Cărbunari (Caraș-Severin)

Gemeinde in Rumänien
Cărbunari
Kohldorf
Szenesfalu
Wappen von Cărbunari (Caraș-Severin)
Cărbunari (Caraș-Severin) (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 44° 50′ N, 21° 45′ OKoordinaten: 44° 50′ 11″ N, 21° 44′ 54″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 55,36 km²
Einwohner: 1.000 (2014)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327070
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Cărbunari, Știnăpari
Bürgermeister: Prăsnescu Gheorghe (PSD)
Postanschrift: Str. Principală Nr. 304
loc. Cărbunari, jud. Caraș-Severin, RO-327070
Lage von Cărbunari im Kreis Caraș-Severin

Cărbunari (deutsch: Kohldorf, ungarisch: Szenesfalu) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Cărbunari gehört auch das Dorf Știnăpari.

Geografische LageBearbeiten

Cărbunari liegt im Südwesten des Kreises Caraș-Severin, an der Stelle an der sich das Locva-Gebirge im Westen, das Anina-Gebirge im Nordosten und das Almăj-Gebirge im Osten treffen.

NachbarorteBearbeiten

Știnăpari Nationalpark Cheile Nerei-Beușnița Nationalpark Cheile Nerei-Beușnița
Radimna   Nationalpark Cheile Nerei-Beușnița
Moldovița Padina Matei Stăncilova

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft wurde 1775 von Bufänen, rumänischen Arbeitern aus der kleinen Walachei, die wegen ihrer Religion verfolgt worden waren, gegründet. Diese bereiteten die Kohle (den sogenannten Mangal) für die Industrieanlagen in Sasca Montană vor. 1789 wurde das Dorf unter der Bezeichnung Kohldorf erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung, einschließlich der Magyarisierung aller Toponyme auf Kartenwerken, Grundbuchauszügen und Stadtplänen.[3] Die amtliche Ortsbezeichnung war Szenesfalu . Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Cărbunari an das Königreich Rumänien fiel.

Cărbunari ist der Ausgangspunkt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks Cheile Nerei-Beușnița, wie Lacul Dracului (Teufelssee) oder Cascada Șușarei (Șușara-Wasserfall).[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 1643 1636 - 5 2
1910 2165 2148 7 5 5
1930 2510 2482 4 6 18
1977 1717 1712 1 - 4
2002 1282 1279 1 1 1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. a b banatulmontan.wordpress.com, Cărbunari
  3. Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012
  4. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002