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Der Borsigplatz in Dortmund liegt nordöstlich der Innenstadt im östlichen Bereich der Dortmunder Nordstadt. Der Borsigplatz ist eine kreisförmige Verkehrsführung mit sechs sternförmig angeordneten Zufahrtsstraßen. Rechtlich gesehen ist er, entgegen der weit verbreiteten Meinung, kein Kreisverkehr, da vor den Zufahrten keine Kreisverkehrsschilder aufgestellt sind. Die begrünte Innenfläche ist von Bäumen umstanden und wird von einer Stadtbahnlinie durchquert. Der Platz ist Namensgeber für den umliegenden Statistischen Bezirk des Stadtbezirkes Innenstadt-Nord.

Borsigplatz
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 31′ 24″ N, 7° 28′ 54″ O
Höhe: ca. 80 m ü. NHN
Fläche: 6,55 km²
Einwohner: 12.925 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.973 Einwohner/km²
Postleitzahl: 44145
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 06
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage von Borsigplatz in Dortmund
Gebäude am Borsigplatz

PlatzBearbeiten

Benennung und GeschichteBearbeiten

 
Dortmund Borsigplatz Kreisverkehr
 
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
 
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
 
360° Panorama Meisterfeier auf dem Borsigplatz 2012
Als Kugelpanorama anzeigen
 
Dortmund Borsigplatz Eckgebäude
 
Meisterfeier auf dem Borsigplatz 2012

Benannt ist der Borsigplatz nach Albert Borsig (1829–1878), der als Leiter der von seinem Vater August Borsig gegründeten Borsigwerke 1872 die in unmittelbarer Nähe an der Borsigstraße gelegene Maschinenfabrik Deutschland (MFD) mitbegründete.

Bekannt wurde der Borsigplatz durch seine Nähe zum Haupteingang der ehemaligen Westfalenhütte der Hoesch AG, vor allem aber durch den Fußballverein Borussia Dortmund (BVB). Dieser wurde in unmittelbarer Nähe des Borsigplatzes im Restaurant Wildschütz gegründet und war bis in die 1950er Jahre tief im Borsigplatzviertel verwurzelt. An der Stelle des heutigen Hoeschparks befand sich auch das erste Stadion des Vereins, die Weiße Wiese. Um den Park bauen zu können, enteigneten die Nationalsozialisten den Fußballverein in den 1930er Jahren ohne Entschädigung, die Spiele mussten fortan im Stadion Rote Erde des bürgerlichen Südens ausgetragen werden. Damit begann auch die langsame Entfremdung von der alten Heimat. Vor dem Zweiten Weltkrieg waren am Borsigplatz mehrere Kinos beheimatet.

Nach größeren Titelgewinnen der Borussia finden auf dem Platz oft Feierlichkeiten der Fans und oft auch der Mannschaft einschließlich eines Autokorsos statt. Der Ausspruch den Borsigplatz schwarz-gelb streichen ist unter Anhängern des BVB ein geflügeltes Wort für entsprechende Feierlichkeiten und beruht auf einer wahren Begebenheit nach dem Erringen des Europapokals der Pokalsieger 1966 durch Borussia Dortmund. In der Bundesliga-Saison 2007/2008 fand ein neues Lied namens Am Borsigplatz geboren schnell Eingang ins Gesangsrepertoire der Dortmunder Fans.

BaudenkmalBearbeiten

Der Borsigplatz ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen.[2]

Siehe auchBearbeiten

Statistischer BezirkBearbeiten

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Der Niedergang der Montanindustrie im Ruhrgebiet hat auch das Stadtviertel um den Borsigplatz in Mitleidenschaft gezogen. Die Arbeitslosigkeit in der Dortmunder Nordstadt ist besonders hoch, da hier traditionellerweise die Arbeiter der örtlichen Schwerindustrie siedelten. Aber die äußerlichen Zeichen des Verfalls werden weniger, da Gebäude renoviert und Fassaden verschönert werden.[3]

Jahr 1987 2003 2008 2013 2016 2017 2018
Einwohner 11.304 11.059 11.106 11.650 12.917 12.905 12.925

StatistikBearbeiten

Strukturdaten der Bevölkerung im Bezirk Borsigplatz:

  • Minderjährigenquote: 27,8 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][4]
  • Altenquote: 13,7 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][5]
  • Ausländeranteil: 55,8 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][6]
  • Arbeitslosenquote: 22,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][7]

Das Durchschnittseinkommen liegt ca. 45 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

BevölkerungsdichteBearbeiten

Die Bevölkerungsdichte ist mit ca. 1.970 Einwohnern pro km² statistisch gering, was an den großen Industrieflächen in der Westfalenhütte liegt. Die Besiedlungsdichte von 36.000 Einwohnern pro km² Siedlungsfläche aber zeigt, dass das Viertel genauso dicht besiedelt ist wie der Rest der Nordstadt; nur das Viertel Westfalenhütte hat eine etwas geringere Bevölkerungsdichte.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stadt Dortmund: Bevölkerung nach Geschlecht und Staatsangehörigkeit in den Statistischen Bezirken am 31.12.2018. In: Stadt Dortmund. 31. Dezember 2018, abgerufen am 11. Juli 2019. (PDF-Datei)
  2. Nr. A 0296. Denkmalliste des Stadtbezirks Innenstadt-Nord. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: dortmund.de – Das Dortmunder Stadtportal. Denkmalbehörde der Stadt Dortmund, 14. April 2014, archiviert vom Original am 15. September 2014; abgerufen am 6. Mai 2014 (Größe: 46,4 kB).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de
  3. Borsigplatz – Tonaufnahme vom berühmtesten Kreisverkehr in Dortmund
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  6. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  7. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (Memento des Originals vom 25. Juni 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Borsigplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 
Der Borsigplatz 2008