Turnu Ruieni

Gemeinde in Rumänien
Turnu Ruieni
Ruen
Sebesrom, Sebestorony
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Turnu Ruieni (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 45° 23′ N, 22° 20′ OKoordinaten: 45° 23′ 26″ N, 22° 20′ 8″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Fläche: 160,91 km²
Einwohner: 3.262 (2014)
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327405
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016[1])
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Turnu Ruieni, Borlova, Cicleni, Dalci, Zervești, Zlagna
Bürgermeister: Maralescu Mihai (Partidul Puterii Umaniste)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 45
loc. Turnu Ruieni, jud. Caraș-Severin, RO-327405
Lage von Turnu Ruieni im Kreis Caraș-Severin
Turnu Ruieni auf der Josephinischen Landnahme

Turnu Ruieni (deutsch: Ruen, ungarisch: Sebesrom, Sebestorony) ist eine Gemeinde im Kreis Caraș-Severin, Banat, Rumänien. Zur Gemeinde Turnu Ruieni gehören auch die Dörfer Borlova, Cicleni, Dalci, Zervești und Zlagna.

Geografische LageBearbeiten

Turnu Ruieni liegt am Sebeș-Ufer, am Fuße des Bergmassivs Muntele-Mic, in 8 km Entfernung von Caransebeș, an der Kreisstraße DJ 608A.[2]

NachbarorteBearbeiten

Zervești Glimboca Măru
Caransebeș   Poiana Mărului
Bolvașnița Vărciorova Borlova

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft entstand durch den Zusammenschluss der beiden Dörfer Turnu und Ruieni.[2]

Das Dorf Turnu wurde 1462 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name kommt von dem Turm des Ovid (Turnu=Turm), ein mittelalterlicher Turm auf dem Dorfareal, dessen Überreste heute noch zu sehen sind.[2]

Ruieni tritt 1458 erstmals in den Urkunden mit dem ungarischen Ortsnamen Pokolfalu in Erscheinung. Ab dem 17. Jahrhundert erscheint der Ort unter der Bezeichnung Rien, dann Rüeni, Rujen, Ruyeni und Rejeni in den Zeitdokumenten.[2]

Auf der Josephinischen Landaufnahme von 1717 ist der Ort Ruen eingetragen. Nach dem Frieden von Passarowitz (1718) war die Ortschaft Teil der Habsburger Krondomäne Temescher Banat. Der Vertrag von Trianon am 4. Juni 1920 hatte die Dreiteilung des Banats zur Folge, wodurch Turnu Ruieni an das Königreich Rumänien fiel.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Volkszählung[3] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Andere
1880 4039 4025 - 8 6
1910 4939 4895 17 14 13
1930 4780 4748 8 13 11
1977 4064 4005 9 1 49
2002 3663 3661 - 1 1

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bürgermeisterwahlen 2016 in Rumänien (MS Excel; 256 kB)
  2. a b c d roturism-info.ro, Turnu Ruieni
  3. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002