Hauptmenü öffnen

Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017/4 × 400 m der Männer

Die 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 fand am 12. und 13. August 2017 in London, Großbritannien, statt.

Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017
Leichtathletik
Disziplin 4-mal-400-Meter-Staffel der Männer
Stadt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London
Ort Olympiastadion London
Teilnehmer 16 Staffeln mit 69 Athleten
Wettkampfphase 12. August 2017 (Vorläufe)
13. August 2017 (Finale)
Medaillengewinner
Gold Gold Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago
Silbermedaillen Silber Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Bronzemedaillen Bronze Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien

Es siegte die Staffel aus Trinidad und Tobago mit Jarrin Solomon, Jereem Richards, Machel Cedenio und Lalonde Gordon sowie dem im Vorlauf außerdem eingesetzten Renny Quow. Vizeweltmeister wurde die USA in der Besetzung Wilbert London III, Gil Roberts, Michael Cherry und Fred Kerley sowie den im Vorlauf außerdem eingesetzten Bryshon Nellum und Tony McQuay. Großbritannien gewann die Bronzemedaille mit Matthew Hudson-Smith, Dwayne Cowan, Rabah Yousif und Martyn Rooney sowie dem im Vorlauf außerdem eingesetzten Jack Green.

Auch die hier im Vorlauf eingesetzten für ihre Staffeln angetretenen Läufer erhielten entsprechendes Edelmetall.

RekordeBearbeiten

Weltrekord Vereinigte Staaten  USA
(Andrew Valmon, Quincy Watts, Harry Reynolds, Michael Johnson)
2:54,29 min WM in Stuttgart, Deutschland 22. August 1993[1]
Meisterschaftsrekord

VorläufeBearbeiten

Aus den beiden Vorläufen qualifizierten sich die jeweils drei Ersten jedes Laufes – hellblau unterlegt – und zusätzlich die drei Zeitschnellsten – hellgrün unterlegt – für das Finale.

Lauf 1Bearbeiten

12. August 2017, 11:50 Uhr Ortszeit (12:50 Uhr MESZ)

Platz Bahn Name Land Zeit (min)
1 9 Spanien  Spanien 3:01,72 SB
2 7 Polen  Polen 3:01,78 SB
3 5 Kuba  Kuba 3:01,88 SB
4 8 Jamaika  Jamaika 3:01,98 SB
5 3 Indien  Indien 3:02,80 SB
6 4 Bahamas  Bahamas 3:03,04 SB
7 2 Kolumbien  Kolumbien 3:03,68 SB
8 6 Turkei  Türkei 3:15,45

Lauf 2Bearbeiten

 
Szene aus dem zweiten Vorlauf, Runde zwei
 
Zweiter Wechsel im zweiten Vorlauf
 
Szene aus dem zweiten Vorlauf, Runde drei
 
Zweiter Vorlauf, Schlussläufer auf der Zielgeraden

12. August 2017, 12:01 Uhr Ortszeit (13:01 Uhr MESZ)

Platz Bahn Name Land Zeit (min)
1 9 Vereinigte Staaten  USA 2:59,23 WL
2 8 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago 2:59,35 SB
3 3 Belgien  Belgien 2:59,47 SB
4 6 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 3:00,10 SB
5 4 Frankreich  Frankreich 3:00,93 SB
6 5 Brasilien  Brasilien 3:04,02 SB
7 7 Botswana  Botswana 3:06,50
8 2 Japan  Japan 3:07,29

FinaleBearbeiten

13. August 2017, 21:15 Uhr Ortszeit (22:15 Uhr MESZ)

Im Finale gab es folgende Besetzungsänderungen:

  • Trinidad und Tobago – Jarrin Solomon lief anstelle von Renny Quow
  • USA – Gil Roberts und Fred Kerley ersetzten Bryshon Nellum und Tony McQuay
  • Großbritannien – Matthew Hudson-Smith lief für Jack Green
  • Kuba – Osmeli Pellicer ersetzte Darwin Echeverry

Der Ausgang dieses Finales war ziemlich offen. Die in den Vorjahren gewohnte Überlegenheit der 400-Meter-Läufer aus den USA war hier in London nicht vorhanden. Mit Fred Kerley hatte nur ein US-Athlet das 400-Meter-Einzelfinale erreicht und dort Rang sieben belegt. Botswana und Jamaika hatten jeweils zwei ihrer Läufer in das 400-Meter-Einzelfinale gebracht, verfügten jedoch nicht über weitere erstklassige Vertreter über diese Distanz. Beide Staffeln waren bereits in den Vorläufen ausgeschieden. Neben den Vereinigten Staaten war vor allem mit Europameister Belgien zu rechnen, in deren Team die drei Borlée Brüder liefen, außerdem mit dem Europameister von 2014 Großbritannien sowie mit Trinidad und Tobago, dessen Team im Vorlauf wie die USA und Großbritannien die 3-Minuten-Marke unterboten hatten.

Wilbert London III, Startläufer der USA, brachte sein Team zum ersten Wechsel hin zunächst mit ein paar Metern Vorsprung an die Spitze. Im Verfolgerfeld mit Großbritannien, Belgien, Trinidad&nbsp und Tobago, Spanien, Frankreich und Polen ging es sehr eng zu. Auch nach dem zweiten Wechsel blieb die US-Mannschaft mit ein paar Metern Vorsprung vorn. Dahinter lieferten sich nun Machel Cedenio für Trinidad und Tobago und der Brite Rabah Yousif ein Duell um den zweiten Platz. Belgien, Spanien, Frankreich und Polen folgten schon mit mehr als zehn Metern Rückstand. Auf der Zielgeraden der vorletzten Runde machte Cedenio den Rückstand auf den US-Läufer Michael Cherry fast wett, die Briten lagen etwa vier Meter zurück.

Auf der letzten Runde blieb es spannend bis zum Schluss. Während Jack Green versuchte, die Briten an die beiden Führenden heranzubringen, kämpften Fred Kerley für die USA und Lalonde Gordon für Trinidad und Tobago um den Sieg. Green konnte den Rückstand zwar ein wenig verkürzen, hatte aber am Ende keine Chance mehr, das Spitzenduo zu erreichen. Mit großem Vorsprung auf das Verfolgerfeld errang Großbritannien die Bronzemedaille. Im Zielsprint setzte sich ganz vorne Gordon gegen Kerley klar durch und sicherte Trinidad und Tobago den Weltmeistertitel. Die Vereinigten Staaten belegten den Silberplatz. Belgien wurde Vierter vor den überraschend starken Spaniern, die mit neuem Landesrekord auf Rang fünf kamen. Kuba erreichte Platz sechs vor Polen und Frankreich.

 
Finale, erster Wechsel
 
Finale, die Verfolger auf der dritten Runde
 
Finale, letzter Wechsel in der Verfolgergruppe
Platz Bahn Land Athleten Zeit (min)
  7 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago

im Vorlauf außerdem:

2:58,12 WL
  4 Vereinigte Staaten  USA

im Vorlauf außerdem:

2:58,61 SB
  3 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien

im Vorlauf außerdem:

2:59,00 SB
4 9 Belgien  Belgien 3:00,04
5 6 Spanien  Spanien
  • Óscar Husillos
  • Lucas Búa
  • Darwin Echeverry
  • Samuel Garcia
3:00,65 NR
6 8 Kuba  Kuba

im Vorlauf außerdem:

  • Leandro Zamora
3:01,10 SB
7 5 Polen  Polen
  • Kajetan Duszyński
  • Rafał Omelko
  • Łukasz Krawczuk
  • Tymoteusz Zimny
3:01,59 SB
8 2 Frankreich  Frankreich
  • Ludvy Vaillant
  • Thomas Jordier
  • Mamoudou Eliman Hanne
  • Teddy Atine-Venel
3:01,79

Weblinks und QuellenBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 684 (englisch), abgerufen am 28. November 2018