Bundesautobahn 661

Bundesautobahn in Deutschland

Die Bundesautobahn 661 (Abkürzung: BAB 661) – Kurzform: Autobahn 661 (Abkürzung: A 661) – auch Osttangente Frankfurt, Taunusschnellweg und Feldbergzubringer genannt – führt von Oberursel (Taunus) über Bad Homburg vor der Höhe, Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Neu-Isenburg und Langen (Hessen) nach Egelsbach.

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 661 in Deutschland
Bundesautobahn 661
Karte
Verlauf der A 661
Basisdaten
Betreiber: DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn: Oberursel
(50° 13′ N, 8° 34′ O)
Straßenende: Egelsbach
(49° 58′ N, 8° 40′ O)
Gesamtlänge: 37 km

Bundesland:

Straßenverlauf
Land Hessen
Autobahn Beginn Übergang aus B455
Anschlussstelle (1)  Oberursel-Nord B456
Anschlussstelle (2)  Oberursel
Tankstelle Tankstelle Bad Homburg
Anschlussstelle (3)  Symbol: Rauf Bad Homburg
Knoten (4)  Bad Homburger Kreuz A5 E451
Anschlussstelle (5)  Frankfurt-Nieder-Eschbach
Anschlussstelle (6)  Frankfurt-Heddernheim
Fluss Nidda
Anschlussstelle (7)  Frankfurt-Eckenheim
Brücke (160 m)  Hochstraße
Knoten (8)  Preungesheimer Dreieck B3
Anschlussstelle (9)  Frankfurt-Friedberger Landstraße B3 B521
Knoten (10)  Dreieck Frankfurt-Seckbach A66
Tunnel (240 m)  Galerie Seckbacher Landstraße
Brücke (265 m)  Riedgrabentalbrücke
Knoten (11)  Autobahndreieck Erlenbruch A66
Anschlussstelle (12)  Frankfurt-Bornheim
Brücke (190 m)  Erlenbruchbrücke
Anschlussstelle (14)  Symbol: Runter Frankfurt-Ost B8 B40
Brücke (540 m)  Hochstraße Ratsweg
Anschlussstelle (14)  Symbol: Rauf Frankfurt-Ost B8 B40
Fluss Main
Brücke (260 m)  Kaiserleibrücke
Brücke (640 m)  Hochstraße
Anschlussstelle (15)  Offenbach-Kaiserlei B43
Anschlussstelle (16)  Offenbach-Taunusring B43
Parkplatz mit WC Symbol: LinksRechtsSymbol: LinksRechts Parkplatz Buchrain
Knoten (17)  Offenbacher Kreuz / Frankfurt-Sachsenhausen A3 E42 B3
Anschlussstelle (18)  Neu-Isenburg
Anschlussstelle (19)  Dreieich
Tankstelle Raststation Raststätte Dreieichenhain
Anschlussstelle Dreieich-Dreieichenhain
Brücke (345 m)  Hengstbachtalbrücke
Anschlussstelle (20)  Langen B486
Brücke (212 m)  Talbrücke Langen
Kreuzung (21)  Egelsbach B3
  • In Bau
  • In Planung
  • Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Kaiserleibrücke, Frankfurt-Offenbach
    Hochtrasse in Frankfurt, neben der Ratswegbrücke in südlicher Richtung zur Kaiserleibrücke

    GeschichteBearbeiten

    Nördlicher TeilBearbeiten

    Eröffnet wurde die heutige A 661 mit dem Abschnitt zwischen Bad Homburg (heute Anschlussstelle 3) und Frankfurt-Bonames (ehemalige AS 5b). Während die Weiterführung nach Oberursel-Nord zügig erfolgen konnte, verzögerte sich der Weiterbau nach Frankfurt-Eckenheim erheblich. Für mehrere Jahre gab es zunächst ein provisorisches Ende an der Grenze zwischen Bonames und Eschersheim in der Nähe des Bonameser Platzes. Mitte der 1970er Jahre erfolgte die Verlängerung bis zur Anschlussstelle Friedberger Landstraße, wo die Autobahn von Norden viele Jahre endete. Die am 21. Juli 2005 geschlossene Anschlussstelle Bonames (5b) wurde erst Anfang 2019 zurückgebaut.[1]

    LückenschlussBearbeiten

    Von der geplanten Trasse zwischen Frankfurt-Friedberger Landstraße und Frankfurt-Ost wurde bis 1995 nur eine Hälfte gebaut, vor allem wegen der am Bornheimer Hang notwendigen Brücke. Es wurde nur die östliche Richtungsfahrbahn fertiggestellt, welche sich die Fahrspuren in Richtung Oberursel und Egelsbach teilen müssen.

    Zwischen Bornheim und Seckbach befindet sich auch ein besonderes Bauwerk. Die 1995 erbaute Galerie Seckbacher Landstraße dient einerseits der Seckbacher Landstraße bzw. der Heinz-Herbert-Karry-Straße als Brücke über die Autobahn. Andererseits ist das halboffene Tunnelbauwerk aber auch zum Lärmschutz des angrenzenden Stadtteils Seckbach errichtet worden. Oberhalb des Tunnels wurde ein kleiner Park angelegt, der den Abschluss der Berger Straße bildet. Innerhalb und westlich dieses Bauwerks sind bereits die Rampen des geplanten Dreiecks F-Seckbach vorbereitet.

    Der Endausbau dieses Teilabschnittes sieht vor, die Breite der Autobahn im Zuge des Anschlusses an die A 66 auf sechs Fahrstreifen zu verdoppeln und je eine weitere Brücke über dem Seckbacher Tal (270 m) und dem Erlenbruch (200 m) zu errichten. Der Baubeginn ist im November 2007 erfolgt. Bis Ende 2011 sollten gemäß den inzwischen abmontierten Baustelleninformationsschildern an der Autobahn die Arbeiten abgeschlossen sein, dies verzögert sich wegen ausstehender Genehmigungen jedoch bis voraussichtlich 2023.Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren Das Autobahndreieck Erlenbruch, an das der geplante Riederwaldtunnel anschließt, wird seit 2014 errichtet.[2]

    Ebenfalls geplant war das Autobahndreieck Frankfurt-Seckbach, von wo aus die A 66 durch den Alleentunnel unter dem nördlichen Teil des Frankfurter Alleenrings zum jetzigen Ende an der Miquelallee verlängert werden sollte. Die Planung des Tunnels und der Alleenspange, eine oberirdische Verbindung vom geplanten Dreieck bis zur Kreuzung Friedberger Landstraße – Rat-Beil-Straße wurden mittlerweile aufgegeben. Die für die Alleenspange freigehaltene Fläche soll mit einem neuen Wohnquartier bebaut werden.[3]

    Am 13. November 2019 unterzeichneten die Stadt Frankfurt und das Land Hessen eine Verwaltungsvereinbarung zum gemeinsamen Bau einer Einhausung. Auf etwa einem Kilometer soll die Autobahn überbaut werden. Auf der gewonnenen Fläche sollen Grünflächen und bis zu 3000 Wohnungen entstehen.[4]

    Südlicher TeilBearbeiten

    Der südlich liegende Abschnitt zwischen Offenbach und Egelsbach war ebenfalls erbaut, allerdings noch als südlicher Teil der Bundesautobahn 49, welche damals noch als Autobahn zwischen Kassel und Darmstadt geplant war. Am heutigen Autobahnende sind schon entsprechende Auf- und Abfahrten in/aus Richtung Darmstadt gebaut worden. Eine Verlängerung ist aber nicht mehr vorgesehen, die entsprechende Planung wurde bereits 1980 aufgegeben. Danach wurde dieses Teilstück zur A 661 umgewidmet und später auch die schon vorhandene Kaiserleibrücke integriert. Diese wurde in den 1960er Jahren bereits als Teil der Verbindungsstraße zwischen Offenbach-Kaiserlei und Frankfurt-Ostend erbaut. Die A 661 endete nach der Anbindung des südlichen Abschnitts am Frankfurter Ratswegkreisel.

    BesonderesBearbeiten

    • Hohe Temperaturen verursachten am 15. Juli 2007 Probleme mit dem Fahrbahnbelag. Auf der A 661 bei Dreieich (Kreis Offenbach) schoben sich durch die Hitze Betonplatten übereinander. Die Dehnungsfugen hätten nicht ausgereicht, berichtete die Polizei. Mehrere Autos seien beschädigt worden. Die Stelle an der Ausfahrt Richtung Oberursel musste gesperrt und die Autos über die Parallelspur umgeleitet werden.
    • Wegen der Autobahn durfte der damalige Zweitligist FSV Frankfurt, dessen Frankfurter Volksbank Stadion sich direkt neben der Autobahn befindet, nach dem Stadionumbau bis Juli 2009 längere Zeit keine Videowand in seinem Stadion errichten. Die mobile Videowand auf der Gästetribüne wurde am Ende der Saison 2009/10 ersatzlos entfernt. Die Stadt Frankfurt fürchtete, dass diese Autofahrer ablenken und Unfälle verursachen könnte. Im Jahr 2010 bekam der FSV jedoch nach längerem Streit mit der Stadt die Erlaubnis. Für das Stadion wurde zunächst nicht die Baugenehmigung für ein Flutlicht als Voraussetzung zur Zulassung als Stadion für die zweite Bundesliga erteilt, da man eine mögliche Blendung der Verkehrsteilnehmer auf der benachbarten A 661 fürchtete. Nach einigen Tests, die auch die Vollsperrung der Autobahn beinhalteten, wurde jedoch die Freigabe erteilt.
    • Im Dezember 2012 veröffentlichte der ADAC eine Statistik, in der die A661 zu den zehn gefährlichsten Autobahnen bezüglich Falschfahrern gehört.[5] In den Jahren 2010 und 2011 gab es 50-mal Falschfahrermeldungen auf dieser Autobahn. In absoluten Zahlen liegt sie damit vor allen anderen, die A 98 (Weil am Rhein – Tiengen) folgt mit 30 Falschfahrermeldungen und der A 643 mit 23 Falschfahrermeldungen. Hochgerechnet auf 100 km und pro Jahr ergeben sich statistisch 67,0 Falschfahrermeldungen, hier kommt der A 661 die Länge von 37,3 km zugute, da sie damit den letzten Platz in der statistischen Reihenfolge einnimmt.
    • Zwischen Offenbach-Taunusring und Dreieich verläuft eine 110-kV-Freileitung parallel zur Autobahn. Die Masten führen als Hybridleitung zwei Drehstrom-Systeme der Westnetz von Offenbach nach Dreieich und weiter zum Umspannwerk Urberach sowie zwei Bahnstrom-Systeme der Deutschen Bahn von Offenbach Hbf zum Abzweig bei Messel. Die Leitung folgt unmittelbar dem geschwungenen Verlauf der Autobahn, weswegen technisch bedingt durchgehend seltenere Winkeltragmasten zum Einsatz kommen.[6]
    • Obwohl das Autobahnende in Egelsbach lediglich als ein Übergang in eine zweispurige Straße ausgeführt wurde und somit keine Möglichkeit zum Verlassen der Hauptfahrbahn gegeben ist, wird es als normale Anschlussstelle von Norden her kommend ausgeschildert. Ursprünglich war sie als linksgeführte Trompete geplant, die Bauvorleistungen kann man noch erkennen.

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Thomas Stillbauer: Aus Asphalt wird wieder Grün. In: fr.de. 21. Januar 2019, abgerufen am 15. November 2019.
    2. Fertigstellung A 661 - Osttangente Frankfurt | Hessen Mobil - A 66 Riederwaldtunnel / A 661 Ostumgehung Frankfurt. Abgerufen am 15. April 2018.
    3. Miriam Keilbach: Ernst-May-Viertel: Platz für 10.000 Menschen. In: fr.de. 11. April 2016, abgerufen am 7. Oktober 2017.
    4. A661 wird für neuen Wohnraum teilweise überbaut. In: faz.net. 13. November 2019, abgerufen am 15. November 2019.
    5. Falschfahrer in Deutschland: Die zehn gefährlichsten Autobahnen (Memento vom 12. April 2016 im Internet Archive)
    6. Verlauf der Hochspannungsleitung auf OpenStreetMap. Abgerufen am 12. November 2015.

    WeblinksBearbeiten

    Commons: Bundesautobahn 661 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien