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Slatina-Timiș

Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien
Slatina-Timiș
Temesch-Slatina
Temesszlatina
Wappen von Slatina-Timiș
Slatina-Timiș (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 16′ N, 22° 17′ OKoordinaten: 45° 15′ 35″ N, 22° 16′ 59″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 151,09 km²
Einwohner: 3.250 (2014)
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327360
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Slatina-Timiș, Ilova, Sadova Nouă, Sadova Veche
Bürgermeister: Roma Gheorghe (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 32
loc. Slatina Timiș, jud. Caraș-Severin, RO- 327360
Website:
Lage von Slatina-Timiș im Kreis Caraș-Severin
Slatina-Timiș auf der josephinischen Landaufnahme

Slatina-Timiș (deutsch: Temesch-Slatina, ungarisch: Temesszlatina) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Slatina-Timiș gehören auch die Dörfer Ilova, Sadova Nouă und Sadova Veche.

Geografische LageBearbeiten

Slatina-Timiș liegt im Kreis Caraș-Severin, an der Nationalstraße DN6 Timișoara-Orșova, in 60 km Entfernung von Reșița, 20 km von Caransebeș, 60 km von Băile Herculane, 30 km vom Semenic, 20 km von Trei Ape und 42 vom Muntele Mic.

NachbarorteBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Im Laufe der Jahrhunderte trat der Ort unter verschiedenen Schreibweisen in Erscheinung: 1433 Szlatina, 1500 Zlathyna, 1603 Also-Zlatina, 1808 Szlatina und Slatina, 1888 Temes-Szlatina, 1913 Temesszlatina.[2]

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist der Ort Slatina am Temes Fluss eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat.

Die römisch-katholische Kirche in Slatina wurde 1739 gebaut. Der Bau geht auf ein Gelübde zurück, das Franz von Lothringen, der Ehemann von Maria Theresia, wegen einer Errettung aus schwerer Gefahr abgelegt hatte. Die Kirche wurde dann von der Gemahlin Kaiser Karl VI., Kaiserin Elisabeth, zunächst für das Patrozinium der heiligen Jungfrau Maria gebaut, später wurde die Kirche dem heiligen Erzengel Michael geweiht.[3]

Infolge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs (1867) wurde das Banat dem Königreich Ungarn innerhalb der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn angegliedert. Die amtliche Ortsbezeichnung war Temesszlatina.

Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Slatina Timiș an das Königreich Rumänien fiel.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[4] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 3704 3186 30 468 20
1910 4582 3708 86 775 13
1930 4322 3469 10 677 166
1977 4208 3649 4 546 9
2002 3659 3468 1 189 1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. fatornyosfalunk.com (Memento vom 10. Juli 2011 im Internet Archive), Siebenbürgische Ortsnamen
  3. uni-heidelberg.de, Swantje Volkmann: Die Architektur des 18. Jahrhunderts im Temescher Banat
  4. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002