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Somborn ist ein Stadtteil im Stadtbezirk Lütgendortmund im Westen der Stadt Dortmund. Seine Besonderheit in der Region liegt in seiner Zweiteilung, denn der westlich gelegene Teil Somborns gehört zum Bochumer Stadtteil Langendreer. Der Dortmunder Ortsteil Somborn ist bis heute ländlich geprägt und beherbergt keine Industrieansiedlungen.

Somborn
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 29′ 28″ N, 7° 20′ 46″ O
Höhe: ca. 90 m ü. NHN
Einwohner: 553 (31. Dez. 2013)
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahl: 44388
Vorwahl: 0231
Unterbezirk: 736
S-Bahn-Haltepunkt

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung von Somborn erfolgt 1217 im Beisein des Kölner Erzbischofs Engelbert I.: Vor Engelbert, electus et confirmatus, trägt der Edle Jonathas de Ardeia dem Grafen Hermann v. Ravensberg statt des Hofes zu Alstede den Hof in Somborn bei Dortmund zu Lehen auf. (Knipping, Die Regesten der EB von Köln im Mittelalter; Wilmann, Westf. UB III 59 Nr. 115). 1384 erfolgte eine weitere Erwähnung Somborns: Pastor Ernst von Westhausen beurkundet, einen Hof in Somborn gekauft zu haben. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Bauernhöfe in Somborn mehrfach in Brand gesetzt. Im Zeitalter der Industrialisierung siedelten sich zwar in den umliegenden Dörfern wie Düren Zechen an, das benachbarte Lütgendortmund wuchs zu einer Kleinstadt heran, Somborn blieb allerdings landwirtschaftlich geprägt, lediglich Teile der Zeche Siebenplaneten befanden sich auf Somborner Gemeindegebiet.

ZweiteilungBearbeiten

Somborn bildete ab 1850 zusammen mit den Dörfern Stockum, Düren, Werne sowie der Gemeinde Langendreer das Amt Langendreer. Dieses wurde im Zuge der Gemeindereform, die am 1. August 1929 in Kraft trat, aufgelöst. Düren und Stockum kamen daraufhin zu Witten, Langendreer und Werne zu Bochum, während Somborn auf die Städte Dortmund und Bochum aufgeteilt wurde. Dabei erhielt Dortmund 129 Hektar der aufgelösten Gemeinde. 78 Hektar kamen zu Bochum.[1] Der Grund für diese Zweiteilung geht aus den überlieferten Akten nicht zweifelsfrei hervor.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 2003 2008 2013
Einwohner 597 567 553[2]

StatistikBearbeiten

Der Stadtteil Somborn gehört zum statistischen Bezirk Lütgendortmund.

Strukturdaten der Bevölkerung Lütgendortmunds:

  • Minderjährigenquote: 17,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][3]
  • Altenquote: 30,2 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][4]
  • Ausländeranteil: 13,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][5]
  • Arbeitslosenquote: 11,2 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][6]

Das Durchschnittseinkommen liegt etwa 5 % unter dem Dortmunder Durchschnitt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 283.
  2. Statistikatlas 2015. (PDF; 24,2 MB) (Nicht mehr online verfügbar.) Stadt Dortmund – Stabsstelle Dortmunder Statistik, Juli 2015, S. 15, archiviert vom Original am 14. September 2016; abgerufen am 29. Juni 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (PDF-Datei)