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Sölde ist der statistische Bezirk 44 und zugleich ein südöstlicher Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er gehört zum Stadtbezirk Aplerbeck und grenzt im Süden an den Stadtteil Sölderholz, im Westen an Aplerbeck und die Aplerbecker Mark, im Norden an Asseln und im Osten an die zum Kreis Unna gehörende Gemeinde Holzwickede. Durch Sölde fließt die Emscher. Am 31. Dezember 2018 lebten in Sölde 5709 Einwohner.

Sölde
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 29′ 45″ N, 7° 35′ 16″ O
Höhe: ca. 120 m ü. NHN
Fläche: 2,41 km²
Einwohner: 5709 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.372 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 44287, 44289
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 44
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage von Sölde in Dortmund

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Dorf bestand ehemals aus ein paar Bauernhöfen, die sich um das Rittergut Haus Sölde gruppierten. Frühe Erwähnung fand Sölde unter dem Namen Sulede 1176, später als Soledhe (um 1249).[2] Sölde entwickelte sich vor allem in den 1960er Jahren zu einem Vorort. Wichtiger Arbeitgeber vor dem Zweiten Weltkrieg war die Zeche Margarete an der Schlagbaumstraße. Wahrzeichen für den zeitweilig „provisorischen“ Charakter des Vorortes war über Jahrzehnte das Glockengerüst der evangelischen Kirche an der Sölder Straße. Aus Geldmangel hatte die Kirchengemeinde die Glocken in etwa 4 m Höhe in dieses Gerüst einhängen lassen – bis zur vermeintlich baldigen Fertigstellung des Glockenturms. Da dieser noch lange auf sich warten ließ, mussten die Anwohner der Sölder Straße, der Begonien- und Geranienstraße täglich mindestens dreimal das Geläut aus allernächster Nähe ertragen.

Am 1. August 1929 wurde Sölde nach Dortmund eingemeindet. Ein Teil wurde in die Gemeinde Holzwickede eingegliedert.[3]

Problematisch war der in den 1960er Jahren abgeschlossene Bau der Wohnsiedlung „Maiglöckchenweg“, einer Abzweigung der Begonienstraße auf einem ehemaligen Grünland-Areal. Da hier vor allem Großfamilien aus sozial nicht sehr wohlhabenden Verhältnissen angesiedelt wurden, entwickelte sich schnell eine Aversion gegen die dort lebende Wohnbevölkerung. Nachdem einige Baulücken an der Begonienstraße im Laufe der 1970er Jahre geschlossen wurden, normalisierte sich das Verhältnis.

Der heimische Fußballverein VfR Sölde spielte in den 1980er und 1990er Jahren in der Oberliga Westfalen und war zusammen mit der SG Lütgendortmund die erfolgreichste Mannschaft im Dortmunder Amateurfußball. Seine Heimspiele in der Kreisliga A trägt der Verein auf dem Sportplatz „Am Rosengarten“ aus.

BevölkerungBearbeiten

Zum 31. Dezember 2018 lebten 5.709 Einwohner in Sölde.

Struktur der Sölder Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 15,2 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][4]
  • Altenquote: 42,0 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][5]
  • Ausländeranteil: 6,1 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][6]
  • Arbeitslosenquote: 7,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][7]

Das durchschnittliche Einkommen in Sölde liegt etwa 5 % über dem Dortmunder Durchschnitt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einw.
1987 6287
2003 6101
2008 5792
2010 5805
2013 5758
2016 5757

Sölder PersönlichkeitenBearbeiten

  • Walter Demgen (* 4. April 1925; † 8. Dezember 2010), deutscher Arbeitermaler, dessen Werk auch zahlreiche expressiv gestaltete Holzschnitte umfasst,
  • Heinrich Spaemann (* 15. Juli 1903 in Dortmund-Sölde; † 1. Mai 2001 in Überlingen/Bodensee), katholischer Priester und geistlicher Schriftsteller.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dortmund-Sölde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2018 (PDF)
  2. Westfälisches Urkundenbuch – Addit. Nr. 60, VII. Nr. 282; 706.
  3. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 283.
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  6. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  7. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (PDF-Datei)