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Naidăș
Nadasch, Nadosch
Néranádas
Wappen fehlt
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Naidăș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 44° 52′ N, 21° 34′ OKoordinaten: 44° 52′ 19″ N, 21° 34′ 25″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 50,75 km²
Einwohner: 1.143 (2014)
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327280
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Naidăș, Lescovița
Bürgermeister: Tiberiu Vincu (PSD)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 1
loc. Naidăș, jud. Caraș-Severin, RO- 327280
Website:
Lage von Naidăș im Kreis Caraș-Severin
Naidăș auf der Josephinischen Landaufnahme

Naidăș (deutsch Nadasch oder Nadosch, ungarisch Néranádas) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin in der Region Banat im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Naidăș gehört auch das Dorf Lescovița.

Geografische LageBearbeiten

Naidăş liegt im Südwesten des Kreises Caraş-Severin, am Fuße des Locva-Gebirges.

NachbarorteBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Eine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1378.[2]

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist Nodosch eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat.

Naidăș war schon früh von Rumänen (Walachen) und Serben (Illyrer) bewohnt und gehörte zum Walachisch-Illyrischen Grenzinfanterie-Regiment Nr. 13 der Banater Militärgrenze bis zu deren Auflösung im Jahr 1873, um dann dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert zu werden.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Naidăș an das Königreich Rumänien fiel. In der Zwischenkriegszeit gehörte Naidăș zu dem Bezirk Răcășdia, Kreis Caraș.[3]

Grenzübergang Naidăș

Heute befindet sich bei Naidăș ein Grenzübergang nach Serbien für den Personen- und Warenverkehr.[4] 2011 erlangte der Grenzübergang traurige Berühmtheit, als 55 Grenzpolizisten und Zöllner wegen illegalen Zigarettenschmuggels verhaftet wurden.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[6] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Serben
1880 3406 2582 5 819
1910 3827 3045 32 12 738
1930 3393 2762 11 6 614
1977 1646 1604 42
2002 1314 1267 2 4 41

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. primarianaidas.ro, Naidăș
  3. Nicolae Ilieşiu: Monografia istorică a Banatului: Judeţul Caraş. Editura Mica Valahie, Bucureşti, 2011, ISBN 978-606-8304-39-7.
  4. servicii-publice-cs.ro (Memento vom 19. August 2016 im Internet Archive), Grenzübergang Naidăș
  5. romaniacurata.ro, Zigarettenschmuggel am Grenzübergang Naidăș
  6. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880–2002