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Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017/Dreisprung der Männer

Der Dreisprung der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 fand am 7. und 10. August 2017 in London, Großbritannien, statt.

Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017
Leichtathletik
Disziplin Dreisprung der Männer
Stadt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London
Ort Olympiastadion London
Teilnehmer 31 Athleten aus 21 Ländern
Wettkampfphase 7. August 2017 (Qualifikation)
10. August 2017 (Finale)
Medaillengewinner
Gold Gold Christian Taylor (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Silbermedaillen Silber Will Claye (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Bronzemedaillen Bronze Nelson Évora (PortugalPortugal POR)
Weltmeister Christian Taylor

Es gab einen US-amerikanischen Doppelsieg. Christian Taylor gewann den Wettbewerb. Vizeweltmeister wurde Will Claye. Der Portugiese Nelson Évora errang die Bronzemedaille.

RekordeBearbeiten

Weltrekord Vereinigtes Konigreich  Jonathan Edwards 18,29 m WM in Göteborg, Schweden 7. August 1995
Meisterschaftsrekord

QualifikationBearbeiten

 
Der Finne Simo Lipsanen schied mit 16,54 m in der Qualifikation aus
 
Seine 16,46 m reichten dem Franzosen Benjamin Campaoré nicht für die Finalteilnahme
 
Für den US-Amerikaner Donald Scott waren 16,63 m zu wenig, um im Finale dabei zu sein

7. August 2017, 18:35 Uhr Ortszeit (19:35 Uhr MESZ)

Die Athleten traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug betrug 17,00 m. Da nur sieben Springer diese Weite übertrafen – hellblau unterlegt, wurde das Finalfeld mit den nachfolgend besten Springern beider Gruppen – hellgrün unterlegt – auf insgesamt zwölf Teilnehmer aufgefüllt. So mussten schließlich 16,66 m für die Finalteilnahme erbracht werden.

Gruppe ABearbeiten

Platz Athlet Land 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m)
01 Chris Benard Vereinigte Staaten  USA 17,20 m - - 17,20
02 Christian Taylor Vereinigte Staaten  USA 17,15 m - - 17,15
03 Andy Díaz Kuba  Kuba 16,96 m 16,86 m x 16,96
04 Nelson Évora Portugal  Portugal 16,64 m 16,94 m x 16,94
05 Alexis Copello Kuba  Kuba 16,89 m 16,88 m 16,53 m 16,89
06 Pablo Torrijos Spanien  Spanien 16,57 m 16,00 m 16,80 m 16,80
07 Ruiting Wu China Volksrepublik  Volksrepublik China x 16,40 m 16,66 m 16,66
08 Momtschil Karailiew Bulgarien  Bulgarien x 16,01 m 16,57 m 16,57
09 Simo Lipsanen Finnland  Finnland 16,54 m 16,48 m 16,41 m 16,54
10 Nathan Fox Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 16,27 m 16,49 m 16,02 m 16,49
11 Benjamin Compaoré Frankreich  Frankreich 16,46 m 16,35 m x 16,46
12 Miguel van Assen Suriname  Suriname 16,38 m x x 16,38
13 Malvin Raffin Frankreich  Frankreich 16,18 m 14,25 m x 16,18
14 Mateus de Sá Brasilien  Brasilien 16,10 m 16,09 m x 16,10
15 Ryōma Yamamoto Japan  Japan x x 16,01 m 16,01

Gruppe BBearbeiten

Platz Athlet Land 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch Weite (m)
01 Christian Nápoles Kuba  Kuba 17,06 m - - 17,06
02 Will Claye Vereinigte Staaten  USA 16,95 m 16,57 m x 16,95
03 Jean-Marc Pontvianne Frankreich  Frankreich 16,66 m 16,17 m 16,78 m 16,78
04 Yordanys Durañona Dominica  Dominica 16,71 m 16,63 m 16,49 m 16,71
05 Lázaro Martínez Kuba  Kuba 16,36 m x 16,66 m 16,66
06 Donald Scott Vereinigte Staaten  USA 16,55 m 16,63 m 16,27 m 16,63
07 Nazim Babayev Aserbaidschan  Aserbaidschan 15,76 m 16,58 m 16,61 m 16,61
08 Elvijs Misāns Lettland  Lettland 16,55 m 16,39 m x 16,55
09 Georgi Zonow Bulgarien  Bulgarien 16,53 m 16,32 m x 16,53
10 Alberto Álvarez Mexiko  Mexiko 15,60 m 16,41 m 16,48 m 16,48
11 Troy Doris Guyana  Guyana 16,43 m x 16,24 m 16,43
12 Tosin Oke Nigeria  Nigeria x 16,14 m 16,17 m 16,17
13 Yaoqing Fang China Volksrepublik  Volksrepublik China x 16,17 m x 16,17
14 Dimitris Tsiamis Griechenland  Griechenland 16,06 m x x 16,06
15 Clive Pullen Jamaika  Jamaika x x 15,61 m 15,61
DNS Max Heß Deutschland  Deutschland

FinaleBearbeiten

10. August 2017, 20:20 Uhr Ortszeit (21:20 Uhr MESZ)

Klarer Favorit für diesen Wettbewerb war der US-Amerikaner Christian Taylor. Als Weltmeister von 2015 war er der Titelverteidiger, bei den Olympischen Spielen hatte er 2012 und 2016 triumphiert. Konkurrenz für ihn kam zunächst einmal aus dem eigenen Lager. Will Claye war der Olympiazweite von 2012 / 2016 und der WM-Dritte von 2013. Zum weiteren Favoritenkreis zählte vor allem der portugiesische WM-Dritte Nelson Évora. Die beiden Chinesen Dong Bin und Cao Shuo – bei den Olympischen Spielen 2016 auf den Rängen drei und vier – waren hier nicht am Start. Auch der deutsche Europameister von 2016 Max Heß musste verletzungsbedingt passen.

Der Wettbewerb war nicht ganz so hochklassig wie die Konkurrenzen bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen der letzten Jahre, bei denen es immer Weiten jenseits von 17,80 m oder sogar von mehr als achtzehn Metern gegeben hatte. Aber es blieb spannend und eng bis zum Schluss. In Runde eins setzte sich Claye mit einem Sprung auf 17,54 m deutlich an die Spitze des Feldes. Ihm folgten der Kubaner Alexis Copello mit 17,16 m, dessen Landsmann Andy Díaz – 17,13 m – und Évora mit 17,02 m. In seinem zweiten Versuch übertraf Taylor seinen Teamkollegen um drei Zentimeter und übernahm damit die Führung. Auch Claye sprang mit 17,52 m noch einmal sehr weit. Évora steigerte sich auf 17,19 m und lag damit drei Zentimeter vor Copello auf Platz drei. Auch im dritten Durchgang dominierten die beiden US-Amerikaner. Taylor gelangen 17,68 m, Claye verbesserte sich auf 17,63 m. Der Kubaner Christian Nápoles egalisierte nach zwei ungültigen Sprüngen die 17,16 m seines Landsmanns Copello, sodass jetzt drei Kubaner die Ränge vier bis sechs belegten.

In Runde vier, dem ersten Durchgang des Finales der besten Acht, gab es keine Veränderungen. Die beiden US-Amerikaner glänzten wieder mit Weiten von deutlich über siebzehn Meter. Genauso war es im Runde fünf. Auf den Medaillenrängen gab es im Schlussdurchgang keine Veränderungen mehr. Aber dahinter wurde es ein bisschen kurios. Zunächst gelangen Chris Benard, dem dritten US-Amerikaner in diesem Finale, 17,16 m, womit es drei Athleten mit exakt dieser Weite gab. Von ihnen hatte Bernard den weitesten zweitbesten Versuch und war damit Vierter. Aber die beiden Kubaner Copello und Nápoles zogen nach. Copello erzielte 17,06 m und übertraf Bernards zweitbesten Sprung. Nápoles traf exakt noch einmal die Marke von 17,16 m, was ihm in der Endabrechnung Rang vier brachte.

Weltmeister wurde der Topfavorit Christian Taylor, der mit 17,68 m fünf Zentimeter weiter gesprungen war als Will Claye. Nelson Évora gewann mit 17,19 m die Bronzemedaille und lag damit drei Zentimeter vor Christian Nápoles als Viertem. Auch dem fünftplatzierten Alexis Copello und Chris Benard auf Rang sechs fehlten drei Zentimeter zu Bronze. Der dritte Kubaner Andy Díaz lag als Siebter weitere drei Zentimeter zurück. Achter wurde der Franzose Jean-Marc Pontvianne mit 16,79 m.

Platz Athlet Land 1. Versuch 2. Versuch 3. Versuch 4. Versuch 5. Versuch 6. Versuch Weite (m)
  Christian Taylor Vereinigte Staaten  USA 16,97 m 17,57 m 17,68 m 17,26 m 17,38 m 17,03 m 17,68
  Will Claye Vereinigte Staaten  USA 17,54 m 17,52 m 17,63 m 17,49 m 17,53 m x 17,63
  Nelson Évora Portugal  Portugal 17,02 m 17,19 m 16,58 m x x 16,01 m 17,19
04 Christian Nápoles Kuba  Kuba x x 17,16 m x x 17,16 m 17,16
05 Alexis Copello Kuba  Kuba 17,16 m x x 16,87 m 16,91 m 17,06 m 17,16 SB
06 Chris Benard Vereinigte Staaten  USA 16,88 m x 16,94 m x x 17,16 m 17,16
07 Andy Díaz Kuba  Kuba 17,13 m x x x x 17,13
08 Jean-Marc Pontvianne Frankreich  Frankreich x 16,62 m 16,79 m x x 16,57 m 16,79
09 Ruiting Wu China Volksrepublik  Volksrepublik China 16,47 m 16,66 m 16,53 m nicht im Finale der
besten acht Springer
16,53
10 Pablo Torrijos Spanien  Spanien 16,60 m 16,51 m 16,50 m 16,60
11 Yordanys Durañona Dominica  Dominica 16,42 m x x 16,42
12 Lázaro Martínez Kuba  Kuba x 16,25 m 16,09 m 16,09

Weblinks und QuellenBearbeiten

VideoBearbeiten