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Département Nord

französisches Département

Das Département Nord [nɔːʀ] ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 59. Es liegt in der Region Hauts-de-France im Norden des Landes an der belgischen Grenze und ist, noch vor Paris, das bevölkerungsreichste Département Frankreichs.

Nord
Wappen des Departements Nord
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Über dieses Bild
Region Hauts-de-France
Präfektur Lille
Unterpräfektur(en) Avesnes-sur-Helpe
Cambrai
Douai
Dunkerque
Valenciennes
Einwohner 2.605.238 (1. Jan. 2015)
Bevölkerungsdichte 454 Einw. pro km²
Fläche 5.743,01 km²
Arrondissements 6
Gemeindeverbände 18
Kantone 41
Gemeinden 648
Präsident des
Départementrats
Jean-René Lecerf[1]
ISO-3166-2-Code FR-59
Lage des Nord
Lage des Départements Nord in der
Region Hauts-de-France

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Das Département Nord grenzt an die Départements Pas-de-Calais im Westen, Aisne und wenige Kilometer an Somme im Süden sowie an Belgien im Osten. Im äußersten Nordwesten befindet sich die Küste der Nordsee am Eingang zum Ärmelkanal.

Das Departement Nord ist ungewöhnlich schmal und langgezogen. Es bildet die westliche Hälfte der Landesgrenze zu Belgien. Seine Hauptstadt ist Lille, das zusammen mit Roubaix, Tourcoing und Villeneuve-d’Ascq mit über einer Million Einwohner industriell und ehemals mit seinem Bergbau das Herz der Region bildet. Andere wichtige Städte sind Cambrai, Douai, Dunkerque und Valenciennes.

Die wichtigsten Flüsse sind Lys (Leie), Sambre, Scarpe, Schelde und Yser.

GeschichteBearbeiten

Das Département wurde am 4. März 1790 aus dem Französischen Teil Flanderns, dem französischen Teil des Hennegaus und dem Cambrésis (dem Gebiet des Bischofs von Cambrai) gebildet.

Das Departement wurde Ende Mai / Anfang Juni 1940 im Rahmen des Westfeldzuges von der Wehrmacht erobert. Im September 1944 wurde es von schnell vorrückenden Truppen der Westalliierten innerhalb weniger Tage befreit.[2] Nachdem die Schlacht um Paris verloren war, war die Wehrmacht in einem überstürzten Rückzug; das erste nennenswerte Geländehindernis östlich der Seine war der Fluss Somme (das Gelände war vielen älteren Soldaten noch aus den Kämpfen des Ersten Weltkriegs bekannt).

Von 1960 bis 2016 gehörte das Département zur Region Nord-Pas-de-Calais, die 2016 in der Region Hauts-de-France aufging.

WappenBearbeiten

Beschreibung: In Gold ein schwarzer rotbewehrter und -gezungter Löwe.

StädteBearbeiten

Die bevölkerungsreichsten Gemeinden des Départements Nord sind:

Stadt Einwohner
(2015)
Arrondissement
Lille 232.741 Lille
Tourcoing 96.809 Lille
Roubaix 96.077 Lille
Dunkerque 88.876 Dunkerque
Villeneuve-d’Ascq 61.920 Lille
Valenciennes 44.043 Valenciennes
Wattrelos 41.264 Lille
Douai 39.989 Douai
Marcq-en-Barœul 39.298 Lille
Cambrai 33.004 Cambrai

VerwaltungsgliederungBearbeiten

 
Gemeinden und Arrondissemente im Département Nord

Das Département Nord gliedert sich in 6 Arrondissements, 41 Kantone und 648 Gemeinden:

Arrondissement Kantone Gemeinden Einwohner
1. Januar 2015
Fläche
km²
Dichte
Einw./km²
Code
INSEE
Avesnes-sur-Helpe 4 151 000000000231565.0000000000231.565 1.407,51 000000000000165.0000000000165 591
Cambrai 3 116 000000000162914.0000000000162.914 901,58 000000000000181.0000000000181 592
Douai 4 64 000000000245619.0000000000245.619 476,61 000000000000515.0000000000515 593
Dunkerque 7 111 000000000378645.0000000000378.645 1.442,79 000000000000262.0000000000262 594
Lille 17 124 000000001234659.00000000001.234.659 879,61 000000000001404.00000000001.404 595
Valenciennes 6 82 000000000351836.0000000000351.836 634,91 000000000000554.0000000000554 596
Département Nord 41 648 000000002605238.00000000002.605.238 5.743,01 000000000000454.0000000000454 59

Siehe auch:

WirtschaftBearbeiten

Zunächst der „Frontstaat“ der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert, im Ersten Weltkrieg aber durch schwere und lang anhaltende Kampfhandlungen stark beeinträchtigt, dann nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner "Zweiten Blüte" leidet die Region heute wirtschaftlich, sozial und kulturell unter dem Niedergang des Kohlenbergbaus seit Anfang der 1970er Jahre, nachfolgend auch der Textilindustrie und mittlerweile vermehrt auch unter Umweltproblemen.

KlimaBearbeiten

Messstation: Boulogne, Hafen, 73 Meter Höhe (Da das Département Nord nicht über eine eigene Messstation verfügt, wurden die Daten des benachbarten Départements Pas-de-Calais angegeben.)[3]

maritime Klimadaten J F M A M J J A S O N D
mittlere Höchsttemperatur 6 6 9 11 15 17 19 19 18 15 10 7
mittlere Tiefsttemperatur 2 2 3 5 9 11 13 14 12 10 6 3
Anzahl sehr sonnige Tage 1,5 2 2,5 2,5 2 2 2,5 3 2 3 1,5 1,5
Anzahl Tage mit bedecktem Himmel 19 17 15 13 13 11 12 11 12 15 18 19
Anzahl Regentage 11 9 9 8 8 7 7 9 10 10 13 12
Regenmenge in mm 55 46 40 38 42 47 45 54 66 66 83 64
Wassertemperatur in Küstennähe 8 6 7 8 10 13 15 17 17 15 12 9

Tage pro Jahr mit

  • Regenfällen über 1 mm: 115
  • Frost: 32
    • Erster Frost: 22. November
    • Letzter Frost: 23. März
  • Schnee: 13
  • Gewitter: 10
  • Hagel: 4

Stand 1991

WeblinksBearbeiten

  Commons: Département Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. lenord.fr abgerufen am 27. April 2015
  2. Seite 297
  3. Klimadaten aus: Jean-Noël Darde: Plages et côtes de France. Éditions Balland, Paris 1991.

Koordinaten: 50° 37′ N, 3° 2′ O