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Bavay (flämisch: Beuken) ist eine französische Gemeinde mit 3350 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Nord in der Region Hauts-de-France.

Bavay
Wappen von Bavay
Bavay (Frankreich)
Bavay
Region Hauts-de-France
Département Nord
Arrondissement Avesnes-sur-Helpe
Kanton Aulnoye-Aymeries
Gemeindeverband Pays de Mormal
Koordinaten 50° 18′ N, 3° 48′ OKoordinaten: 50° 18′ N, 3° 48′ O
Höhe 108–156 m
Fläche 10,12 km2
Einwohner 3.350 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 331 Einw./km2
Postleitzahl 59570
INSEE-Code
Website http://www.bavay-la-romaine.fr/

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Bavay ist Teil des Regionalen Naturparks Avesnois. Westlich des Ortes befindet sich das Naturschutzgebiet Carrière des Nerviens.

GeschichteBearbeiten

Bavay war im Römischen Reich die Hauptstadt des keltischen Stammes der Nervier unter dem Namen Bagacum Nerviorum und ein wichtiger Straßenknotenpunkt. Unter anderem lief die Via Belgica durch Bagacum. Am Schnittpunkt der (auch unter dem Sammelbegriff Chaussée Brunehaut bekannten) Straßen stand ein Meilenstein, der im 17. Jahrhundert zerstört und im 19. Jahrhundert durch eine Säule ersetzt wurde. Während der Völkerwanderung wurde die Stadt zerstört und erlangte ihre frühere Bedeutung nicht mehr zurück.

Im Mittelalter gehörte der Ort zur Grafschaft Hennegau[1] und mit dieser seit 925 zum römisch-deutschen Kaiserreich. Die Grenze zu Frankreich verlief etwa 30 Kilometer südlich[2]. Mit dem Hennegau fiel Bavay 1433 an das Haus Burgund und 1477 durch die Heirat Marias von Burgund mit Philipp dem Schönen an das Haus Habsburg. In der Folge leidet Bavay aufgrund der grenznahen Lage unter dem habsburgisch-französischen Gegensatz.

Durch Annexion von Teilen der Spanischen Niederlande durch Ludwig XIV. ist Bavay gemäß dem Frieden von Nimwegen seit 1678 französisch.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Bavay

  • Ausgrabungen des römischen Forums und Museum mit den Funden.

WirtschaftBearbeiten

Die Stadt beherbergt Eisenwaren- und Düngemittel-Fabriken sowie eine Brauerei.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 215–221.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bavay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. s:Topographia Circuli Burgundici: Bavais
  2. commons:File:Carte du comté de Hainaut.jpg