Vărădia (Caraș-Severin)

Gemeinde in Rumänien
Vărădia
Waradia
Varadia
Wappen fehlt
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Vărădia (Caraș-Severin) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 5′ N, 21° 33′ OKoordinaten: 45° 4′ 54″ N, 21° 32′ 32″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 87,07 km²
Einwohner: 1.536 (2014)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327420
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Vărădia und Mercina
Bürgermeister: Mușa Dănuț-Ionel (PSD)
Postanschrift: Str. Principala, nr. 379
loc. Vărădia, jud. Caraș-Severin, RO-327420
Lage von Vărădia im Kreis Caraș-Severin
Josephinische Landesaufnahme
Vărădia

Vărădia (deutsch: Waradia, ungarisch: Varadia) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Vărădia gehört auch das Dorf Mercina.

Geografische LageBearbeiten

Vărădia liegt im Westen des Kreises Caraș-Severin an der Grenze zu Jugoslawien. Die Ortschaft befindet sich an der Kreisstraße DJ 573 A, in 76 km Entfernung von Reșița und 19 km von Oravița.[2]

NachbarorteBearbeiten

Gudurica Comorăște Grădinari
Vršac   Greoni
Vrani Mercina Broșteni

GeschichteBearbeiten

Während der Dakerzeit befand sich hier das Kastell Arcidava, Burebistas Regierungssitz. Die Römer bauten dann, als Bestandteil der Festungskette des dakischen Limes, das Kastell Arcidava, in dessen Nähe eine Siedlung entstand.[2]

Eine erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft stammt aus dem Jahr 1390. Im Jahr 1453 gehörte das Gut Petru Deschi. In den Aufzeichnungen des Historikers Marsigli von 1690–1700 gehörte die Siedlung zum Distrikt Werschetz. Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist der Ort Waradia mit 180 Häuser eingetragen.[2]

Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat. Während der Habsburger Zeit gehörte das Dorf abwechselnd zum Distrikt Karasch, zum Distrikt Severin und 1779 sogar zum Distrikt Temesch. 1832 gelang das Gut in den Besitz von Teodor Baich und blieb ein Jahrhundert im Besitz seiner Familie.[2]

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Varadia.

Der Vertrag von Trianon vom 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wonach Vărădia an das Königreich Rumänien fiel.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 5108 4839 114 115 40
1910 4809 4389 191 130 99
1930 3624 3365 20 86 153
1977 1898 1708 10 11 169
2002 1534 1240 11 7 276

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. a b c d banaterra.eu (Memento vom 14. Mai 2016 im Internet Archive), Vărădia
  3. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002