Bundesautobahn 620

Bundesautobahn in Deutschland

Die Bundesautobahn 620 (Abkürzung: BAB 620) – Kurzform: Autobahn 620 (Abkürzung: A 620) – beginnt am Autobahndreieck Saarlouis und verläuft parallel zur Saar südlich der Innenstadt von Völklingen, anschließend durch die Landeshauptstadt Saarbrücken bis zum Dreieck Saarbrücken. Die Autobahn erfüllt dabei verschiedene Aufgaben: Zum einen dient sie als Teilstück der Verbindung zwischen Luxemburg und Saarbrücken (und von dort weiter zur A 6), zum anderen ist sie eine Umfahrungsstrecke für viele Ortsdurchfahrten entlang der mittleren Saar. Zudem fungiert das südöstliche Teilstück der A 620 als Stadtautobahn für Saarbrücken. Die A 620 ist durchweg vierstreifig ausgebaut, über weite Strecken fehlen jedoch Standstreifen auf beiden Seiten.

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Bundesautobahn 620 in Deutschland
Bundesautobahn 620
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Karte
Verlauf der A 620
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Autobahndreieck Saarlouis
(49° 20′ N, 6° 43′ O)
Straßenende: Autobahndreieck Saarbrücken
(49° 12′ N, 7° 2′ O)
Gesamtlänge: 32 km

Bundesland:

20110214Saar Saarbruecken02.jpg
A 620 mit Saar in Saarbrücken und Landtag
Straßenverlauf
Saarland
Landkreis Saarlouis
Knoten (1)  Dreieck Saarlouis A8 E29
Anschlussstelle (2)  Wallerfangen
Anschlussstelle (3)  Saarlouis-Mitte B269 B405
Tankstelle Tankstelle Saarlouis
Brücke (80 m)  Talbrücke
Anschlussstelle (4a)  Saarlouis-Lisdorf269n
Anschlussstelle (4b)  Ensdorf 269n
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Deutsches Zeitungsmuseum Wadgassen
Anschlussstelle (5)  Wadgassen
Brücke (75 m)  Bistbrücke
Brücke (130 m)  Bahnstrecke Völklingen–Thionville
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Brücke (100 m)  Hochstraße
Brücke (80 m)  Straßenbrücke
Regionalverband Saarbrücken
Anschlussstelle (7)  Völklingen-Wehrden
Brücke (120 m)  Talbrücke
Brücke (510 m)  Rosseltalbrücke
Anschlussstelle (8)  Symbol: Rauf Völklingen-Geislautern
Brücke (700 m)  Hallerbrücke
Verkehrsbeeinflussung Anfang VBA Symbol: UpDownSymbol: UpDown
Anschlussstelle (9)  Völklingen
Anschlussstelle (10)  Völklingen-Ost
Anschlussstelle (Symbol: Sperre)  Hochwasser-Anschlussstelle
Anschlussstelle (11)  Saarbrücken-Klarenthal
Anschlussstelle (12)  Saarbrücken-Gersweiler
Anschlussstelle (13)  Symbol: Runter Saarbrücken-Messegelände
Anschlussstelle (14)  Saarbrücken-Malstatter Brücke
Anschlussstelle (15)  Saarbrücken-Westspangenbrücke B51 B268
Knoten (15)  Dreieck SB-Westspangenbrücke A1 E422
Anschlussstelle (16)  Symbol: Runter Saarbrücken-Luisenbrücke
Anschlussstelle (Symbol: Sperre)  Hochwasserumfahrung (Anfang)
Vorlage:AB/Wartung/Leer Symbol: Tourist Schloss Saarbrücken – Château de Sarrebruck
Tunnel (1400 m)  Tunnel
Anschlussstelle (17)  Saarbrücken-Wilhelm-Heinrich-Brücke B41 B51
Anschlussstelle (18)  Saarbrücken-Bismarckbrücke
Anschlussstelle (Symbol: Sperre)  Hochwasserumfahrung (Ende)
Anschlussstelle (19)  Saarbrücken-St. Arnual
Anschlussstelle (20)  Symbol: Runter Saarbrücken-Schönbach B406
Brücke (250 m)  Saarbrücke
Anschlussstelle (21)  Saarbrücken-Güdingen B51 E29
Knoten (22)  Dreieck Saarbrücken A6 E50
Verkehrsbeeinflussung Anfang VBA Symbol: UpDownSymbol: UpDown
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Von der A 620 ist zwischen den Anschlussstellen Völklingen-Geislautern und Völklingen-Zentrum eine gute Aussicht auf das Weltkulturerbe Völklinger Hütte möglich. Dadurch, dass die Trasse im Stadtgebiet von Saarbrücken fast ausschließlich in der ehem. unbebauten Flussaue verläuft, wird sie bei einem Hochwasserstand der Saar über 3,90 m zwischen Bismarck- und Wilhelm-Heinrich-Brücke immer wieder überflutet. Aus diesem Grund wird die A 620 in diesem Bereich auch scherzhaft Nebenfluss der Saar mit 13 Buchstaben (= Stadtautobahn) genannt.

    BaugeschichteBearbeiten

     
    Saarbrücken mit der Stadtautobahn A 620 (2003)

    Die Bauarbeiten für diesen Abschnitt wurden 1961 begonnen und 1963 fertiggestellt. Die Eröffnung der A 620 erfolgte am 14. Dezember 1963 – bis dato hieß sie B 406. An diesem Tage wurde auch das Teilstück der A 6 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken für den Verkehr freigegeben. Um den Bau der A 620 durch die Innenstadt von Saarbrücken an der Saar entlang zu ermöglichen, wurde die vordere – jüngere – Schlossmauer des Saarbrücker Schlosses abgerissen und eine dahinter befindliche, die noch von der mittelalterlichen Burganlage stammt, bis auf Bodenniveau freigegraben, dadurch gewann man ca. 20 m Gelände für die Trasse. Die bis dato an die vordere Mauer anbindende Alte Brücke war dadurch „zu kurz“ geworden, die neuentstandene Lücke über der neuen Autobahn wurde durch eine stählerne Fußgängerbrücke (im Volksmund „Flaschenhals“ genannt) überspannt. Das historische, von Friedrich Joachim Stengel errichtete Oberamtshaus an der Schlossmauer wurde abgerissen, ebenso die den Neumarkt zur Saarseite hin abschließende Häuserzeile. Die ehemalige rechteckige Platzanlage des Neumarktes, dem bis dahin eine vergleichbare Funktion für Alt-Saarbrücken zukam wie der St. Johanner Markt auf der gegenüberliegenden Saarseite, ist seitdem als solcher nicht mehr zu erkennen und wird durch die viel befahrene Wilhelm-Heinrich-Brücke geprägt.

    Ein Kuriosum befand sich zwischen den Anschlussstellen Saarlouis-Lisdorf und Wadgassen: Eine ehemals dort vorhandene Behelfsbrücke über die Autobahn machte es erforderlich, dass die Autobahn einer engen Kurvenkombination folgen musste und nur eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubte. Im Rahmen der Umbauarbeiten wegen des Neuanschlusses der B 269 (Bous (Saar)/Ensdorf (Saar) und Frankreich) ist diese „Schikane“ seit Februar 2007 nicht mehr vorhanden. An dieser Stelle wurde die AS Ensdorf mit einem Brückenneubau über die Saar zur B 51 hin und einer Tangente zur B 269, die in Richtung Überherrn und weiter über die Grenze nach Frankreich verläuft, Mitte 2008 fertiggestellt. Die konkreten Planungen hierfür existierten bereits seit Mitte der 1980er Jahre.

    Städtebauliche PlanungenBearbeiten

    Im Zuge des Projektes Stadtmitte am Fluss gab es Planungen, die Autobahn in Saarbrücken im Bereich zwischen Bismarck- und Luisenbrücke durch einen Tunnel zu führen. Dies hätte zum einen städtebauliche, aber auch verkehrstechnische Vorteile gehabt: Einerseits wegen der regelmäßigen Hochwassersperrungen, andererseits wären der Lärm und die Abgase, die durch die Autobahn entstehen, in den Tunnel verbannt worden. Durch einen Tunnel wären die Sperrungen weitgehend vermieden worden. Das Vorhaben wurde aber 2013 aus Kostengründen und wegen Widerstands aus der Bevölkerung auf unbestimmte Zeit vertagt.[1]

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Bundesautobahn 620 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Martin Rolshausen: Stadtmitte am Fluss in Saarbrücken jetzt doch ohne Tunnel. In: Saarbrücker Zeitung. 4. Mai 2013, archiviert vom Original am 24. September 2015; abgerufen am 7. August 2014.