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Schüren ist der statistische Bezirk 43 und zugleich ein südöstlicher Stadtteil der kreisfreien Großstadt Dortmund. Er gehört zum Stadtbezirk Aplerbeck. An Schüren grenzen die Stadtteile Aplerbeck im Osten, Berghofen im Süden, Hörde im Westen, Mitte im Nordwesten und Wambel im Norden. Durch Schüren fließt die Emscher. Im Jahr 2018 lebten in Schüren 9.981 Einwohner.

Schüren
Stadt Dortmund
Koordinaten: 51° 29′ 39″ N, 7° 31′ 57″ O
Höhe: ca. 105 m ü. NHN
Fläche: 3,87 km²
Einwohner: 9981 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.579 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. August 1929
Postleitzahlen: 44263, 44269, 44287
Vorwahl: 0231
Statistischer Bezirk: 43
Stadtbezirk AplerbeckStadtbezirk BrackelStadtbezirk EvingStadtbezirk HombruchStadtbezirk HördeStadtbezirk HuckardeStadtbezirk Innenstadt-NordStadtbezirk Innenstadt-OstStadtbezirk Innenstadt-WestStadtbezirk LütgendortmundStadtbezirk MengedeStadtbezirk ScharnhorstKarte
Über dieses Bild
Lage von Schüren in Dortmund

Der Ort wurde am 1. August 1929 nach Dortmund eingemeindet.[2]

Fachwerkhaus an der Meinbergstraße

Inhaltsverzeichnis

OrtsbildBearbeiten

Schüren ist in drei unterschiedliche Siedlungsbereiche aufgeteilt.

Alt-SchürenBearbeiten

Das alte Dorf Schüren ist geprägt durch ehemalige Landwirtschaftsbetriebe und seine Bruchsteinmauern, die aus Steinen des ehemaligen Steinbruch Schürens gebaut wurden. In diesem Bodendenkmal wurde schon im Mittelalter Ruhrsandstein gebrochen, der für zahlreiche Dortmunder Kirchen bestimmt war. Schon weit vor der Industrialisierung wurde in Schüren Bergbau betrieben. Bereits 1296 ist in Schüren der erste Bergmann des Ruhrgebiets, Konrad von Schüren, urkundlich erwähnt. Später siedelte sich Schwerindustrie an. Schüren war Standort des Bergbauzulieferers Gustav Schade Maschinenfabrik. Das Betriebsgelände wurde jedoch inzwischen abgerissen. Seit 2007 entsteht dort das Neubaugebiet „Am Rosenplätzchen“.

Westlich des alten Ortskerns befand sich eine Wohn-Kolonie für Arbeiter der schürener Zeche Freie Vogel – Unverhofft, später des nahegelegenen Hüttenwerkes Phoenix-Ost der Hoesch AG. Die Kolonie wurde in den 1970er Jahren wegen der problematischen Emissionssituation leergezogen und als Wohnstandort aufgegeben. Später entstand hier das Gewerbegebiet Alt-Schüren-West. Das ehemalige Hüttenwerk ist inzwischen abgebaut und nach China verkauft worden. Auf dem sanierten Gelände entstand das zukunftsweisende Wohn- und Gewerbeprojekt Phoenix-See.

Schüren-OstBearbeiten

 
Siedlung Schüren-Ost

Nordöstlich des alten Ortskerns auf dem südlichen Teil des Schürener Feldes wurde in den 1960er Jahren die Neubausiedlung Schüren-Ost gebaut. Sie galt damals als Vorzeigesiedlung mit viel Grün- und Freiflächen zwischen dem Mehrfamilienhäusern. Es wurde versucht, die gewachsene Sozialstruktur des Dorfes Schüren mit seinen Arbeitern auf das neue Wohngebiet zu übertragen und durch den Zuzug von Neubürgern zu durchmischen. Die Bauweise der inzwischen über 50 Jahre alten Siedlung zeigt planerische Mängel auf und ist umstritten.

Stadtkrone-OstBearbeiten

 
Wohnbebauung Stadtkrone Ost
 
ADAC-Zentrale Westfalen

Südlich des Westfalendamms befand sich auf Schürener Gebiet bis in die '90er Jahre hinein ein Kasernenkomplex der britischen Rheinarmee. Nach Aufgabe des Standortes erfolgten umfangreiche Abrissarbeiten und Geländesanierungen unter der Leitung der Stadtkrone-Ost-Entwicklungsgesellschaft. Heute ist die Stadtkrone-Ost ein Gewerbegebiet sowohl für Existenzgründer, als auch für bereits existierende Firmen aus der IT-Branche und dem Dienstleistungssektor. Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e.V. (ADAC) unterhält hier seine Zentrale für den Raum Westfalen. Parallel zum Gewerbegebiet wurde ein exklusives Wohngebiet mit moderner Architektur in einem gartenstädtisch durchgrünten Umfeld angelegt. Am Rande des Wohngebiets befindet sich das Privatgymnasium Stadtkrone (PGS).

BevölkerungBearbeiten

Am 31. Dezember 2018 lebten 9981 Einwohner in Schüren.

Struktur der Schürener Bevölkerung:

  • Minderjährigenquote: 19,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 19,4 % (2016)][3]
  • Altenquote: 37,4 % [Dortmunder Durchschnitt: 30,0 % (2016)][4]
  • Ausländeranteil: 9,6 % [Dortmunder Durchschnitt: 18,2 % (2018)][5]
  • Arbeitslosenquote: 7,5 % [Dortmunder Durchschnitt: 11,0 % (2017)][6]

Während das durchschnittliche Einkommen in Alt-Schüren und Schüren-Ost in etwa dem Dortmunder Durchschnitt entspricht, ist das Einkommen in dem Wohngebiet Stadtkrone-Ost überdurchschnittlich hoch.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einw.
1987 7696
2003 8715
2008 9405
2010 9565
2013 9671
2016 9832

LiteraturBearbeiten

  • Hans Georg Kirchhoff und Siegfried Liesenberg (Hrsg.): 1100 Jahre Aplerbeck: Festschrift im Auftr. des Vereins für Heimatpflege. Klartext Verlag, Essen 1998, ISBN 3-88474-735-5.
  • Walter Gronemann: Kleine Geschichte der Stadt Hörde. Wulff & Co, Dortmund 1974.
  • Siegfried Niehaus: Kleine Geschichte des Amtes Aplerbeck. Tuschen GmbH, Dortmund 1980.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Dortmund-Schüren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerungszahlen in den statistischen Bezirken am 31.12.2018 (PDF)
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 281.
  3. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  4. Bevölkerungsstrukturen Jahresbericht 2016 (PDF-Datei)
  5. Staatsangehörigkeiten in den statistischen Bezirken am 31. Dezember 2018 (PDF-Datei)
  6. Arbeitslosenquoten nach statistischen Bezirken am 30. Juni 2017 (PDF-Datei)