Hauptmenü öffnen

Die Le Mans Series Saison 2006 war die dritte Langstreckenmeisterschaft des ACOs. Sie wurde über fünf Rennen in der Zeit vom 9. April 2006 bis zum 24. September 2006 ausgetragen. Neben den vier europäischen Läufen wurde ein 1000-Kilometer-Rennen in der Türkei ausgetragen. Die Meisterschaft gewannen nach 2005 zum zweiten Mal Jean-Christophe Boullion und Emmanuel Collard. Der Teamtitel ging wie im Vorjahr an Pescarolo Sport.

Änderungen 2006Bearbeiten

NameBearbeiten

Im November 2005 wurde seitens des ACO bekannt gegeben, dass sich die Serie von Le Mans Endurance Series in Le Mans Series umbenennt. Laut ACO-Präsident Jean-Claude Plassart, Patrick Peter und Stéphane Ratel war die unhandliche Abkürzung LMES der Hauptgrund für die Namensänderung. Außerdem wollte sie eine Brücke zur American Le Mans Series schlagen, die in Europa eher unter der Abkürzung ALMS bekannt ist.[1]

RegelwerkBearbeiten

Neben kleineren aerodynamischen Regelanpassungen wurde 2006 erstmals die maximale Cockpittemperatur für geschlossene Prototypen auf 30 °C festgelegt. Hierzu musste eine Klimaanlage in den Fahrzeugen installiert, eine Abnahme beantragt und von dem ACO genehmigt werden. Das Mindestgewicht der LMP1- und LMP2-Fahrzeuge wurde um 25 kg auf 925 kg bzw. 725 kg angehoben. In den Richtlinien zur Betankung wurde als Treibstoff nun auch Diesel berücksichtigt.[2]

RennstreckenBearbeiten

Istanbul
Spa
Nürburg
Castle Donington
Madrid
Austragungsorte der Saison 2006

Die Rennserie umfasste weiterhin fünf Meisterschaftsläufe. Neu im Rennkalender war das Rennen in Donington, dafür musste der Lauf in Silverstone weichen. Das ursprünglich am 24. September geplante Rennen in Monza musste zum Saisonanfang abgesagt werden, da dem Kurs durch eine Bürgerinitiative eine Lärmbeschränkung auferlegt wurde.[3] Als Ersatzevent konnte kurzfristig das 1000-km-Rennen auf dem Circuito del Jarama organisiert werden.

FahrzeugeBearbeiten

In der LMP1 wurden 2006 eine Reihe von neuen Fahrzeugen eingesetzt. Außer den Weiterentwicklungen von Creation, Dome, Lister Storm, Lola und Zytek wurden auch zwei völlig neu entwickelte Wagen vorgestellt. Auf der einen Seite der Lavaggi LS1, der entgegen ursprünglichen Aussagen von Giovanni Lavaggi erst Ende 2006 in Jarama einsatzfähig war[4] und auf der anderen Seite Courage. Diese stellte auf dem Genfer Auto-Salon 2006 den LC70 offiziell vor. Das Fahrzeug wurde so gestaltet, dass es mit geringfügigen Änderungen sowohl in der LMP1 als auch in der LMP2-Klasse antreten konnte. Für die LMP2 entwickelte Radical einen neuen Prototyp, der zu LMS-Vortests auf dem Circuit Paul Ricard fertiggestellt wurde.[5]

2006 wurde die von Michelotto in Italien aufgebaute GT2-Version des Ferrari F430 zum ersten Mal beim 12-Stunden-Rennen von Sebring eingesetzt. In der Le Mans Series ersetzte er bei allen Teams den ebenfalls von Michelotto gefertigten Ferrari F360 GTC.

Teams und FahrerBearbeiten

LMP1Bearbeiten

Das Werksteam der Zytek Group, das im letzten Jahr den Vizetitel in der LMP1-Klasse holen konnte, trat 2006 mit einem weiterentwickelten Chassis an, musste aber das Rennen in der Türkei auslassen, da sich die Fertigstellung des Fahrzeugs verzögerte. Außerdem fehlte das Team beim Monza-Ersatzevent in Jarama, um seinen Prototyp rechtzeitig nach Road Atlanta zu transportieren und am einzigen 4-Stunden-Rennen der American Le Mans Series 2006 teilzunehmen.[6] Lavaggi Sport, ebenfalls durch Probleme mit der Entwicklung seines Prototyps im Zeitplan zurückgeworfen, konnte erst am letzten Saisonlauf in Jarama teilnehmen. Mit Xavier Pompidou holte sich Teameigner Giovanni Lavaggi einen erfahrenen GT-Piloten ins Cockpit des Lavaggi LS1. Das Courage Compétition Team verstärkte sein Engagement in der Le Mans Serie und setzte ab dem 1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps einen weiteren Courage LC70 ein. Dabei wurde das Team unter anderem durch die beiden ehemaligen Formel-1-Fahrer Shinji Nakano und Jean-Marc Gounon verstärkt. Darüber hinaus verkaufte der französische Rennwagenhersteller einen weiteren Prototyp an das neu gegründete Kundenteam Swiss Spirit Racing. Dieses Team, geleitet von Serge Saulnier mit Sitz in Magny-Cours, setzte in seiner ersten Saison auf einen Judd-Motor und auf die Schweizer Piloten Harold Primat und Marcel Fässler. Ein weiterer Neuling in der Le Mans Serie war das britische Protran Competition Team, das ab dem 1000-km-Rennen in Belgien seine Weiterentwicklung auf Basis des Reynard 2KQ an den Start brachte.[7] Der Titelträger der Le Mans Endurance Series 2005, Pescarolo Sport, verstärkte seinen Fahrerkader für die Rennen in Deutschland, England und Spanien um den Le-Mans-Sieger Éric Hélary und den ehemaligen World-Series-by-Nissan-Pilot Didier André.

Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Ersatzfahrer
Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering Zytek 06S Zytek 2ZG408 M 2 Schweden  Stefan Johansson
Japan  Hideki Noda
Danemark  John Nielsen
Danemark  Casper Elgaard
Danemark  Philip Andersen
Italien  Lavaggi Sport Lavaggi LS1 Ford-PME D 3 Italien  Giovanni Lavaggi
Frankreich  Xavier Pompidou
Schweiz  Swiss Spirit Courage LC70 Judd GV5 S2 M 5 Schweiz  Harold Primat
Schweiz  Marcel Fässler
Vereinigtes Konigreich  Lister Storm Racing Lister Storm LMP Hybrid Chevrolet LS6 D 6 Vereinigtes Konigreich  Justin Keen
Danemark  Nicolas Kiesa
Danemark  Jens Møller
Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif Creation CA06/H Judd GV5 S2 M 9 Italien  Giuseppe Gabbiani
Schweiz  Felipe Ortiz
Frankreich  Nicolas Minassian
Vereinigtes Konigreich  Jamie Campbell-Walter
10 Frankreich  Nicolas Minassian
Vereinigtes Konigreich  Kevin McGarrity
Frankreich  Courage Compétition Courage LC70 Mugen MF458S Y 12 Frankreich  Jean-Marc Gounon
Schweiz  Alexander Frei
Vereinigtes Konigreich  Gregor Fisken
13 Japan  Shinji Nakano
Japan  Haruki Kurosawa
Frankreich  Jean-Marc Gounon
Niederlande  Racing for Holland Dome S101Hb Mugen MF408S
Judd GV5 S2
D 14 Niederlande  Jan Lammers
Malaysia  Alex Yoong
Vereinigtes Konigreich  ProTran Competition ProTran RS06/H Judd GV5 S2 D 15 Vereinigtes Konigreich  Kevin McGarrity
Vereinigtes Konigreich  Paul Cope
Vereinigtes Konigreich  Ben Collins
Vereinigtes Konigreich  Phil Bennett
Frankreich  Pescarolo Sport Pescarolo C60 Judd GV5 S2 M 17 Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Frankreich  Éric Hélary
Frankreich  Didier André
Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport Lola B06/10 AER P32 D 19 Vereinigtes Konigreich  Bob Berridge
Vereinigtes Konigreich  Gareth Evans
Vereinigtes Konigreich  Peter Owen

LMP2Bearbeiten

Da die Fahrer des Klassensiegers 2005 in die LMP1-Klasse abwanderten, wurde der nun frei werdende Lola B05/40 für das ASM Team Racing for Portugal vorbereitet. Während der erste Einsatz der drei iberischen Fahrer noch unter der Nennung des Chamberlain-Synergy Team erfolgte, fuhren Miguel Amaral, Miguel Angel de Casto und Angel Burgueño ab dem Rennen auf dem Nürburgring ohne Beteiligung der britischen Vorbesitzer. Einen weiteren Lola B05/40 setzte das Team von Binnie Motorsport ein. Der Vorjahresmotor wurde durch einen Zytek ZG348 ersetzt, da das Aggregat von Nicholson-McLaren bei zwei von drei Einsätzen den Dienst vorzeitig quittierte. Teameigner und Fahrer William Binnie teilte sich das Cockpit unter anderem mit Sam Hancock, dem LMP2-Meister der Le Mans Endurance Series 2004. Die stärkste Fraktion in der LMP2 2006 stellte Courage mit insgesamt fünf Prototypen des Typs C65 verteilt auf vier Kundenteams. Paul Belmondo Racing, das einzige Team mit zwei Fahrzeugen in der LMP2, musste aus finanziellen Gründen und nach dem Wechsel von Didier André zu Pescarolo Sport, eines seiner beiden Fahrzeuge noch vor dem Saisonende verkaufen.[8] Auch G-Force Racing konnte die Saison nicht in ihrer Anfangsstärke beenden. Die Nennung übernahm das deutsche Team von Kruse Motorsport, die jedoch ab dem 1000-km-Rennen von Donington unter eigenen Namen antraten.[9] Juan Barazi, der 2005 beim Petit Le Mans bereits für Kruse Motorsport einen Courage steuern konnte, gründete in der Winterpause ein neues Team unter dem Namen Barazi-Epsilon. Das Team unter Leitung von Michel Leconte wurde von Epsilon Euskadi unterstützt[10], die bereits in der Formel Renault 3.5 Erfahrung sammelten.

Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Ersatzfahrer
Frankreich  Pierre Bruneau Pilbeam MP93 Judd XV675 M 20 Frankreich  Marc Rostan
Frankreich  Pierre Bruneau
Vereinigtes Konigreich  Team Bruichladdich Radical Radical SR9 AER P07 D 21 Vereinigtes Konigreich  Tim Greaves
Vereinigtes Konigreich  Stuart Moseley
Vereinigtes Konigreich  Rollcentre Racing Radical SR9 Judd XV675 D 22 Portugal  João Barbosa
Vereinigtes Konigreich  Martin Short
Vereinigtes Konigreich  Rob Barff
Vereinigtes Konigreich  Gregor Fisken
Vereinigtes Konigreich  Tim Greaves
Vereinigte Staaten  Binnie Motorsports Lola B05/42 Zytek ZG348 M 24 Vereinigte Staaten  William Binnie
Vereinigtes Konigreich  Allen Timpany
Vereinigtes Konigreich  Sam Hancock
Vereinigtes Konigreich  RML MG-Lola EX264 AER P07 M 25 Vereinigtes Konigreich  Mike Newton
Brasilien  Thomas Erdos
Italien  Ramoero Ramdaccio Lucchini LMP2/04 Judd XV675 D 28 Italien  Ranieri Randaccio
Italien  Fabio Mancini
Italien  Gianni Collini
Frankreich  Barazi Epsilon Courage C65 AER P07 M 32 Danemark  Juan Barazi
Niederlande  Michael Vergers
Frankreich  Jean-Philippe Belloc
Italien  Davide Valsecchi
Belgien  G-Force Racing

Deutschland  Kruse Motorsport

Courage C65 Judd XV675 D 35 Vereinigtes Konigreich  Ed Morris
Belgien  Frank Hahn
Frankreich  Jean-François Leroch
Deutschland  Jan-Dirk Leuders
Deutschland  Jens Petersen
Deutschland  Christophe Brück
Frankreich  Paul Belmondo Racing Courage C65 Mecachrome LMP2 P 36 Frankreich  Claude-Yves Gosselin
Frankreich  Pierre Ragues
Saudi-Arabien  Karim Ojjeh
Frankreich  Paul Belmondo
37 Frankreich  Paul Belmondo
Frankreich  Didier André
Frankreich  Yann Clairay
Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport
Portugal  ASM Team Racing for Portugal
Lola B05/40 AER P07 D 39 Spanien  Miguel Angel de Castro
Spanien  Angel Burgueño
Portugal  Miguel Amaral
Portugal  ASM Team Racing for Portugal Lola B05/40 AER P07 D 40 Spanien  Miguel Angel de Castro
Spanien  Angel Burgueño
Portugal  Miguel Amaral
Deutschland  Kruse Motorsport Courage C65 Judd XV675 K 44 Deutschland  Jan-Dirk Leuders
Deutschland  Jens Petersen
Kanada  Tony Burgess
Osterreich  Norbert Siedler

GT1Bearbeiten

Von den Teams der Vorjahressaison blieben lediglich zwei Wagen übrig. Auf der einen Seite der einzige Ferrari 550 GTS Maranello, der von dem russisch-tschechischen Convers MenX Team eingesetzt wurde. Auf der anderen Seite Cirtek Motorsport, die nun ohne Convers zwei Aston Martin DBR9 einsetzten. Jedoch zog sich das Team nach dem Rennen in Spa aus der Le Mans Series zurück.[11] Eines der beiden Fahrzeuge wurde vom Team Modena übernommen und bis zum Ende der Saison, unter anderem vom ehemaligen Formel-1-Piloten David Brabham, gefahren. Ein weiterer DBR9 wurde vom Aston-Martin-Racing-Larbre-Werksteam in die Nennerliste eingetragen. Während Aston Martin in dem vorangegangenen Jahr bereits einige Einsätze in der American Le Mans Series und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fuhr, war der Partner Larbre Competition in der FIA-GT-Meisterschaft aktiv. Neben Vincent Vosse verpflichtete das Team FIA-GT-Meister Gabriel Gardel und Pedro Lamy, der bereits 2004 den GTS-Titel für Larbre in der LMES einfahren konnte. Der einzige Saleen S7-R dieser Saison kam von Team ORECA, die ab dem Rennen in Spa an der Meisterschaft teilnahmen. Die beiden ehemaligen GT2-Teams PSI Experience und Luc Alphand Aventures setzten 2006 beide auf einen Chevrolet Corvette. Während die belgische Mannschaft aus der FIA-GT-Meisterschaft einen Vorjahreswagen vom Chevrolet-Werksteam einsetzten[12], fuhr der ehemalige Ski-Weltcupsieger Luc Alphand eine Corvette älteren Baujahrs.

Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Ersatzfahrer
Frankreich  Aston Martin Racing Larbre Aston Martin DBR9 Aston Martin M 50 Portugal  Pedro Lamy
Schweiz  Gabriele Gardel
Belgien  Vincent Vosse
Deutschland  B-Racing RS Line Team Lamborghini Murciélago R-GT Lamborghini L535 D 51 Schweiz  Benjamin Leuenberger
Deutschland  Norbert Walchhofer
Vereinigtes Konigreich  Marino Franchitti
Frankreich  Team ORECA Saleen S7-R Ford M 55 Monaco  Stéphane Ortelli
Frankreich  Soheil Ayari
Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport
Vereinigtes Konigreich  Team Modena
Aston Martin DBR9 Aston Martin M 61 Vereinigtes Konigreich  Anthony Kinch
Spanien  Antonio García
Vereinigtes Konigreich  Richard Lyons
62 Vereinigtes Konigreich  Peter Hardman
Niederlande  Christian Vann
Vereinigtes Konigreich  Jamie Campbell-Walter
Vereinigtes Konigreich  Team Modena Aston Martin DBR9 Aston Martin M 63 Vereinigtes Konigreich  Peter Hardman
Spanien  Antonio García
Australien  David Brabham
Niederlande  Christian Vann
Russland  Convers MenX Team Ferrari 550 GTS Maranello Ferrari F131 M 67 Niederlande  Peter Kox
Tschechien  Robert Pergl
Russland  Alexei Igorewitsch Wassiljew
Belgien  PSI Experience Chevrolet Corvette C6.R Chevrolet LS7-R D 70 Niederlande  Jos Menten
Finnland  Pertti Kuismanen
Finnland  Markus Palttala
Frankreich  Luc Alphand Aventures Chevrolet Corvette C5-R Chevrolet LS7-R M 72 Frankreich  Jérôme Policand
Frankreich  Patrice Goueslard
Frankreich  Luc Alphand
Frankreich  Anthony Beltoise

GT2Bearbeiten

Durch den Rückzug des Vorjahressiegers Sebah Racing wechselten die beiden Titelverteidiger in unterschiedliche Teams. Während Marc Lieb das Team von Autorlando Sport verstärkte, fuhr der Franzose Xavier Pompidou nur zwei Rennen in der GT2-Kategorie für James Watt Automotive. Daneben starteten noch sieben andere Fahrer in dem britischen Porsche-Team. Mit dem Einzug des neuentwickelten Ferrari F430 erhöhte sich die Anzahl der Ferraris in GT2 um einen Wagen. Anfangs von drei Teams eingesetzt, musste sich das Team Icer Brakes nach dem schweren Unfall beim 1000-km-Rennen von Spa zuerst vom 24-Stunden-Rennen in Le Mans[13] und dann auch aus der Le Mans Serie zurückziehen. Das Fahrzeug wurde von GPC Sport übernommen und ab dem 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring eingesetzt.[14] Team LNT wechselte in der Winterpause sein Fahrzeug und trat in der Saison mit zwei Panoz Esperante GTLM an und gab das LMS-Debüt des amerikanischen Sportwagens.[15] Da das britische Team im Vorjahr einen TVR Tuscan T400R einsetzte, verblieb nur noch ein Fahrzeug dieses Typs in der Serie.

Team Chassis Motor Reifen Nr. Stammfahrer Ersatzfahrer
Belgien  Ice Pol Racing Team Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D
Y
73 Belgien  Yves-Emmanuel Lambert
Belgien  Christian Lefort
Belgien  Marc Duez
Frankreich  Romain Iannetta
Frankreich  Perspective Automobiles
Frankreich  Thierry Perrier
Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D 75 Frankreich  Philippe Hesnault
Vereinigtes Konigreich  Nigel Smith
Portugal  João Barbosa
Neuseeland  Rob Wilson
Frankreich  Anthony Beltoise
Italien  Autolando Sport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 P 76 Deutschland  Marc Lieb
Schweiz  Joël Camathias
Deutschland  Seikel Motorsport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 Y 77 Kanada  Tony Burgess
Vereinigte Staaten  Philip Collin
Deutschland  Tim Bergmeister
Italien  Autolando Sport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 P 78 Danemark  Gunnar Kristensen
Danemark  Allan Simonsen
Danemark  Jens Edman
Deutschland  Farnbacher Racing Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D 80 Danemark  Lars Erik Nielsen
Deutschland  Marco Seefried
Vereinigte Staaten  Ian Baas
Vereinigtes Konigreich  Team LNT Panoz Esperante GT-LM Élan P 81 Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes
Vereinigtes Konigreich  Robert Bell
82 Vereinigtes Konigreich  Lawrence Tomlinson
Vereinigtes Konigreich  Richard Dean
Vereinigtes Konigreich  Tom Kimber-Smith
Vereinigtes Konigreich  Marc Hynes
Italien  G.P.C. Sport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 P 83 Italien  Stefano Zonca
Italien  Andrea Belicchi
Italien  Marco Cioci
Italien  G.P.C. Sport
Spanien  Team Icer Brakes
Ferrari F430 GTC Ferrari F136 D 84 Spanien  Jesús Díez Villarroel
Spanien  Peter Sundberg
Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Audi D 85 Niederlande  Jeroen Bleekemolen
Niederlande  Mike Hezemans
Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane
86 Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane
Niederlande  Donny Crevels
Niederlande  Tom Coronel
Vereinigtes Konigreich  Peter Dumbreck
Deutschland  Farnbacher Racing Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D 90 Deutschland  Pierre Ehret
Deutschland  Dominik Farnbacher
Deutschland  Marco Seefried
Japan  T2M Motorsport Porsche 996 GT3 RS Porsche M96/77 D 91 Slowakei  Miro Konopka
Japan  Yutaka Yamagishi
Thailand  Tor Graves
Vereinigtes Konigreich  Robin Liddell
Deutschland  Marc Basseng
Frankreich  IMSA Performance Matmut Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D 92 Frankreich  Christophe Bouchut
Frankreich  Raymond Narac
Frankreich  Sébastien Dumez
Vereinigtes Konigreich  Racesport Peninsula TVR TVR Tuscan T400R TVR Speed Six D 95 Vereinigtes Konigreich  John Hartshorne
Vereinigtes Konigreich  Iain Dockerill
Vereinigtes Konigreich  Nigel Greensall
Vereinigtes Konigreich  James Watt Automotive Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 D 96 Vereinigtes Konigreich  Paul Daniels
Frankreich  Xavier Pompidou
Vereinigtes Konigreich  Peter Cook
Australien  Jack Elsegood
Deutschland  Wolfgang Kaufmann
Danemark  Bo McCormick
Vereinigtes Konigreich  Bryce Washington
Italien  G.P.C. Sport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 P 97 Italien  Luca Drudi
Italien  Gabrio Rosa
Italien  Fabrizio de Simone
Italien  Andrea Montermini
Vereinigtes Konigreich  Virgo Motorsport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 D 99 Vereinigtes Konigreich  Dan Eagling
Vereinigtes Konigreich  Tim Sugden
Vereinigtes Konigreich  Ian Khan

ErgebnisseBearbeiten

RennkalenderBearbeiten

Gesamtsieger sind fett hervorgehoben.

Nr. Datum Rennname /
Rennstrecke
Klasse Team Sieger Fahrzeug
1 9. April Turkei  1000-km-Rennen von Istanbul
Istanbul Park Circuit
LMP1 Frankreich  Pescarolo Sport Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Pescarolo C60
LMP2 Frankreich  Barazi-Epsilon Niederlande  Michel Vergers
Danemark  Juan Barazi
Frankreich  Jean-Philippe Belloc
Courage C65
GT1 Frankreich  Aston Martin Racing Labre Portugal  Pedro Lamy
Schweiz  Gabriele Gardel
Belgien  Vincent Vosse
Aston Martin DBR9
GT2 Italien  G.P.C. Sport Italien  Luca Drudi
Italien  Gabrio Rosa
Italien  Fabrizio De Simone
Ferrari F430GTC
2 14. Mai Belgien  1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps
Circuit de Spa-Francorchamps
LMP1 Frankreich  Pescarolo Sport Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Pescarolo C60
LMP2 Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Portugal  Miguel Amaral
Spanien  Miguel Angel de Castro
Spanien  Angel Burgueño
Lola B05/40
GT1 Frankreich  Team Oreca Monaco  Stéphane Ortelli
Frankreich  Soheil Ayari
Saleen S7R
GT2 Italien  Autorlando Sport Deutschland  Marc Lieb
Schweiz  Joël Camathias
Porsche 996 GT3 RSR
3 16. Juli Deutschland  1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
Nürburgring
LMP1 Frankreich  Pescarolo Sport Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Frankreich  Éric Hélary
Pescarolo C60
LMP2 Portugal  ASM Team Racing for Portugal Portugal  Miguel Amaral
Spanien  Miguel Angel de Castro
Spanien  Angel Burgueño
Lola B05/40
GT1 Frankreich  Aston Martin Racing Labre Portugal  Pedro Lamy
Schweiz  Gabriele Gardel
Belgien  Vincent Vosse
Aston Martin DBR9
GT2 Italien  G.P.C. Sport Italien  Stefano Zonca
Italien  Andrea Belicchi
Italien  Marco Cioci
Ferrari F430GTC
4 27. August Vereinigtes Konigreich  1000-km-Rennen von Donington
Donington Park
LMP1 Frankreich  Pescarolo Sport Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Frankreich  Didier André
Pescarolo C60
LMP2 Vereinigtes Konigreich  RML Vereinigtes Konigreich  Mike Newton
Brasilien  Thomas Erdos
MG-Lola EX264
GT1 Vereinigtes Konigreich  Team Modena Spanien  Antonio García
Vereinigtes Konigreich  Peter Hardman
Aston Martin DBR9
GT2 Vereinigtes Konigreich  Team LNT Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes
Vereinigtes Konigreich  Rob Bell
Panoz Esperante GT LM
5 24. September Spanien  1000-km-Rennen von Jarama
Circuito del Jarama
LMP1 Frankreich  Pescarolo Sport Frankreich  Emmanuel Collard
Frankreich  Jean-Christophe Boullion
Frankreich  Didier André
Pescarolo C60
LMP2 Portugal  ASM Team Racing for Portugal Portugal  Miguel Amaral
Spanien  Miguel Angel de Castro
Spanien  Angel Burgueño
Lola B05/40
GT1 Frankreich  Team Oreca Monaco  Stéphane Ortelli
Frankreich  Soheil Ayari
Saleen S7R
GT2 Vereinigtes Konigreich  Team LNT Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes
Vereinigtes Konigreich  Rob Bell
Panoz Esperante GT LM

1000 km IstanbulBearbeiten

LMP1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 1 Emmanuel Collard
Jean-Christophe Boullion
Pescarolo Sport 4:01:42,625
2 3 Justin Keen
Nicolas Kiesa
Jens Møller
Lister Storm Racing +7 Runden
3 4 Bob Berridge
Gareth Evans
Peter Owen
Chamberlain-Synergy Motorsport +7 Runden
LMP2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 2 Michael Vergers
Juan Barazi
Jean-Philippe Belloc
Barazi-Epsilon +6 Runden
2 5 Marc Rostan
Pierre Bruneau
Pierre Bruneau +9 Runden
3 7 Ed Morris
Frank Hahn
Jean-François Leroch
G-Force Racing +9 Runden
GT1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 6 Pedro Lamy
Gabriele Gardel
Vincent Vosse
Aston Martin Racing Larbre +9 Runden
2 9 Peter Kox
Robert Pergl
Alexei Igorewitsch Wassiljew
Convers MenX Team +10 Runden
3 10 Jérôme Policand
Patrice Goueslard
Anthony Beltoise
Luc Alphand Aventures +11 Runden
GT2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 13 Luca Drudi
Gabrio Rosa
Fabrizio de Simone
G.P.C. Sport +15 Runden
2 14 Marc Lieb
Joël Camathias
Autorlando Sport +15 Runden
3 15 Lawrence Tomlinson
Richard Dean
Team LNT +16 Runden

Das 1000-km-Rennen von Istanbul fand am 9. April auf dem Istanbul Park Circuit statt und ging über eine Distanz von 134 Runden à 5,338 km, also insgesamt 715,292 km. Da der Streckenbetreiber nicht genug Treibstoff zur Verfügung stellen konnte, wurde das Rennen bereits nach vier Stunden beendet.

Emmanuel Collard umrundete den Kurs im Qualifying in 1:40,266 und sicherte Pescarolo Sport die erste Pole in dieser Saison. Nur 7/1000 langsamer war Nicolas Minassian im Fahrzeug von Creation Autosportif. Schnellster LMP2 mit 1:42,336 war Thomas Erdos auf der vierten Gesamtposition. In der GT1 fuhr Vincent Vosse die schnellste Qualifikationsrunde. Mit einer Zeit von 1:48,180 umrundete er den Kurs fast acht Sekunden schneller als Peter Sundberg im Ferrari F430 vom Team Icer Brakes.

In der ersten Runde verliert Emmanuel Collard die Führung an Minassian, kann sich aber nach 45 Minuten kurzzeitig wieder an die Spitze setzen. Nach einem erfolgreichen Gegenangriff des Creation kann Collard erst nach einem schnelleren Boxenstopp wieder in Führung gehen. Eine halbe Stunde später muss Nicolas Minassian seinen Prototyp mit einem Getriebeschaden in der Box abstellen. Stärkster Verfolger ist nun Michael Vergers, der Führende der LMP2. Eine Stunde vor Rennende beträgt der Vorsprung bereits vier Runden, da der Werkscourage mit einer defekten Servolenkung das Rennen vorzeitig beenden musste. Trotz des großen Vorsprungs fährt Jean-Christoph Boullion im Pescarolo in Runde 101 eine 1:10,281. Diese Zeit kann bis zum Rennende niemand mehr unterbieten. Im Ziel beträgt der Vorsprung nun sieben Runden vor den beiden verblieben LMP1 von Lister Storm Racing und Chamberlain Synergy.

Beim Start kommt es zu einer Kollision zwischen Thomas Erdos und Jean-Marc Gounon, die für den Lola von RML in der Boxenmauer endet. Das Fahrzeug kann zwar die Box anfahren, verliert aber bei der Reparatur 26 Runden auf den schnellsten LMP2. Die Klassenführung übernimmt Michael Vergers im Courage von Barazi-Epsilon. Nachdem sich João Barbosa in der ersten Stunde durch einen Dreher zurückfällt, kann er sich bis zur dritten Rennstunde, als zweitschnellster LMP2 auf dem vierten Gesamtrang vorkämpfen. In den Händen von Martin Short überholt der Radical sogar Garath Evans in einem LMP1. Allerdings fällt das Fahrzeug zehn Minuten vor Rennende mit einem Motorschaden aus. Somit überquert der Courage C65 von Barazi-Epsilon die Ziellinie auf den zweiten Gesamtrang. Das bedeutet den Klassensieg in der LMP2 und drei Runden Vorsprung gegenüber den verfolgenden Teams von Pierre Bruneau und G-Force Racing.

In der GT1 gewinnt Pedro Lamy das Startduell und führt vor der Corvette von Jos Menten. Durch einen frühen Boxenstopp des Aston Martin geht der Wagen von PSI Experiance in Führung. In der 30. Runde muss auch Jos Menten an die Box und fällt auf den dritten Platz in der GT1 zurück. Sowohl Lamy als auch der Ferrari des Convers MenX Team können vorbeiziehen. Rund eine Stunde später muss die Corvette mit einem Defekt an der Lichtmaschine aufgegeben werden. Den Podiumsplatz übernimmt das Team von Luc Alphand Aventure. Bis zum Rennende bleibt die Reihenfolge bestehen, so gewinnt Aston Martin Team Larbre mit Pedro Lamy, Gabriele Gardel und Vincent Vosse den Klassensieg der GT1.

Richard Dean führt nach der ersten Runde die GT2-Klasse an, verliert die Position aber nach rund 30 Minuten an Fabrizio de Simon. Zunächst kann sich Simon vom Rest des GT2-Feldes etwas absetzen, verliert dann jedoch Boden an den Porsche des Autorlando Sport Teams. Die Führung wechselt innerhalb des Rennens mehrfach zwischen diesen beiden Fahrzeugen. Sechs Runden vor Rennende übernimmt Gabrio Rosa die GT2-Führung von Marc Lieb und fährt den ersten Ferrari F430-Sieg in der Le Mans Series ein. Das Podium komplettiert Lawrence Tomlison und Richard Dean für das Team LNT.

1000 km Spa-FrancorchampsBearbeiten

LMP1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 1 Emmanuel Collard
Jean-Christophe Boullion
Pescarolo Sport 6:01:35,407
2 2 Harold Primat
Marcel Fässler
Swiss Spirit +1 Runde
3 3 John Nielsen
Casper Elgaard
Philip Andersen
Zytek Engineering +2 Runden
LMP2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 4 Miguel Amaral
Miguel Angel de Castro
Angel Burgueño
Chamberlain-Synergy +2 Runden
2 5 Mike Newton
Thomas Erdos
RML +3 Runden
3 6 William Binnie
Allen Timpany
Sam Hancook
Binnie Motorsport +5 Runden
GT1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 7 Stéphane Ortelli
Soheil Ayari
Team ORECA +5 Runden
2 9 Antonio García
Richard Lyons
Cirtek Motorsport +6 Runden
3 10 Pertti Kuismanen
Jos Menten
Markus Palttala
PSI Experience +8 Runden
GT2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 15 Marc Lieb
Joël Camathias
Autorlando Sport +11 Runden
2 16 Lawrence Tomlinson
Richard Dean
Tom Kimber-Smith
Team LNT +12 Runden
3 17 Dan Eagling
Tim Sugden
Virgo Motorsport +12 Runden

Die 1000 km von Spa-Francorchamps fanden am 14. Mai statt und gingen über eine Distanz von 134 Runden à 6,976 km, also insgesamt 934,784 km.

In der Qualifikation umrundete Marcel Fässler den nassen Kurs in 2:19,538 und stellte somit den Courage LC70 auf die Pole-Position, gefolgt von Casper Elgaard im Werkszytek. Thomas Erdos fuhr mit einer Zeit von 1:22,435 auf dem vierten Gesamtplatz und war daher bestplatzierter LMP2. Als schnellster GT1 qualifizierte sich Antonio García. Er umrundete den Kurs in 2:26,813. Christoph Bouchut sicherte IMSA Performance die Pole-Position in der GT2. Mit einer Rundenzeit von 2:30,262 war er mehr als drei Sekunden schneller als alle anderen GT2-Teilnehmer.

Beim Start kommt die Spitze ohne Probleme durch die Radillon, dahinter dreht sich Kevin McGarrity und verursacht ein Massenunfall, bei dem insgesamt drei weitere Fahrzeuge irreparabel beschädigt werden. Das Safety Car wird auf die Strecke geschickt und nach einer halben Stunde wird das Rennen erneut freigegeben. Kurz darauf verlässt Peter Owen die Strecke in der Eau Rouge und schlägt heftig in die Streckenbegrenzung. Das Safety Car muss erneut auf die Strecke. Gut eine Stunde nach Rennanfang wird das Rennen freigegeben. Marcel Fässler führt, wird aber bereits in der ersten Runde von Jean-Marc Gounon überholt. In der dritten Rennstunde übernimmt Jean-Christophe Boullion die Führung und baut diese weiter aus. Kurz vor einer weiteren Safety-Car-Phase beträgt der Vorsprung auf das zweitplatzierte Fahrzeug eine Runde. Nach Freigabe des Rennens überholt erst Marcel Fässler, dann auch Casper Elgaard den bis dahin zweitplatzierten Miguel Amaral. Bis zum Ende des Rennens passiert in der Spitze nichts mehr, somit gewinnt Pescarolo Sport das zweite Rennen in der Saison.

Nach den beiden Unfällen in der Anfangsphase führt in der LMP2 Thomas Erdos. Allerdings muss er die Führung in Runde 21 abgeben, nachdem er sich einen Reifenschaden eingefangen hat. Die Klassenführung übernimmt der Prototyp von Chamberlain Motorsport. In der vierten Rennstunde kann Angel Burgueño auf den zweiten Gesamtrang vorfahren, verliert aber eine Runde auf das Fahrerduo Boullion-Collard bis zur nächsten Safety-Car-Phase in der fünften Rennstunde. Rund 20 Minuten vor Rennende dreht sich Miguel Amaral mit seinem Lola und muss Casper Elgaard vorbeiziehen lassen. Da das Team aber eine Runde Vorsprung auf den zweitplatzierten LMP2 hat, reicht es dennoch für den ersten Klassensieg.

In der GT1 ist Antonio García der Führende nach den beiden Safety-Car-Phasen, gefolgt von Stéphane Ortelli, der nach 30 Minuten Garcia überholt. Jedoch kann sich Antonio García in der vierten Rennstunde die Klassenführung wieder erfahren, um sie eine halbe Stunde vor Rennende erneut an den Wagen vom Team ORECA zu verlieren. Soheil Ayari, der nun am Steuer des Saleen S7-R sitzt, baut die Führung bis zum Rennende weiter aus und sichert ORECA den ersten Klassensieg 2006.

Nach Freigabe des Rennens führt Tim Sugden im Ferrari F430 in der GT2, gefolgt von Dominik Farnbacher im Porsche 996 GT3. Der Porsche bekommt jedoch bald Getriebeprobleme und muss unplanmäßig die Box aufsuchen. Innerhalb von einer Stunde verliert Sudgen vier Plätze, somit wechselt die Führung der GT2 zu Christophe Bouchut. Bei der Fahrzeugübergabe kann Marc Lieb in Führung gehen, muss aber seinerseits den Platz wieder an den Ferrari von Virgo Motorsport abtreten. Eine Stunde vor Rennende holt sich Lieb die Führung wieder zurück und Sugden muss auch den Panoz von Team LNT ziehen lassen.

1000 km NürburgringBearbeiten

LMP1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 1 Emmanuel Collard
Jean-Christophe Boullion
Éric Hélary
Pescarolo Sport 6:00:26,030
2 2 Nicolas Minassian
Felipe Ortiz
Giuseppe Gabbiani
Creation Autosportif +3 Runden
3 3 Jan Lammers
Alex Yoong
Racing for Holland +3 Runden
LMP2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 5 Miguel Amaral
Miguel Angel de Castro
Angel Burgueño
ASM Team Racing for Portugal +6 Runden
2 5 William Binnie
Allen Timpany
Sam Hancock
Binnie Motorsport +7 Runden
3 8 Martin Short
Joao Barbosa
Rollcentre Racing +8 Runden
GT1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 10 Pedro Lamy
Gabriele Gardel
Vincent Vosse
Aston Martin Racing Larbre +12 Runden
2 11 Jérôme Policand
Patrice Goueslard
Luc Alphand
Luc Alphand Aventures +12 Runden
3 13 Peter Kox
Robert Pergl
Alexei Igorewitsch Wassiljew
Covers MenX Team +13 Runden
GT2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 16 Stefano Zonca
Andrea Belicchi
Marco Cioci
G.P.C. Sport +18 Runden
2 18 Marc Lieb
Joël Camathias
Autorlando Sport +19 Runden
3 19 Jeroen Bleekemolen
Mike Hezemans
Spyker Squadron +19 Runden

Die 1000 km vom Nürburgring fanden am 16. Juli statt und gingen über eine Distanz von 189 Runden à 5,137 km, also insgesamt 970,893 km.

Nicolas Minassian sicherte sich in der Qualifikation die Pole-Position. Er umrundete den Kurs in 1:44,850, knapp 0,7 Sekunden schneller als Emanuel Collard, der die erste Startreihe vervollständigt. Schnellster LMP2 ist erneut Thomas Erdos im Lola EX264. Er erreichte eine Zeit von 1:46,672 und startete das Rennen vom siebten Gesamtplatz. In der GT1 sicherte sich Stéphane Ortelli den besten Startplatz vor Antonio García. Die dreizehnte Startreihe ging komplett an beide Ferrari F430 von G.P.C. Sport, die mit 2:00,017 und 2:00,088 die schnellsten GT2-Fahrzeuge waren.

In der ersten Runde, kann Shinji Nakano kurzzeitig in Führung gehen, wird einige Runden später aber von Collard überholt. Kurz darauf wird der Japaner in die Box geschoben um Reparaturen am Fahrzeug vorzunehmen. Der Wagen von Pescarolo Sport führt, wird aber langsam von Jean-Marc Gounon eingeholt, der nach rund eineinhalb Stunden versucht an Collard vorbei zu gehen. Die beiden Fahrzeuge berühren sich, aber nur der Courage verliert dabei Zeit. Nach der Übergabe des Führungsfahrzeugs an Jean-Christophe Boullion kann dieser sich von seinen Verfolgern absetzen. Beide Werkscourage müssen unplanmäßig an die Box um Reparaturen am Motor durchzuführen. In der vierten Stunde können Jan Lammers und Alex Yoong am Creation vorbeigehen und sind somit direkt hinter dem führenden EÉric Hélary. Wenige Minuten vor Rennende gerät Alex Yoong unter Druck von Nicolas Minassian. Zwei Minuten vor Rennende macht Yoong einen Fahrfehler, Minassian überholt den Dome und beendet das Rennen auf dem zweiten Platz.

In der LMP2 beendet Michael Vergers die erste Runde als Klassenführender, der jedoch bereits in der dritten Runde mit Problemen in die Box fährt. Die Führung übernimmt erst der Radical von Stuart Moseley, dann Thomas Erdos und nach einem langen Boxenstopp des Klassenführenden João Barbosa. Der baut die Führung in der LMP2 weiter aus und übergibt an Martin Short. 90 Minuten vor Rennende verliert der Radical einen Platz an Erdos, der kurz darauf durchs Kiesbett fährt. Der Lola vom ASM Team kann in Führung gehen. 15 Minuten vor Rennende kommt es bei einem Überholmanöver zwischen dem führenden LMP2 und João Barbosa zu einer Kollision. Barbosa muss an die Box um sich eine neue Motorhaube zu holen, während der Lola eine Stop-and-Go-Strafe absitzen muss. Die Boxencrew von Rollcentre benötigt mehr Zeit zum Wechsel und somit gewinnt ASM die LMP2-Klasse.

Stéphane Ortelli kann seine Position in der Qualifikation in eine Klassenführung umwandeln und baut schnell einen Abstand zwischen sich und dem Rest des GT1-Feldes auf. Nach Halbzeit wird das Fahrzeug plötzlich langsamer und fährt Rundenzeiten auf Niveau der GT2. In der letzten Rennstunde wird der Saleen in die Box geschoben um Reparaturen am Motor vorzunehmen. Die Führung übernimmt Gabriele Gardel. Nach einem Reifenschaden fällt Patrice Goueslard auf den dritten Platz zurück, kann aber gut 50 Minuten vor Rennende den Ferrari F550 von Peter Kox überholen. Kurz vor Rennende kommt der führende GT1 in die Box. Vincent Vosse übernimmt das Steuer des Aston Martins, um nicht wegen Unterschreitung der Mindestfahrzeit aus der Wertung genommen zu werden. Trotz des unplanmäßigen Stopps siegen Lamy, Gardel und Vosse in der GT1.

In der GT2 führen beide Fahrzeuge von G.P.C. Sport. Marc Lieb kann langsam auf die beiden Ferraris aufschließen und geht nach einer Kollision von Fabrizio de Simone und einem Spyker in Führung. Nach Rennhalbzeit übergibt Lieb sein Fahrzeug an Joël Camathias. Kurz darauf muss das Safety-Car auf die Strecke und der Ferrari von G.P.C. Sport kommt an die Box Box. Durch den Stopp unter Gelb führt Marco Cioci nun knapp 90 Sekunden vor Camathias. Bis zum Rennende gibt es keine Veränderungen in der Rangfolge und G.P.C. Sport fährt seinen zweiten Klassensieg in der Saison ein.

1000 km DoningtonBearbeiten

LMP1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 1 Emmanuel Collard
Jean-Christophe Boullion
Didier André
Pescarolo Sport 5:59:26,921
2 2 Nicolas Minassian
Kevin McGarrity
Creation Autosportif +2 Runden
3 3 Jamie Campbell-Walter
Felipe Ortiz
Giuseppe Gabbiani
Creation Autosportif +4 Runden
LMP2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 4 Mike Newton
Thomas Erdos
RML +10 Runden
2 10 Marc Rostan
Pierre Bruneau
Pierre Bruneau +22 Runden
3 13 William Binnie
Allen Timpany
Sam Hancock
Binnie Motorsport +28 Runden
GT1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 6 Antonio García
Peter Hardman
Team Modena +16 Runden
2 7 Jérôme Policand
Patrice Goueslard
Luc Alphand
Luc Alphand Aventures +16 Runden
3 8 Peter Kox
Robert Pergl
Alexei Igorewitsch Wassiljew
Covers MenX Team +18 Runden
GT2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 11 Warren Hughes
Robert Bell
Team LNT +25 Runden
2 12 Marc Lieb
Joël Camathias
Autorlando Sport +26 Runden
3 14 Luca Drudi
Gabrio Rosa
Amdrea Montermini
G.P.C. Sport +28 Runden

Das 1000-km-Rennen von Donington fand am 16. August statt und ging über eine Distanz von 249 Runden à 4,023 km, also insgesamt 1001,727 km.

Jean-Marc Gounon sicherte sich mit einer Rundenzeit von 1:20,756 die Pole-Position, vor Stefan Johansson, Jean-Christophe Boullion und Jamie Campbell-Walter. 200 ms trennten dabei Campbell-Walter von Gounon. Schnellster LMP2 war erneut Thomas Erdos im Lola EX264. Er umrundete den Kurs in 1:21,557 und startete somit im Rennen vom achten Startplatz. Mit einer Rundenzeit von 1:27.390 sicherte sich Pedro Lamy die beste Platzierung in der GT1, während Tim Sudgen auf Startposition 26, die beste Qualifikationszeit in der GT2 absolvierte.

Beim fliegenden Start kann sich Nideki Noda kurzzeitig in Führung setzten, wird aber bereits in der ersten Runde wieder vom Pole-Setter Gounon überholt. Jean-Christophe Boullion überfährt die Pfosten in der Schikane und handelt sich damit eine Stop-and-Go-Strafe ein. Er hält regelwidrig und erhält dafür eine weitere Stop-and-Go-Strafe. In der dritten Rennstunde kann Stefan Johansson von der dritten Position in Führung gehen. Jedoch muss Johannson nach knapp einer Stunde an der Spitze des Feldes in die Box. Zunächst kann der Zytek mit einem blockierenden Hinterrad nicht sofort anfahren, später muss das Fahrzeug mit Kupplungsproblemen endgültig abgestellt werden. Zwei Stunden vor Rennende geht Didier André in Führung und siegt für Pescarolo Sport vor beiden Fahrzeugen von Creation Autosportif.

In der LMP2 kann Thomas Erdos seine Klassenführung halten, muss sich aber nach 30 Minuten Sam Hancock geschlagen geben. Während Erdos sich kurz darauf einen Reifenschaden einfährt, verliert Hancook die Kontrolle über sein Fahrzeug und steht für mehrere Minuten abseits der Strecke. João Barbosa nutzt die Probleme und geht in Führung. Durch zahlreiche technische Defekte wird das Feld der LMP2 stark ausgedünnt. Wenige Minuten vor Rennende wird auch das Fahrzeug von Martin Short und João Barbosa in die Box geschoben. Die Probleme am Anlasser können nicht repariert werden. So gewinnen am Ende Mike Newton und Thomas Erdos die LMP2.

Stéphane Ortelli kann in der ersten Runde an Pedro Lamy vorbeigehen, handelt sich aber, wie Boullion, für das Überfahren der Pfosten eine Stop-and-Go-Strafe ein. Vor Beginn der zweiten Rennstunde geht Ortelli wieder in Führung, muss den Saleen jedoch später mit einem Motorschaden abstellen. In Führung liegt nun die Corvette von Luc Alphand Aventures. Zwei Runden vor Rennende bekommt Jérôme Policand Probleme mit seinen Bremsen und muss Antonio García in der letzten Runde ziehen lassen. So fährt das britische Team auf heimischen Boden zum ersten Klassensieg der Saison.

In der GT2 führt zunächst Tim Sugden, wird aber nach zehn Minuten von Andrea Montermini überholt. Vor dem Ende der ersten Rennstunde kann Robert Bell in Führung gehen und hält diese Position bis zur fünften Rennstunde. Jedoch kann Andrea Montermini wieder aufschließen und überholt den nun fahrenden Warren Hughes. Knapp zehn Minuten später steht Montermini, nach einer Kollision mit dem Protran RS06/H, im Kiesbett. Der Ferrari von G.P.C. Sport verliert zwei Runden auf den nun erneut führenden Hughes und beendet das Rennen hinter Marc Lieb auf dem dritten Platz in der GT2.

1000 km JaramaBearbeiten

LMP1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 1 Emmanuel Collard
Jean-Christophe Boullion
Didier André
Pescarolo Sport 6:01:01,399
2 3 Harold Primat
Marcel Fässler
Swiss Spirit +5 Runden
3 4 Nicolas Minassian
Felipe Ortiz
Giuseppe Gabbiani
Creation Autosportif +7 Runden
LMP2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 2 Miguel Amaral
Miguel Angel de Castro
Angel Burgueño
ASM Team +4 Runden
2 11 Jan-Dirk Leuders
Jens Petersen
Norbert Siedler
Kruse Motorsport +18 Runden
3 13 Marc Rostan
Pierre Bruneau
Pierre Bruneau +23 Runden
GT1 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 6 Stéphane Ortelli
Soheil Ayari
Team ORECA +11 Runden
2 7 Pedro Lamy
Gabriele Gardel
Vincent Vosse
Aston Martin Racing Larbre +12 Runden
3 8 Antonio García
David Brabham
Peter Hardman
Team Modena +13 Runden
GT2 Gesamt Fahrer Team Zeit
1 14 Warren Hughes
Robert Bell
Team LNT +23 Runden
2 15 Gunnar Kristensen
Allan Simonsen
Autorlando Sport +23 Runden
3 16 Jonny Kane
Peter Dumbreck
Spyker Squadron b.v. +23 Runden

Die 1000 km von Jarama fanden am 24. September auf dem Circuito del Jarama statt und gingen über eine Distanz von 237 Runden à 3,850 km, also insgesamt 912,45 km.

In der Qualifikation sicherte sich Jean-Christoph Boullion die zweite Poleposition in der Saison. Er umrundete den Kurs in einer Zeit von 1:23,242, während in der LMP2 Thomas Erdos die fünfte Qualifikationsbestzeit im fünften Rennen einfuhr. Seine Rundenzeit betrug 1:24,473, damit startete er im Rennen von der vierten Gesamtposition. In der großen GT-Klasse konnte Stephané Ortelli, mit einer Rundenzeit von 1:28,736, sich auf der fünfzehnten Startposition qualifizieren. Marc Lieb sicherte Autorlando Sport die erste GT2-Poleposition in dieser Saison. Er fuhr in 1:32,365 um den Kurs und war somit mehr als 1,5 Sekunden schneller als Fabrizio de Simone.

Emmanuel Collard kann beim Start des Rennens die Pole-Position seines Teamgefährten in eine Führung umwandeln. Dahinter folgt Jean-Marc Gounon, der bis zu seinem Ausfall mit Getriebeproblemen kurz vor Anbruch der dritten Rennstunde mehrfach Collard kurzzeitig überholt. Nun ist der Courage des Swiss Spirit Team der ärgste Verfolger der französischen Pescarolo Sport Mannschaft. Aber auch der Courage von Swiss Spirit fällt 4,5 Stunden nach Rennbeginn aus. So gewinnen Collard, André und Boullion nicht nur alle Rennen dieser Saison, sondern verteidigen auch ihren Titel.

In der LMP2 führt Thomas Erdos das Rennen an, wird aber rund zehn Minuten nach dem Start von Miguel Angel de Castro überholt. Das ASM Team kann die Führung bis zur dritten Rennstunde halten, bis João Barbosa im Radical SR9 überholt. Barbosa übergibt den Wagen kurz darauf an Rob Barff, der einige Minuten später die Strecke verlässt und die Klassenführung somit wieder verliert. Kurz darauf muss Barff das Fahrzeug mit einem Getriebeschaden endgültig abstellen. Die gewonnene Führung gibt das Team von Miguel Angel de Castro, Angel Burgueño und Miguel Amaral bis zum Rennende nicht mehr her. Dahinter, auf einem sicheren zweiten Platz, erleidet das Fahrzeug von Erdos fünf Minuten vor Rennende einen kapitalen Motorschaden. Durch den Ausfall verspielen Mike Newton und Thomas Erdos die Meisterschaft der LMP2.

Jos Menten beendet die erste Runde in der GT1-Klasse als Führender, wird jedoch nach 20 Minuten von Stéphane Ortelli überholt. Ortelli kann danach seine Führung weiter ausbauen, während die Position hinter dem Fahrzeug von ORECA mehrfach wechselt. Letztlich etabliert sich dahinter Gabriele Gardel. Eine Stunde vor Rennende kann Antonio García zur nun drittplatzierten Corvette von PSI Experiance aufschließen. Nach einem Positionskampf über mehrere Runden schiebt sich Garcia auf den dritten Platz der GT1.

In der GT2 führt Marc Lieb, gefolgt von Fabrizio de Simone. Zwischen beiden Fahrzeugen kommt es im Laufe der ersten Stunde zum Kontakt und Simone dreht sich und verliert Zeit. Einige Zeit später kommt es zur Safety-Car-Phase nach dem Unfall des GT2-Piloten Yves Lambert. Kurz vor der erneuten Freigabe des Rennens ereilt den Autolando Porsche von Lieb und Joël Camathias ein kapitaler Getriebeschaden. Dadurch kann Luca Drudi in Führung gehen, gefolgt von Warren Hughes für das Team LNT. Der Ferrari F430 von G.P.C. Sport führt in der Klasse das Rennen bis zum Ende an, wird aber disqualifiziert, da Fabrizio de Simone mehr als vier Stunden am Steuer seines Fahrzeugs verbracht hat. Daraufhin werden Warren Hughes und Robert Bell zum Klassensieger in der GT2 ernannt.

GesamtpunktestandBearbeiten

FahrerwertungBearbeiten

Punkte werden an die Fahrer der ersten acht Fahrzeuge der jeweiligen Klasse vergeben. Die Punkte werden wie folgt verteilt: 10-8-6-5-4-3-2-1. Fahrer, die nicht mindestens eine Stunde gefahren sind, erhalten keine Punkte. Sollten zwei oder mehrere Fahrer die gleiche Anzahl von Meisterschaftspunkten haben, werden diejenigen besser gestellt, die in der Saison das beste Einzelresultat erzielen konnten. Haben alle Fahrer dasselbe Resultat erzielt, wird demjenigen der Vorrang gegeben, der die meisten Platzierungen mit dem Ergebnis vorweisen kann. Sollten alle Fahrer die gleiche Anzahl an entsprechenden Resultaten haben, wird derjenige besser bewertet, der das relevante Einzelresultat als erstes erzielte. Ansonsten belegen alle Fahrer dieselbe Platzierung.

LMP1Bearbeiten

Die Fahrermeisterschaft 2006 der LMP1 konnten Emmanuel Collard und Jean-Christophe Boullion bereits vorzeitig beim Lauf in England für sich entscheiden. Mit fünf Siegen in fünf Rennen gewann das Duo nicht nur die Meisterschaft, sondern zog mit sieben Gesamtsiegen auch an Allan McNish vorbei, der bis dahin mit drei Gesamtsiegen der erfolgreichste Pilot der Serie war. Den zweiten Platz erreichte Didier André, der ab dem 1000-km-Rennen von Donington zusammen mit Collard und Boullion Meisterschaftspunkte sammelte.

Platz Fahrer Team Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 Frankreich  Emmanuel Collard Frankreich  Pescarolo Sport 10 10 10 10 10 50
= Frankreich  Jean-Christophe Boullion Frankreich  Pescarolo Sport 10 10 10 10 10 50
2 Frankreich  Didier André Frankreich  Pescarolo Sport 10 10 20
3 Schweiz  Felipe Ortiz Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 8 6 6 20
= Italien  Giuseppe Gabbiani Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 8 6 6 20
4 Vereinigtes Konigreich  Bob Berridge Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport 6 5 4 5 20
= Vereinigtes Konigreich  Gareth Evans Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport 6 5 4 5 20
5 Schweiz  Harold Primat Schweiz  Swiss Spirit 8 3 8 19
= Schweiz  Marcel Fässler Schweiz  Swiss Spirit 8 3 8 19
6 Frankreich  Nicolas Minassian Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 8 6 14
7 Vereinigtes Konigreich  Peter Owen Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport 5 4 5 14
8 Frankreich  Éric Hélary Frankreich  Pescarolo Sport 10 10
9 Vereinigtes Konigreich  Kevin McGarrity Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 1 8 9
10 Danemark  Nicolas Kiesa Vereinigtes Konigreich  Lister Storm Racing 8 8
= Danemark  Jens Møller Vereinigtes Konigreich  Lister Storm Racing 8 8
11 Frankreich  Nicolas Minassian Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 8 8
12 Vereinigtes Konigreich  Gregor Fisken Frankreich  Courage Compétition 2 5 7
= Frankreich  Jean-Marc Gounon Frankreich  Courage Compétition 2 5 7
= Schweiz  Alexander Frei Frankreich  Courage Compétition 2 5 7
13 Danemark  John Nielsen Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering 6 6
= Danemark  Casper Elgaard Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering 6 6
= Danemark  Philip Andersen Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering 6 6
= Niederlande  Jan Lammers Niederlande  Racing for Holland 6 6
14 Malaysia  Alex Yoong Niederlande  Racing for Holland 6 6
15 Vereinigtes Konigreich  Jamie Campbell-Walter Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif 6 6
16 Schweden  Stefan Johansson Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering 4 4
= Japan  Hideki Noda Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering 4 4
17 Japan  Shinji Nakano Frankreich  Courage Compétition 4 4
= Japan  Haruki Kurosawa Frankreich  Courage Compétition 4 4
18 Vereinigtes Konigreich  Paul Cope Vereinigtes Konigreich  ProTran Competition 1 1
= Vereinigtes Konigreich  Ben Collins Vereinigtes Konigreich  ProTran Competition 1 1

† – Die Punkte für Nicolas Minassian wurden getrennt, da Minassian sowohl beiden Fahrzeugen des Teams fuhr. Das Team entschied sich, die maximale Anzahl von Punkten in die Teamwertung einfließen zu lassen.[16]

LMP2Bearbeiten

Die Fahrerwertung in der LMP2 gewannen Michael Vergers und Juan Barazi erst in den letzten Minuten des 1000-km-Rennens von Jarama. Mit dem technischen Defekt am Motor und dem damit verbundenen Ausfall von Mike Newton und Thomas Erdos wenige Minuten vor Rennende, benötigten die beiden Fahrer von Barazi-Epsilon nur noch drei Punkte. Da zu dem Zeitpunkt jedoch nur noch fünf Prototypen dieser Kategorie im Rennen waren, reduzierte sich die Anforderung auf eine Zielankunft. Obwohl keiner der Fahrer insgesamt mehr Punkte einfuhr als Miguel Angel de Castro und Angel Burgueño, beendete das Duo die Saison nur im Mittelfeld. Aufgrund des Wechsels innerhalb der Saison von Chamberlain-Synergy zum Team von Joao Basso, wurden die Punkte für Läufe ab dem 1000-km-Rennen vom Nürburgring separat gewertet.

Platz Fahrer Team Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 Niederlande  Michael Vergers Frankreich  Barazi-Epsilon 10 5 3 5 5 28
= Danemark  Juan Barazi Frankreich  Barazi-Epsilon 10 5 3 5 5 28
2 Vereinigtes Konigreich  Mike Newton Vereinigtes Konigreich  RML 3 8 5 10 26
= Brasilien  Thomas Erdos Vereinigtes Konigreich  RML 3 8 5 10 26
3 Frankreich  Marc Rostan Frankreich  Pierre Bruneau 8 2 8 6 24
= Frankreich  Pierre Bruneau Frankreich  Pierre Bruneau 8 2 8 6 24
4 Spanien  Miguel Angel de Castro Portugal  ASM Team Racing for Portugal 10 10 20
= Spanien  Angel Burgueño Portugal  ASM Team Racing for Portugal 10 10 20
= Portugal  Miguel Amaral Portugal  ASM Team Racing for Portugal 10 10 20
5 Vereinigtes Konigreich  Sam Hancock Vereinigte Staaten  Binnie Motorsports 6 8 6 20
= Vereinigtes Konigreich  Allen Timpany Vereinigte Staaten  Binnie Motorsports 6 8 6 20
6 Italien  Davide Valsecchi Frankreich  Barazi-Epsilon 5 5 5 15
7 Vereinigte Staaten  William Binnie Vereinigte Staaten  Binnie Motorsports 0 8 6 14
8 Frankreich  Jean-Philippe Belloc Frankreich  Barazi Epsilon 10 3 13
9 Deutschland  Jens Petersen Deutschland  Kruse Motorsport 4 8 12
= Deutschland  Jan-Dirk Leuders Deutschland  Kruse Motorsport 4 8 12
10 Saudi-Arabien  Karim Ojjeh Frankreich  Paul Belmondo Racing 4 4 4 12
= Frankreich  Pierre Ragues Frankreich  Paul Belmondo Racing 4 4 4 12
11 Spanien  Miguel Angel de Castro Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport 10 10
= Spanien  Angel Burgueño Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport 10 10
12 Osterreich  Norbert Siedler Deutschland  Kruse Motorsport 8 8
13 Frankreich  Claude-Yves Gosselin Frankreich  Paul Belmondo Racing 4 4 8
14 Vereinigtes Konigreich  Ed Morris Belgien  G-Force Racing 6 6
= Frankreich  Jean-François Leroch Belgien  G-Force Racing 6 6
15 Portugal  João Barbosa Vereinigtes Konigreich  Rollcentre Racing 6 6
= Vereinigtes Konigreich  Martin Short Vereinigtes Konigreich  Rollcentre Racing 6 6
16 Frankreich  Paul Belmondo Frankreich  Paul Belmondo Racing 5 5
= Frankreich  Didier André Frankreich  Paul Belmondo Racing 5 5
= Frankreich  Yann Clairay Frankreich  Paul Belmondo Racing 5 5
17 Vereinigtes Konigreich  Tim Greaves Vereinigtes Konigreich  Team Bruichladdich Radical 4 4
= Vereinigtes Konigreich  Stuart Moseley Vereinigtes Konigreich  Team Bruichladdich Radical 4 4
18 Kanada  Tony Burgess Deutschland  Kruse Motorsport 4 4
19 Deutschland  Christophe Brück Deutschland  Kruse Motorsport 1 1
19 Deutschland  Jens Petersen Deutschland  Kruse Motorsport 1 1
= Deutschland  Jan-Dirk Leuders Deutschland  Kruse Motorsport 1 1

† – Fahrer nahmen mit verschiedenen Teams an der Meisterschaft teil, die gesammelten Punkte in verschiedenen Teams werden nicht addiert.
‡ – Fahrer erhielt keine Punkte für den Meisterschaftslauf, da er nicht mindestens eine Stunde im Rennen fuhr.

GT1Bearbeiten

Die Meisterschaft in der GT1 war bis zum letzten Rennen offen. Insgesamt hatten noch acht Fahrer die Möglichkeit, die Saison für sich zu entscheiden. Die Fahrerpaarung Jérôme Policand und Patrice Goueslard fiel in Jarama mit einer gebrochen Lenkung vorzeitig aus und beendete die Meisterschaft somit auf dem vierten Platz. Peter Kox und Alexei Vailiev beendeten alle Rennen der Saison unter den ersten Vier der GT1 und sammelten somit insgesamt 28 Punkte. Vier Punkte mehr konnten Pedro Lamy, Gabriele Gardell und Vincent Vosse am Ende vorweisen. Mit einem Ausfall in fünf Rennen, aber zwei Klassensiegen gewannen die Fahrer von Aston Martin Racing Larbre letztendlich die Meisterschaft für sich. Ebenfalls unter den Titelkandidaten wäre Antonio García gewesen, wenn er nicht innerhalb der Saison von Cirtek Motorsport zum Team Modena gewechselt wäre. So wurde er, wie sein Teamgefährte Peter Hardman, für beide Teams einzeln gewertet.

Platz Fahrer Team Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 Portugal  Pedro Lamy Frankreich  Aston Martin Racing Larbre 10 10 4 8 32
= Schweiz  Gabriele Gardel Frankreich  Aston Martin Racing Larbre 10 10 4 8 32
= Belgien  Vincent Vosse Frankreich  Aston Martin Racing Larbre 10 10 4 8 32
2 Niederlande  Peter Kox Russland  Convers MenX Team 8 4 6 6 4 28
= Russland  Alexei Igorewitsch Wassiljew Russland  Convers MenX Team 8 4 6 6 4 28
= Tschechien  Robert Pergl Russland  Convers MenX Team 8 4 6 6 4 28
3 Monaco  Stéphane Ortelli Frankreich  Team ORECA 10 5 10 25
= Frankreich  Soheil Ayari Frankreich  Team ORECA 10 5 10 25
4 Frankreich  Jérôme Policand Frankreich  Luc Alphand Aventures 6 3 8 8 25
= Frankreich  Patrice Goueslard Frankreich  Luc Alphand Aventures 6 3 8 8 25
5 Spanien  Antonio García Vereinigtes Konigreich  Team Modena 10 6 16
= Vereinigtes Konigreich  Peter Hardman Vereinigtes Konigreich  Team Modena 10 6 16
6 Frankreich  Luc Alphand Frankreich  Luc Alphand Aventures 8 8 16
7 Finnland  Pertti Kuismanen Belgien  PSI Experience 6 5 5 16
= Niederlande  Jos Menten Belgien  PSI Experience 6 5 5 16
= Niederlande  Jos Menten Belgien  PSI Experience 6 5 5 16
8 Spanien  Antonio García Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 5 8 13
9 Vereinigtes Konigreich  Peter Hardman Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 4 5 9
= Niederlande  Christian Vann Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 4 5 9
10 Vereinigtes Konigreich  Richard Lyons Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 8 8
11 Frankreich  Anthony Beltoise Frankreich  Luc Alphand Aventures 6 6
12 Australien  David Brabham Vereinigtes Konigreich  Team Modena 6 6
13 Vereinigtes Konigreich  Anthony Kinch Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 5 5
14 Vereinigtes Konigreich  Jamie Campbell-Walter Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport 5 5

† – Fahrer nahmen mit verschiedenen Teams an der Meisterschaft teil, die gesammelten Punkte in verschiedenen Teams werden nicht addiert.

GT2Bearbeiten

Der Sieg in der GT2-Fahrermeisterschaft ging bereits nach dem Lauf in Donington an Joël Camathias. Marc Lieb, der ursprünglich beim 1000-km-Rennen von Spa wegen Überschreitung der maximalen Fahrzeit von vier Stunden ausgeschlossen wurde, bekam die Punkte am Ende der Saison wieder zurück. Das Team legte beim ACO erfolgreich Protest ein,[17] jedoch blieb Tim Bergmeister und Anthony Beltoise in den ähnlich gelagerten Fällen die Punkte verwehrt. Den Titel Vizemeister sicherten sich durch einen vierten Platz in Jarama die beiden Piloten von Team LNT, Lawrence Tomlinson und Richard Dean.

Platz Fahrer Team Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 Schweiz  Joël Camathias Italien  Autolando Sport 8 10 8 8 34
= Deutschland  Marc Lieb Italien  Autolando Sport 8 10 8 8 34
2 Vereinigtes Konigreich  Lawrence Tomlinson Vereinigtes Konigreich  Team LNT 6 8 2 5 21
= Vereinigtes Konigreich  Richard Dean Vereinigtes Konigreich  Team LNT 6 8 2 5 21
3 Vereinigtes Konigreich  Warren Hughes Vereinigtes Konigreich  Team LNT 10 10 20
= Vereinigtes Konigreich  Robert Bell Vereinigtes Konigreich  Team LNT 10 10 20
4 Vereinigtes Konigreich  Dan Eagling Vereinigtes Konigreich  Virgo Motorsport 1 6 5 3 4 19
= Vereinigtes Konigreich  Tim Sugden Vereinigtes Konigreich  Virgo Motorsport 1 6 5 3 4 19
5 Frankreich  Christophe Bouchut Frankreich  IMSA Performance Matmut 5 4 3 4 2 18
= Frankreich  Raymond Narac Frankreich  IMSA Performance Matmut 5 4 3 4 2 18
6 Italien  Luca Drudi Italien  G.P.C. Sport 10 1 6 17
7 Vereinigtes Konigreich  Jonny Kane Niederlande  Spyker Squadron b.v. 2 4 6 12
8 Italien  Fabrizio de Simone Italien  G.P.C. Sport 10 10
9 Italien  Stefano Zonca Italien  G.P.C. Sport 10 10
= Italien  Andrea Belicchi Italien  G.P.C. Sport 10 10
= Italien  Marco Cioci Italien  G.P.C. Sport 10 10
10 Niederlande  Jeroen Bleekemolen Niederlande  Spyker Squadron b.v. 4 6 10
= Niederlande  Mike Hezemans Niederlande  Spyker Squadron b.v. 4 6 10
11 Deutschland  Marco Seefried Deutschland  Farnbacher Racing 5 5 10
12 Vereinigtes Konigreich  Tom Kimber-Smith Vereinigtes Konigreich  Team LNT 8 8
13 Danemark  Gunnar Kristensen Italien  Autolando Sport 8 8
= Danemark  Allan Simonsen Italien  Autolando Sport 8 8
14 Deutschland  Pierre Ehret Deutschland  Farnbacher Racing 3 5 8
= Deutschland  Dominik Farnbacher Deutschland  Farnbacher Racing 3 5 8
15 Vereinigtes Konigreich  Nigel Smith Frankreich  Perspective Automobiles 3 2 3 8
15 Frankreich  Philippe Hesnault Frankreich  Perspective Automobiles 3 2 3 8
16 Italien  Gabrio Rosa Italien  G.P.C. Sport 0 1 6 7
17 Vereinigtes Konigreich  Marc Hynes Vereinigtes Konigreich  Team LNT 2 5 7
18 Italien  Andrea Montermini Italien  G.P.C. Sport 6 6
19 Vereinigtes Konigreich  Peter Dumbreck Niederlande  Spyker Squadron b.v. 6 6
20 Frankreich  Sébastian Dumez Frankreich  IMSA Performance Matmut 5 5
21 Danemark  Lars-Erik Nielsen Deutschland  Farnbacher Racing 5 5
22 Frankreich  Anthony Beltoise Frankreich  Perspective Automobiles 0 2 3 5
23 Portugal  João Barbosa Frankreich  Perspective Automobiles 3 3
24 Niederlande  Donny Crevels Niederlande  Spyker Squadron b.v. 2 2
25 Kanada  Tony Burgess Deutschland  Seikel Motorsport 2 2
= Vereinigte Staaten  Philip Collin Deutschland  Seikel Motorsport 2 2
26 Vereinigtes Konigreich  Ian Kahn Vereinigtes Konigreich  Virgo Motorsport 1 1
27 Belgien  Yves-Emmanuel Lambert Belgien  Ice Pol Racing Team 1 1
= Belgien  Christian Lefort Belgien  Ice Pol Racing Team 1 1
= Frankreich  Romain Ianetta Belgien  Ice Pol Racing Team 1 1
28 Deutschland  Wolfgang Kaufmann Vereinigtes Konigreich  James Watt Automotive 1 1
= Vereinigtes Konigreich  Peter Cook Vereinigtes Konigreich  James Watt Automotive 1 1
= Vereinigtes Konigreich  Paul Daniels Vereinigtes Konigreich  James Watt Automotive 1 1

† – Fahrer erhielt keine Punkte für den Meisterschaftslauf, da er nicht mindestens eine Stunde im Rennen fuhr oder die maximale Fahrzeit von vier Stunden überschritt.

TeamwertungBearbeiten

LMP1Bearbeiten

Die Teamwertung konnte die Mannschaft von Henri Pescarolo für sich entschieden. Mit der maximalen Anzahl möglicher Punkte verteidigte Pescarolo Sport den Titel in der LMP1. Zusammen mit Vizemeister Creation Autosportif erhielten beide Teams eine Einladung zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2007. Chamberlain-Synergy Motorsport verpasste den zweiten Rang nur knapp. Obwohl sie, wie Creation, 20 Meisterschaftspunkte einfahren konnten, entschied das schlechtere Ergebnis beim 1000-km-Rennen von Nürburgring gegen das Team von Hughes Chamberlain.

Platz Nr Team Chassis Motor Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 #17 Frankreich  Pescarolo Sport Pescarolo C60 Judd GV5 S2 10 10 10 10 10 50
2 #9 Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif Creation CA06/H Judd GV5 S2 8 6 6 20
3 #19 Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport Lola B06/10 AER P32 6 5 4 5 20
4 #5 Schweiz  Swiss Spirit Courage LC70 Judd GV5 S2 8 3 8 19
5 #2 Vereinigtes Konigreich  Zytek Engineering Zytek 06S Zytek 2ZG408 6 4 10
6 #6 Vereinigtes Konigreich  Lister Storm Racing Lister Storm LMP Hybrid Chevrolet LS6 8 8
7 #10 Vereinigtes Konigreich  Creation Autosportif Creation CA06/H Judd GV5 S2 8 8
8 #12 Frankreich  Courage Compétition Courage LC70 Mugen MF458S 2 5 7
9 #14 Niederlande  Racing for Holland Dome S101Hb Judd GV5 S2 6 6
10 #13 Frankreich  Courage Compétition Courage LC70 Mugen MF458S 4 4
11 #15 Vereinigtes Konigreich  ProTran Competition ProTran RS06/H Judd GV5 S2 1 1

LMP2Bearbeiten

Vor dem letzten Rennen in Jarama hatten noch vier Teams die Möglichkeit, den Teamtitel in der LMP2 zu gewinnen. Mit dem Ausfall von Binnie Motorsports und RML reduzierte sich die Zahl der Kandidaten auf die beiden französischen Mannschaften von Pierre Bruneau und Michel Lecompte. Bruneu benötigte einen Sieg, war aber im Rennen schon mehr als 15 Runden hinter den führenden LMP2 zurückgefallen. Somit gewann Barazi-Epsilon mit einem vierten Platz die Teamwertung und die automatische Einladung zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Trotz des Ausfalls in Jarama beendete RML die Saison als Vizemeister und erhielt die zweite zu vergebende Einladung für das Rennen in Le Mans 2007.

Platz Nr Team Chassis Motor Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 #32 Frankreich  Barazi Epsilon Courage C65 AER P07 10 5 3 5 5 28
2 #25 Vereinigtes Konigreich  RML MG-Lola EX264 AER P07 3 8 5 10 26
3 #20 Frankreich  Pierre Bruneau Pilbeam MP93 Judd XV675 8 2 8 6 24
4 #40 Portugal  ASM Team Racing for Portugal Lola B05/40 AER P07 10 10 20
5 #24 Vereinigte Staaten  Binnie Motorsports Lola B05/42 Zytek ZG348 6 8 6 20
6 #44 Deutschland  Kruse Motorsport Courage C65 Judd XV675 4 8 12
7 #36 Frankreich  Paul Belmondo Racing Courage C65 Ford-Mecachrome 4 4 4 12
8 #39 Vereinigtes Konigreich  Chamberlain-Synergy Motorsport Lola B05/40 AER P07 10 10
9 #35 Belgien  G-Force Racing Courage C65 Judd XV675 6 1 7
10 #22 Vereinigtes Konigreich  Rollcentre Racing Radical SR9 Judd XV675 6 6
11 #37 Frankreich  Paul Belmondo Racing Courage C65 Ford-Mecachrome 5 5
12 #21 Vereinigtes Konigreich  Team Bruichladdich Radical Radical SR9 AER P07 4 4

GT1Bearbeiten

In der GT1 konnte die Teamwertung erst im letzten Rennen der Saison entschieden werden. Luc Alphand Aventures, Convers MenX, Aston Martin Racing Larbre und Team ORECA hatten rechnerisch noch die Möglichkeit auf einen Gesamtsieg. Obwohl ORECA das Rennen in Jarama gewann, hätten zum Meistertitel alle andere Titelaspiranten ausfallen müssen. Da sowohl die russisch-tschechische Mannschaft von Yvo Horn als auch das Aston-Martin-Werksteam gewertet wurden, fiel die Entscheidung zwischen diesen beiden Kandidaten. Am Ende beendete Aston Martin Racing Larbre das Rennen auf dem zweiten Platz und sicherte sich so mit dem besseren Ergebnis den Meistertitel in der GT1. Sowohl der Meister als auch der Vizemeister Convers MenX erhielten jeweils eine Einladung zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2007.

Platz Nr Team Chassis Motor Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 #50 Frankreich  Aston Martin Racing Larbre Aston Martin DBR9 Aston Martin 10 10 4 8 32
2 #67 Russland  Convers MenX Team Ferrari 550 GTS Maranello Ferrari F131 8 4 6 6 4 28
3 #55 Frankreich  Team ORECA Saleen S7-R Ford 10 5 10 25
4 #72 Frankreich  Luc Alphand Aventures Chevrolet Corvette C5-R Chevrolet LS7-R 6 3 8 8 25
5 #63 Vereinigtes Konigreich  Team Modena Aston Martin DBR9 Aston Martin 10 6 16
6 #70 Belgien  PSI Experiance Chevrolet Corvette C6.R Chevrolet LS7-R 6 5 5 16
7 #61 Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport Aston Martin DBR9 Aston Martin 5 8 13
8 #62 Vereinigtes Konigreich  Cirtek Motorsport Aston Martin DBR9 Aston Martin 4 5 9

GT2Bearbeiten

Wie in der Fahrerwertung der GT2 war die Entscheidung zugunsten des Autorlando-Sport-Teams bereits vorzeitig gefallen. Die Vizemeisterschaft und die damit verbundene Einladung zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans war jedoch weitaus knapper. Insgesamt sieben Fahrzeuge konnten sich nach dem Lauf in Donington noch Hoffnung auf die Einladung machen. Durch die Disqualifikation des ursprünglichen Klassensiegers G.P.C. Sport und dem damit verbundenen vierten Platz des Panoz Esperante GT-LM mit der Startnummer 82, sicherte sich letztendlich Team LNT eine Startberechtigung für Le Mans 2007.

Platz Nr Team Chassis Motor Lauf 1 Lauf 2 Lauf 3 Lauf 4 Lauf 5 Total
1 #76 Italien  Autolando Sport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 8 10 8 8 34
2 #82 Vereinigtes Konigreich  Team LNT Panoz Esperante GT-LM Élan 6 8 2 5 21
3 #81 Vereinigtes Konigreich  Team LNT Panoz Esperante GT-LM Élan 10 10 20
4 #99 Vereinigtes Konigreich  Virgo Motorsport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 1 6 5 3 4 19
5 #92 Frankreich  IMSA Performance Matmut Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 5 4 3 4 2 18
6 #97 Italien  G.P.C. Sport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 10 1 6 17
7 #86 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Audi 2 4 6 12
8 #83 Italien  G.P.C. Sport Ferrari F430 GTC Ferrari F136 10 10
9 #85 Niederlande  Spyker Squadron b.v. Spyker C8 Spyder GT2-R Audi 4 6 10
10 #78 Italien  Autolando Sport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 8 8
11 #90 Deutschland  Farnbacher Racing Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 3 5 8
12 #75 Frankreich  Perspective Automobiles Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 3 2 3 8
13 #80 Deutschland  Farnbacher Racing Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 5 5
14 #77 Deutschland  Seikel Motorsport Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 2 2
15 #73 Belgien  Ice Pol Racing Team Porsche 996 GT3 RSR Porsche M96/77 1 1

BerichterstattungBearbeiten

Eine Live-Übertragung aller fünf Saisonläufe in voller Länge erfolgte durch den Fernsehsender Motors TV. Kommentiert wurde die Sendung von Mark Cole und Carlton Kirby.

LiteraturBearbeiten

  • Olivier Loisy/Jean-Marc Teissedre: 2006 Le Mans Series Yearbook Apollo Publishing, ISBN 2-9521044-5-X

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 2006 Le Mans Series Yearbook. 2006, S. 14
  2. Reglement Technique ACO – ACO Technical Regulations 2006 Prototype "LM"P1 & "LM"P2. 25. November 2005
  3. Harald Gallinnis: http://www.gt-eins.at/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=284&Itemid=29 Stand 27. März 2006
  4. Wouter Melissen: http://www.ultimatecarpage.com/car/2845/Lavaggi-LS1-Ford.html Stand: 9. Oktober 2006
  5. Wouter Melissen: http://www.ultimatecarpage.com/car/2839/Radical-SR9-AER.html Stand: 24. Juli 2006
  6. 2006 Le Mans Series Yearbook. 2006, S. 196
  7. Michael J. Fuller: http://www.mulsannescorner.com/newsmarch06.html Stand 15. März 2006
  8. Harald Gallinnis: http://www.gt-eins.at/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=674&Itemid=29 Stand: 14. August 2006
  9. Markus Berns: http://www.projectlemans.de/content/view/2140/192/ Stand: 2. Juli 2006
  10. 2006 Le Mans Series Yearbook. 2006, S. 28
  11. Markus Berns: http://www.projectlemans.de/content/view/2155/192/ Stand: 9. Juli 2006
  12. 2006 Le Mans Series Yearbook. 2006, S. 14
  13. Guido Quirmbach: http://www.projectlemans.de/content/view/2042/192/ Stand: 1. Juni 2006
  14. 2006 Le Mans Series Yearbook. 2006, S. 39
  15. Markus Berns: http://www.projectlemans.de/content/view/1304/192/ Stand: 25. August 2005
  16. Le Mans Series Sporting Regulations 2006 III – Points Allocation
  17. Harald Gallinnis: http://www.gt-eins.at/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=738&Itemid=1 Stand: 7. September 2006