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Buchin
Krumpendorf
Bőkény
Wappen von Buchin
Buchin (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 22′ N, 22° 15′ OKoordinaten: 45° 22′ 0″ N, 22° 15′ 0″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Einwohner: 2.030
Postleitzahl: 327056
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Buchin, Lindenfeld, Poiana, Prisian und Valea Timișului.
Bürgermeister: Gheorghe Coilă (PSD)
Lage von Buchin im Kreis Caraș-Severin

Buchin (deutsch Krumpendorf, ungarisch Bőkény, Buttiny, Bukin, Buchini) ist eine Gemeinde im Banater Bergland, im Kreis Caraș-Severin, am Fuße des Semenic-Gebirges, in Rumänien. Zur Gemeinde Buchin gehören die Dörfer Lindenfeld, Poiana, Prisian und Valea Timișului.

LageBearbeiten

Buchin liegt an der Europastraße E70, im Osten des Kreises Caraș-Severin, 5,7 Kilometer südlich von Caransebeș und 48 Kilometer östlich der Kreishauptstadt Reșița.

NachbarorteBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt, als das Gut Bekeny von König Sigismund der Familie Macskasy als Schenkung übertragen wurde. Ende des 15. Jahrhunderts (1489) schenkte König Matthias Corvinus das Gut an Ladislaus Fiath zum Lohn für gute Dienste. Im Laufe der Zeit erscheint der Ort in verschiedenen Urkunden auch unter den Bezeichnungen Beken, Bukin, Bwken, Bwkyn und Bwkinz.[2]

Bis 1526 gehörte die Siedlung zum Königreich Ungarn. Während der osmanischen Herrschaft (1526–1718) gehörte sie zum Vilâyet Timișoara. Von 1718 bis 1778 war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat. Die amtliche Ortsbezeichnung war Krumpendorf. 1778 wurde das Banat von der Kaiserin Maria Theresia dem Königreich Ungarn zugesprochen. Von 1849 bis 1860 war es Teil eines eigenständigen Kronlandes der Woiwodschaft Serbien und Temescher Banat. Nach dem Österreichisch-Ungarischen Ausgleich (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert.

Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand das Gesetz zur Magyarisierung der Ortsnamen (Ga. 4/1898) Anwendung, einschließlich der Magyarisierung aller Toponyme auf Kartenwerken, Grundbuchauszügen und Stadtplänen.[3] Die amtliche Ortsbezeichnung war Bőkény. Die ungarischen Ortsbezeichnungen blieben bis zur Verwaltungsreform von 1923 im Königreich Rumänien gültig, als die rumänischen Ortsbezeichnungen eingeführt wurden.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Buchin an das Königreich Rumänien fiel.

DemografieBearbeiten

Die Einwohnerzahlen der Gemeinde Buchin, einschließlich der dazugehörenden Dörfer:

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 2960 2785 11 163 1
1890 3197 2933 7 242 15
1910 3821 3482 43 251 45
1930 3608 3134 10 322 142
1941 3534 3214 3 311 6
1977 2975 2864 - 84 27
1992 2319 2268 4 9 38
2002 2147 2123 3 3 18

LiteraturBearbeiten

  • Ioan Lotreanu: Monografia Banatului, Band 1, Institutul de Arte Grafice „Ţara“, Timişoara, 1935.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Buchin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. Buchin (Memento vom 25. September 2013 im Internet Archive) (rumänisch)
  3. Gerhard Seewann: Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2 1860 bis 2006, Herder-Institut, Marburg 2012
  4. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 bis 2002