Bittermark

Stadtteil von Dortmund

Bittermark ist der Statistische Bezirk 62 und zugleich ein südlicher Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er liegt im Stadtbezirk Hombruch, besitzt eine Größe von 363 ha und hat etwa 2700 Einwohner. Die Wohnbebauung der Bittermark ist primär durch Einfamilienhäuser und durch eine geringe Siedlungsdichte geprägt. Die waldnahe Bittermark gilt als gehobenes Wohnviertel mit entsprechenden Immobilien und Grundstückspreisen. Durch den Stadtteil führt die Bundesautobahn 45.

Bittermark
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 26′ 48″ N, 7° 27′ 52″ O
Höhe: 199 m ü. NHN
Fläche: 3,63 km²
Einwohner: 2692 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 743 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 44227, 44229
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 62
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Über dieses Bild
Lage von Bittermark in Dortmund
Das Mahnmal Bittermark

GeschichteBearbeiten

Die Bittermark war über Jahrhunderte ein reines Waldgebiet an den nördlichen Hängen des Ardeygebirges. Erst nach 1770 begann eine erste Besiedlung durch Rodung und das Errichten von vereinzelten Kotten. Verwaltet wurde das Gebiet der Bittermark durch das Kirchspiel Kirchhörde.

Zugehörig zum Amt Wellinghofen im Landkreis Hörde fiel die Bittermark 1925 im Rahmen der Eingemeindungen an die Großstadt Dortmund.

Die Industrialisierung zog in der Bittermark mit der Eröffnung der Zeche Gottessegen ein. An die Zeche erinnern heute eine Behindertenwerkstatt gleichen Namens sowie die noch vorhandenen ehemaligen Löschwasserteiche der Zeche.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden im Stadtwald Bittermark Kriegsendphasenverbrechen begangen. Ostern 1945 wurden vom 7. März bis 12. April auf einer Waldlichtung in der Bittermark, im Rombergpark und auf dem Eisenbahngelände zwischen Hörde und Berghofen etwa 300 Menschen durch die Gestapo ermordet. Seit 1960 erinnert das Mahnmal Bittermark an die Verbrechen.[2] Jährlich an Karfreitag findet hier eine Gedenkfeier zu Ehren der Opfer statt.

BevölkerungBearbeiten

Am 31. Dezember 2019 lebten in Bittermark 2.692 Einwohner.

Struktur der Bittermarker Bevölkerung:

  • Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 13,3 % [Dortmunder Durchschnitt: 16,2 % (2018)][3]
  • Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 25,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 20,2 % (2018)][4]
  • Ausländeranteil: 5,2 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,8 % (2019)][5]
  • Arbeitslosenquote: 4,1 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][6]

Das durchschnittliche Einkommen in Bittermark liegt etwa 85 % über dem Dortmunder Durchschnitt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einw.
1987 2297
2003 2518
2008 2563
2010 2581
2013 2639
2016 2711
2018 2706

WeblinksBearbeiten

Commons: Dortmund-Bittermark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2019 (PDF)
  2. Jan Niko Kirschbaum: Mahnmale als Zeitzeichen. Der Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur Nordrhein-Westfalens. transcript, Bielefeld 2020, ISBN 978-3-8376-5064-8, S. 156–184.
  3. Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen Statistikatlas 2019 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen Statistikatlas 2019 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2019 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (Memento des Originals vom 25. Juni 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dortmund.de (PDF-Datei)