzungsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung EHER
IBNR 8000164
Kategorie 3
Eröffnung 1914
Profil auf Bahnhof.de Herne
Lage
Stadt/Gemeinde Herne
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 32′ 37″ N, 7° 13′ 4″ OKoordinaten: 51° 32′ 37″ N, 7° 13′ 4″ O
Höhe (SO) 74 m
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

GeschichteBearbeiten

Der Bahnhof wurde 1847 zusammen mit der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnet. Er befand sich zwischen dem damaligen Dorf Herne mit etwa 1000 Einwohnern und dem Wasserschloss Strünkede. Dieser erste Bahnhof lag südlich des heutigen an der Von-der-Heydt-Straße. Er diente auch dem Anschluss der weiter südlich gelegenen Stadt Bochum, die erst 14 Jahre später einen eigenen Bahnhof erhielt. Deshalb trug der Bahnhof bis 1860 den Namen Herne-Bochum.

Am Morgen des 13. Januar 1925 fuhr hier der D 10 von Berlin nach Köln auf den P 230 von Dortmund nach Wanne auf. Dabei starben 24 Menschen – zwei davon später im Krankenhaus – und 91 weitere wurden darüber hinaus verletzt.

Herne ist derzeit die einzige Stadt im Ruhrgebiet, in der die DB zwei kleinere Reisezentren betreibt, im Bahnhof Herne und im Hauptbahnhof, der sich im Stadtteil Wanne befindet.

Das BahnhofsgebäudeBearbeiten

 
Bahnhof Herne um 1935

Das heutige Bahnhofsgebäude wurde 1914 von den Preußischen Staatseisenbahnen gebaut. Um 1970 wurde es modernisiert, dabei wurde die Kuppel der Empfangshalle hinter einer abgehängten Deckenkonstruktion versteckt, die Fenster wurden ausgebaut und die Fensteröffnungen zugemauert. Im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscherpark kam es nach 1990 zu einer Restaurierung, die Kuppel wurde wieder geöffnet, die Fenster wieder eingebaut und der bis dahin verschlossene ehemalige Wartesaal 3. Klasse wird für besondere Veranstaltungen wieder geöffnet. In den Räumen der bis Dezember 2008 betriebenen Gastwirtschaft Bummelzug befindet sich seit Ende 2009 ein Schnellrestaurant. Außerdem gibt es im Gebäude eine Verkaufsstelle für Backwaren, sowie unter Einbeziehung eines das Gebäude an zwei Seiten ergänzenden Glasvorbaus im Erdgeschoss, einen Buch- und Zeitschriftenhandel und eine Bäckerei (ehemaliger Blumenladen).

Bereits 1847 gab es ein von der Köln-Mindener Eisenbahn eröffnetes Bahnhofsgebäude, das allerdings 1911 abgebrochen wurde, um Platz für das heutige Bauwerk zu schaffen.

Durch den 2015 erfolgten Einbau von Fahrstuhlanlagen und die Verlegung von Blindenleitstreifen sind alle Bahnsteige barrierefrei erreichbar.

Das BildfensterBearbeiten

 
Die Glasfenster an der Ostseite der Bahnhofshalle

Über dem östlichen Eingang zur Bahnhofshalle befindet sich ein halbkreisförmiges, von vier Säulen in fünf Abschnitte geteiltes Fenster. Die einzelnen Glasfenster des Herner Künstlers Jupp Gesing zeigen Motive der ehemaligen Zeche Friedrich der Große. Man erkennt einen Hafenkran, eine Kanalbrücke, Gebäude und Schornsteine der Zechenanlage, zwei Fördergerüste, Kühltürme, Bergehalden und Zechensiedlungshäuser. Die Fenster wurden im Jahr 1953 eingebaut. Stifter war die obige Zeche.

VerkehrBearbeiten

Der Herner Bahnhof wird heute nur mit Nahverkehrszügen vom Rhein-Emscher-Express und der Emschertal-Bahn sowie S-Bahnen der S-Bahn Rhein-Ruhr bedient, während Verbindungen des Fernverkehrs auf dem Gebiet der Stadt Herne über Wanne-Eickel Hauptbahnhof erreicht werden können.

Linie Verlauf Takt
RE 3 Rhein-Emscher-Express:
Düsseldorf Hbf – Düsseldorf Flughafen – Duisburg Hbf – Oberhausen Hbf – Essen-Altenessen – Gelsenkirchen Hbf – Wanne-Eickel Hbf – Herne – Castrop-Rauxel Hbf – Dortmund-Mengede – Dortmund Hbf – Dortmund-Scharnhorst – Dortmund-Kurl – Kamen-Methler – Kamen – Nordbögge – Hamm (Westf)
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
RB 43 Emschertal-Bahn:
Dorsten – Feldhausen – Gladbeck-Zweckel – Gladbeck Ost – Gelsenkirchen-Buer Süd – Gelsenkirchen Zoo – Wanne-Eickel Hbf – Herne – Herne-Börnig – Castrop-Rauxel Süd – Castrop-Rauxel-Merklinde – Dortmund-Bövinghausen – Dortmund-Lütgendortmund Nord – Dortmund-Marten – Dortmund-Huckarde Nord – Dortmund Hbf
Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2015
60 min
S 2

Dortmund Hbf     DO-Dorstfeld DO-Wischlingen DO-Huckarde DO-Westerfilde DO-Nette/Oestrich DO-Mengede   Castrop-Rauxel Hbf   Herne    
Linienast 1: Wanne-Eickel Hbf   Gelsenkirchen Hbf   E-Zollverein Nord E-Altenessen     E-Bergeborbeck E-Dellwig Oberhausen Hbf   Duisburg Hbf    
Linienast 2: Wanne-Eickel Hbf   Gelsenkirchen Hbf   Hbf – GE-Rotthausen E-Kray Nord Essen Hbf    
Linienast 3: RE-Süd   Recklinghausen Hbf  

20 min
60 min (je Ast)
 
Busbahnhof Herne
 
U-Bahnhof der Stadtbahn-Linie U35

Außerdem ist Herne Bf (offizielle Haltestellenbezeichnung im VRR) ein wichtiger Knotenpunkt für den Stadtverkehr. Hier halten, enden oder beginnen folgende Linien: Die Schnellbuslinie SB20 der Vestischen Straßenbahn, die Stadtbuslinien 303, 311, 312, 321, 322 (nur temporär während der Cranger Kirmes), 323, 324, 337, 351, 362, 367 und Nachtexpresslinien (nur temporär) der HCR sowie die Buslinie 390 der Bogestra.

Etwas östlich des Bahnhofs befindet sich die Haltestelle U-Bahnhof Herne Bahnhof der von der Bogestra betriebenen Linie U35 der Stadtbahn Bochum.

Linie Verlauf Takt
U 35 U Herne, Schloß Strünkede U Herne Bf     U Herne Mitte U Archäologie-Museum/Kreuzkirche U Hölkeskampring – U Herne, Berninghausstraße – U Bochum, Rensingstraße – U Riemke Markt2 U Zeche Constantin U Feldsieper Straße – U Deutsches Bergbau-Museum U Bochum Rathaus (Nord) U Bochum Hbf U Oskar-Hoffmann-Straße – U Waldring – Wasserstraße – Brenscheder Straße – Markstraße – Gesundheitscampus – Ruhr-Universität Lennershof BO – Bochum Hustadt (TQ)
Die Linie U 35 heißt auch „CampusLinie“
10 min

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Herne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRW-Bahnarchiv von André Joost: