Sichevița

Gemeinde in Rumänien
Sichevița
Sikewitza
Szikesfalu, Szikevicza
Sikevica
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Sichevița (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 44° 42′ N, 21° 52′ OKoordinaten: 44° 42′ 0″ N, 21° 52′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 105,70 km²
Einwohner: 2.732 (2014)
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327335
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Sichevița, Brestelnic, Camenița, Cârșie, Cracu Almăj, Crușovița, Curmătura, Frăsiniș, Gornea, Liborajdea, Lucacevăț, Martinovăț, Ogașu Podului, Streneac, Valea Orevița, Valea Ravensca, Valea Sicheviței, Zănou und Zăsloane
Bürgermeister: Nicolae Kramer (PSD)
Postanschrift: Nr. 396
loc. Sichevița, jud. Caraș-Severin, RO- 327335
Lage von Sichevița im Kreis Caraș-Severin
Sichevița auf der Josephinischen Landaufnahme

Sichevița (deutsch: Sikewitza, ungarisch: Szikesfalu, Szikevicza, serbisch: Sikevica) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, in der Region Banat, im Südwesten Rumäniens. Zu der Gemeinde Sichevița gehören auch die Dörfer Brestelnic, Camenița, Cârșie, Cracu Almăj, Crușovița, Curmătura, Frăsiniș, Gornea, Liborajdea, Lucacevăț, Martinovăț, Ogașu Podului, Streneac, Valea Orevița, Valea Ravensca, Valea Sicheviței, Zănou und Zăsloane.

Geografische LageBearbeiten

Sichevița liegt im Süden des Kreises Caraș-Severin, an der Kreisstraße DJ 571 A, in 29 km Entfernung von Moldova Nouă und 201 km von Timișoara.

NachbarorteBearbeiten

Curmătura Șopotu Nou Ravensca
Moldova Nouă   Bigăr
Crușovița Gornea Liubcova

GeschichteBearbeiten

Im Laufe der Jahrhunderte traten verschiedene Schreibweisen des Ortsnamens in Erscheinung: 1690–1700 Szitthevicza, 1774 Sikevicza, 1785 Cschikowicz, 1808 Szikevicza, 1913 Szikesfalu, 1919 Sichevița.[2]

Die 19 Dörfer der Gemeinde Sichevița liegen im Donau-Defilee, am Fuße des Almăj-Gebirges und des Locva-Gebirges. Die Ortschaft wurde 1363 erstmals urkundlich erwähnt und ist eine der ältesten Ortschaften im Donau-Defilee.[3]

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist Sikeviza eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat.

1774 wurde Sichevița dem Walachisch-Illyrischen Grenzinfanterie-Regiment Nr. 13 der Banater Militärgrenze angegliedert. Jeder Einwohner bekam 750 Stânjeni (1 Stânjen = 3,8 Quadratmeter) für einen Hausplatz zugeteilt.[4]

Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867), als das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert wurde, verblieb die Banater Militärgrenze bis zu deren Auflösung im Jahr 1873 dem Wiener Hofkriegsrat unterstellt, um dann ebenfalls dem Königreich Ungarn angegliedert zu werden.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Sichevița an das Königreich Rumänien fiel.

Die Wassermühlen von SichevițaBearbeiten

Auf dem Areal der Gemeinde Sichevița gibt es insgesamt zehn Wassermühlen. Diese sind, wie auch die Wassermühlen von Rudăria, 100 Jahre alt und noch immer in Betrieb. Sie können als die Vorgänger der Kaplan-Turbine betrachtet werden.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[6] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2468 2404 6 2 56
1910 3596 3458 17 14 107
1930 3775 3718 3 6 48
1977 3355 3308 - 4 43
2002 2732 2678 - - 54

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. fatornyosfalunk.com (Memento vom 10. Juli 2011 im Internet Archive), Siebenbürgische Ortsnamen
  3. ghiduri-turistice.info, Die Wassermühlen von Sichevița
  4. motosudvestresita.wordpress.com, Sichevița
  5. pressalert.ro, Die Wassermühlen von Sichevița
  6. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002