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Olympische Sommerspiele 2016/Leichtathletik – 400 m Hürden (Männer)

Der 400-Meter-Hürdenlauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde am 15., 16. und 18. August 2016 im Estádio Nilton Santos ausgetragen. 48 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Series400mHaiesRio2016 007.jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 400-Meter-Hürdenlauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 48 Athleten aus 33 Ländern
Wettkampfort Estádio Nilton Santos
Wettkampfphase 15. August 2016 (Vorläufe)
16. August 2016 (Halbfinale)
18. August 2016 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Kerron Clement (Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA)
Silbermedaille Boniface Tumuti (KeniaKenia KEN)
Bronzemedaille Yasmani Copello (TurkeiTürkei TUR)

Olympiasieger wurde der US-Amerikaner Kerron Clement. Silber gewann der Kenianer Boniface Tumuti, Bronze ging an den Türken Yasmani Copello.

Der Schweizer Kariem Hussein schied in der Vorrunde aus.
Athleten aus Deutschland, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle TitelträgerBearbeiten

Olympiasieger Félix Sánchez (Dominikanische Republik  Dominikanische Republik) 47,63 s London 2012
Weltmeister Nicholas Bett (Kenia  Kenia) 47,79 s Peking 2015
Europameister Yasmani Copello (Turkei  Türkei) 48,98 s Amsterdam 2016
Nord-/Zentralamerika-/Karibik-Meister Javier Culson (Puerto Rico  Puerto Rico) 48,70 s San José 2015
Südamerika-Meister Andrés Silva (Uruguay  Uruguay) 49,43 s Lima 2015
Asienmeister Yuta Konishi (Japan  Japan) 49,58 s Wuhan 2015
Afrikameister Boniface Tumuti (Kenia  Kenia) 49,21 s Durban 2016
Ozeanienmeister Michael Cochrane (Neuseeland  Neuseeland) 50,69 s Cairns 2015

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord Kevin Young (Vereinigte Staaten  USA) 46,78 s Barcelona, Spanien 6. August 1992[1]
Olympischer Rekord Finale von Barcelona, Spanien

Anmerkung: Alle Zeitangaben sind auf die Ortszeit Rio (UTC-3) bezogen.

VorrundeBearbeiten

Die Athleten traten zu insgesamt sechs Vorläufen an. Für das Halbfinale qualifizierten sich pro Lauf die ersten drei Läufer. Darüber hinaus kamen die sechs Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1Bearbeiten

 
Zieleinlauf Vorlauf 1:
1. Lahoulou (ALG), grünes Shirt / 2. Tumuti (KEN), direkt hinter Lahoulou / 3. Clement, in Blau
4. Matsushita (JPN), ganz links

15. August 2016, 11:35 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Abdelmalik Lahoulou Algerien  Algerien 48,62 NR
2 Boniface Tumuti Kenia  Kenia 48,91
3 Kerron Clement Vereinigte Staaten  USA 49,17
4 Yuki Matsushita Japan  Japan 49,60
5 Miles Ukaoma Nigeria  Nigeria 49,84
6 Marcio Teles Brasilien  Brasilien 50,41
7 Jeffery Gibson Bahamas  Bahamas 52,77

Vorlauf 2Bearbeiten

 
Der Schweizer Kariem Hussein schied als Sechster des zweiten Vorlaufs aus

15. August 2016, 11,42 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Yasmani Copello Turkei  Türkei 49,52
2 Eric Alejandro Puerto Rico  Puerto Rico 49,54
3 Mahau Suguimati Brasilien  Brasilien 49,77
4 Jaak-Heinrich Jagor Estland  Estland 49,78
5 Kariem Hussein Schweiz  Schweiz 49,80
6 Amadou Ndiaye Senegal  Senegal 49,91
7 Martin Kučera Slowakei  Slowakei 51,47
8 Maoulida Darouèche Komoren  Komoren 52,32

Vorlauf 3Bearbeiten

 
Zieleinlauf Rennen 3:
Der Norweger Warholm vor Culson aus Puerto Rico

15. August 2016, 11:49 Uhr

Platz Name Nation Zeit Anmerkung
1 Karsten Warholm Norwegen  Norwegen 48,49 NR
2 Javier Culson Puerto Rico  Puerto Rico 48,53
3 Rasmus Mägi Estland  Estland 48,55
4 Roxroy Cato Jamaika  Jamaika 48,56
5 Miloud Rahmani Algerien  Algerien 49,73
6 Dmitri Koblow Kasachstan  Kasachstan 49,87
7 José Luis Gaspar Kuba  Kuba 50,58
8 Ned Justeen Azemia Seychellen  Seychellen 50,74 NR

Vorlauf 4Bearbeiten

 
Jehue Gordon aus Trinidad und Tobago schied im vierten Vorlauf als Achtplatzierter aus

15. August 2016, 11:56 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Keisuke Nozawa Japan  Japan 48,62
2 Thomas Barr Irland  Irland 48,93
3 Eric Cray Philippinen  Philippinen 49,05
4 Jaheel Hyde Jamaika  Jamaika 49,24
5 Sergio Fernández Spanien  Spanien 49,31
6 Sebastian Rodger Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,54
7 Le Roux Hamman Sudafrika  Südafrika 49,72
8 Jehue Gordon Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago 49,90

Vorlauf 5Bearbeiten

15. August 2016, 12:03 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Annsert Whyte Jamaika  Jamaika 48,37
2 Jack Green Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 48,96
3 Byron Robinson Vereinigte Staaten  USA 48,98
4 Oskari Mörö Finnland  Finnland 49,04 NR
5 Michaël Bultheel Belgien  Belgien 49,37
6 Kurt Couto Mosambik  Mosambik 49,74
7 Lindsay Hanekom Sudafrika  Südafrika 50,22
DSQ Nicholas Bett Kenia  Kenia IAAF Rule 168.7 – fehlerhaftes Überqueren der Hürde[2]

Vorlauf 6Bearbeiten

 
Ein sechster Platz im sechsten Vorlauf reichte dem US-Amerikaner Michael Tinsley nicht fürs Weiterkommen

15. August 2016, 12:10 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Aron Kipchumba Koech Kenia  Kenia 48,77
2 Louis Jacobus van Zyl Sudafrika  Südafrika 49,12
3 Andrés Silva Uruguay  Uruguay 49,21
4 Jordin Andrade Kap Verde  Kap Verde 49,35
5 Mohamed Sghaier Tunesien  Tunesien 50,09
6 Michael Tinsley Vereinigte Staaten  USA 50,18
7 Chen Chieh Chinesisch Taipeh  Chinesisch Taipeh 50,65
8 Patryk Dobek Polen  Polen 50,65

HalbfinaleBearbeiten

In den drei Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten zwei Athleten für das Finale. Darüber hinaus kamen die zwei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Läufer sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Lauf 1Bearbeiten

16. August 2016, 21:35 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Kerron Clement Vereinigte Staaten  USA 48,26
2 Boniface Tumuti Kenia  Kenia 48,85
3 Sergio Fernández Spanien  Spanien 48,87 NR
4 Abdelmalik Lahoulou Algerien  Algerien 49,08
5 Jaheel Hyde Jamaika  Jamaika 49,17
6 Keisuke Nozawa Japan  Japan 49,20
7 Eric Cray Philippinen  Philippinen 49,37
8 Jack Green Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 49,54

Lauf 2Bearbeiten

16. August 2016, 21:42 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Annsert Whyte Jamaika  Jamaika 48,32
2 Javier Culson Puerto Rico  Puerto Rico 48,46
3 Yasmani Copello Turkei  Türkei 48,61
4 Rasmus Mägi Estland  Estland 48,64
5 Louis Jacobus van Zyl Sudafrika  Südafrika 49,00
6 Jordin Andrade Kap Verde  Kap Verde 49,32
7 Oskari Mörö Finnland  Finnland 49,75
8 Mahau Suguimati Brasilien  Brasilien 49,77

Lauf 3Bearbeiten

16. August 2016, 21:49 Uhr

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Thomas Barr Irland  Irland 48,39 NR
2 Aron Kipchumba Koech Kenia  Kenia 48,49
3 Byron Robinson Vereinigte Staaten  USA 48,65
4 Karsten Warholm Norwegen  Norwegen 48,81
5 Michaël Bultheel Belgien  Belgien 49,46
6 Andrés Silva Uruguay  Uruguay 49,75
7 Eric Alejandro Puerto Rico  Puerto Rico 49,95
DSQ Roxroy Cato Jamaika  Jamaika IAAF Rule 168.7 – fehlerhaftes Überqueren der Hürde[2]

FinaleBearbeiten

18. August 2016, 12.00 Uhr

Für das Finale hatten sich zwei Kenianer sowie jeweils ein Teilnehmer aus Estland, Irland, Jamaika, Puerto Rico, der Türkei und den USA qualifiziert.

Der Wettkampf litt unter der Abwesenheit mehrerer Toppleute. So fehlte der Olympiasieger von 2004 und 2012 Félix Sánchez aus der Dominikanischen Republik ebenso wie der Führende der Weltjahresbestenliste Johnny Dutch aus den USA, der in den US-Trials gescheitert war. Vizeweltmeister Denis Kudrjawzew aus Russland war aufgrund der Sperre für russische Leichtathleten durch die IAAF nicht am Start. Der amtierende Weltmeister Nicholas Bett aus den USA war zudem im Vorlauf disqualifiziert worden. Auch der Silbermedaillengewinner der letzten Spiele, Betts Landsmann Michael Tinsley, hatte die Qualifikation für das Finale nicht überstanden. Die Favoritenrolle fiel nun vor allem dem Puertoricaner Javier Culson, Bronzemedaillengewinner der Spiele von 2012 in London, zu. Aber auch Kerron Clement, der US-amerikanische Olympiasieger von 2008, war stark einzuschätzen.

Culson produzierte einen Fehlstart und wurde daraufhin disqualifiziert. Der zweite Startversuch klappte, an der ersten Hürde lag der Türke Yasmani Copello in Front. Bis zur dritten Hürde hatten der Clement, der Kenianer Boniface Tumuti und der Jamaikaner Annsert Whyte zu Copello aufgeschlossen. Clement schob sich nun in Führung, direkt gefolgt von Whyte, dahinter lag Tumuti. An der neunten Hürde zog Tumuti mit Whyte gleich und an passierte ihn. Der führende Clement ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen und verwies den stark aufgekommenen Tumuti auf den zweiten Platz. Dritter wurde Copello, der den nachlassenden Whyte noch abfangen konnte.

Trotz des Fehlens hochkarätiger Athleten war das Niveau dieses Finales hoch, es wurden vier Landesrekorde aufgestellt.

Im 26. olympischen Finale dieser Disziplin lief Kerron Clement zum neunzehnten Sieg für die Vereinigten Staaten. Der Kenianer Boniface Tumuti und der Türke Yasmani Copello waren die ersten Medaillengewinner ihrer Länder über 400 Meter Hürden.

Platz Name Nation Zeit (s) Anmerkung
1 Kerron Clement Vereinigte Staaten  USA 47,73
2 Boniface Tumuti Kenia  Kenia 47,78 NR
3 Yasmani Copello Turkei  Türkei 47,92 NR
4 Thomas Barr Irland  Irland 47,97 NR
5 Annsert Whyte Jamaika  Jamaika 48,07
6 Rasmus Mägi Estland  Estland 48,40 NR
7 Aron Kipchumba Koech Kenia  Kenia 49,09
DSQ Javier Culson Puerto Rico  Puerto Rico IAAF Rule 162.7 – Fehlstart[3]

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 675 (englisch), abgerufen am 4. Oktober 2018
  2. a b Wettkampfregeln der IAAF, Seite 93 (PDF), abgerufen am 4. Oktober 2018
  3. Wettkampfregeln der IAAF, Seite 71 (PDF), abgerufen am 4. Oktober 2018